Im Trainingslager in Bad Bertrich konnte sich Kaiserslauterns neuer Cheftrainer Marco Kurz ein erstes genaueres Bild von seinem Kader machen, wie er im Interview verriet.

Frage: Herr Kurz, Sie sind schon am zweiten Tag nach Trainingsauftakt mit Ihrem Kader ins erste von zwei Trainingslagern aufgebrochen. Ist ein solches Lager hilfreich, um die Spieler genauer kennen zu lernen?

Marco Kurz: Ich kenne die Fähigkeiten meiner Spieler schon sehr gut, schließlich habe ich in der 2. Bundesliga lange gearbeitet. Aber den Charakter und die Persönlichkeit eines Spielers kann man erst nach einer gewissen Zeit der gemeinsamen Arbeit kennenlernen. Genau daher haben wir uns für dieses Trainingslager entschieden, weil wir so die Chance haben, in der freien Zeit, beim gemeinsamen Essen oder auf dem Weg zum Trainingsplatz mit den Spielern zu sprechen und miteinander warm zu werden.

Frage: Welchen Eindruck haben Sie denn bisher?

Kurz: Wir trainieren sehr intensiv unter einer sehr hohen Belastung. Für die Spieler gibt es neue Reize, denn jeder Trainer lässt anders trainieren. Als erstes Resümee kann man sagen, dass die Mannschaft sehr fleißig ist. Darüber hinaus sind Urteile nach wenigen Trainingseinheiten sehr schwer.

Frage: Wie würden Sie ihren Führungsstil beschreiben?

Kurz: Ich gebe klar Richtlinien vor, denn im Mannschaftsgefüge sind klare Regeln sehr wichtig. Dennoch würde ich mich eher als moderat beschreiben. Ich suche den Dialog mit der Mannschaft, denn wir wollen gemeinsam etwas entwickeln. Man kann sagen: Es gibt kreative Freiräume mit klaren Grenzen. Darüberhinaus verlange ich viel von meinen Profis. Sie müssen eine hohe Leistungsbereitschaft zeigen und ich lebe dies auch vor. Wir werden in jedem Fall physisch gut vorbereitet sein und die Positionen und Aufgaben auf dem Platz werden klar verteilt sein. Die Spieler werden auf alle Situationen vorbereitet sein.

Frage: Haben Sie schon ein Saisonziel formuliert?

Kurz: Die Mannschaft hat in der vergangenen Saison gezeigt, dass sie in oberen Regionen mitspielen kann. Aber für ein festes Ziel ist es noch zu früh, dafür muss ich mir einen genaueren Eindruck verschaffen und dies dann auch mit Stefan Kuntz abstimmen. Wir wollen auf jeden Fall ehrlichen Fußball spielen und jedes Spiel gewinnen.