München - Topspiel - diesen Begriff assoziiert man nicht unbedingt sofort, wenn der MSV Duisburg Montagabend gegen den 1. FC Köln spielt (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio). Doch der Blick in die Rückrundentabelle zeigt, dass der Vierte den Zweiten empfängt, die beiden Teams also durchaus für Qualität stehen.

"Für uns ist es das absolute Highlight der Saison", fasst Kosta Runjaic den Stellenwert des Spiels für seine "Zebras" zusammen. "Köln steht im Aufstiegskampf unter Zugzwang", erklärt der MSV-Trainer und wittert so eine Chance in dem Duell, in dem "es für beide Teams um eine Menge geht".

"Der Dom wird wackeln"



Nicht nur der FC, der durch den 3:0-Sieg des 1. FC Kaiserslautern gegen Paderborn gewinnen muss, um den Anschluss an Relegationsplatz 3 zu halten, steht unter Druck, auch die Meidericher müssen siegen, um die Konkurrenten im Abstiegskampf auf Distanz zu halten.

Sechs Punkte beträgt der Vorsprung auf Dynamo Dresden und die Gefahrenzone, mit einem "Dreier" gegen den FC wäre Duisburg zwar noch nicht rechnerisch, aber praktisch so gut wie gerettet. "Der Dom wird wackeln, wenn wir gewinnen", so Runjaic. "Meine Mannschaft will ihr Ziel, den Klassenerhalt, erreichen und wird auf Sieg spielen."

MSV in guter Form



Die vergangenen Wochen machen Mut, dass das Saisonziel bereits am Montagabend um kurz nach zehn Uhr erreicht sein könnte. In den vergangenen sechs Partien sammelte der Tabellenzwölfte vier Siege und ein Unentschieden. Nur Tabellenführer Hertha BSC musste man sich geschlagen geben.

"Wir sind immer in der Lage, ein Tor zu machen und auch mal ein dreckiges 1:0 einzufahren", erklärt Daniel Brosinski, der gegen seinen Ex-Club wahrscheinlich von Beginn an spielen wird. Definitiv zuschauen muss neben dem Langzeitverletzten Benjamin Kern der gelbgesperrte Kevin Wolze. Fraglich ist der Einsatz von Goran Sukalo, der sich am Donnerstag im Training an der Hüfte verletzte.

FC denkt von Spiel zu Spiel



"Ich und meine Mannschaft fokussieren uns nur auf das nächste Spiel und dann auf die weiteren Aufgaben", sagt Holger Stanislawski und nimmt somit zumindest in der Öffentlichkeit den Druck von seiner Mannschaft, die nach der deutlichen 0:3-Schlappe beim 1. FC Kaiserslautern am vorletzten Spieltag wieder die Rolle des Jägers übernehmen musste.

Vergangenen Sonntag zitterten sich die "Geißböcke" trotz Überlegenheit gegen den VfR Aalen zu einem denkbar knappen 1:0-Sieg. Das entscheidende Tor fiel erst in der dritten Minute der Nachspielzeit. "Wir kämpfen in Duisburg um drei weitere Punkte", hofft Stanislawski auf den sechsten Auswärtssieg der Saison.

Dabei wird der Trainer wohl wieder auf Adam Matuschyk zurückgreifen können, der nach seinem Faserriss im Gesäßmuskel am Freitag verkündete, wieder "schmerzfrei" zu sein.