Auf der Homepage von Red Bull Salzburg wird dem ehemaligen Co-Trainer Markus Schupp die Frage gestellt, ob er einen unerfüllten Traum habe. "Eine Meisterschaft als Trainer", lautet seine Antwort. Vom sportlichen Aspekt kann die Antwort auch kaum anders lauten, denn der 43-jährige Pfälzer hat als Spieler schon fast alles gewonnen, was es zu gewinnen gibt.

Mit 18 Jahren begann Schupp seine Profikarriere als Spieler beim 1. FC Kaiserslautern. Mit dem Gewinn des DFB-Pokals 1990 unter Trainer Karl-Heinz Feldkamp feierte er seinen ersten großen Erfolg im Trikot der "Roten Teufel". Die darauffolgende Saison 1990/91 sollte seine letzte bei den Pfälzern sein, und die versüßte er sich mit der Deutschen Meisterschaft.

Meisterschaft unter Beckenbauer

Nach einem einjährigen Gastspiel beim damaligen Bundesligisten SG Wattenscheid 09 ging der mittlerweile 26-jährige Schupp zum FC Bayern. In seiner ersten Saison 1992/93 absolvierte er 32 Spiele und landete mit dem FCB hinter Werder Bremen auf Rang 2.

Der zweite Meistertitel für den Mittelfeldspieler folgte aber schon in der nächsten Saison: Unter Übergangstrainer Franz Beckenbauer machte er für den Rekordmeister 32 Spiele und erzielte vier Tore.

351 Spiele und 40 Tore in der Bundesliga

Nach insgesamt drei Jahren in München spielte Schupp noch jeweils eine Saison bei der Frankfurter Eintracht und dem Hamburger SV. Mit zwei Meisterschaften, einem Pokalerfolg und 40 geschossenen Toren aus 351 Spielen verließ Markus Schupp die Bundesliga und wechselte in die Schweiz zum FC Basel.

Nach nur vier Monaten und sechs Einsätzen ging Schupp in das benachbarte Österreich zu Sturm Graz, wo er 1998 unter Trainer Ivica Osim die erste österreichische Meisterschaft mit den "Schwarz-Weißen" gewann. Ein Jahr darauf wiederholte er mit den Grazern diesen Erfolg und der Gewinn im Pokal machte das Double perfekt.

Erste Trainerstation: Sturm Graz

Drei Mal in Folge spielte Schupp mit dem Team aus der Steiermark in der Champions League und beendete nach 128 Ligaspielen und fünf Toren dort seine aktive Karriere als Spieler.

Schupp übernahm 2001 die U-19-Mannschaft der Grazer und sammelte so zwei Jahre lang seine ersten Erfahrungen als Trainer, bevor 2004 seine Rückkehr nach Deutschland erfolgte. In seinen zweieinhalb Jahren als Chef-Trainer beim Zweitligisten Wacker Burghausen konnte Schupp einen 8. und einen 9. Tabellenplatz am Saisonende vorweisen.

Zusammenarbeit mit Huub Stevens

2007 wechselte Schupp nun als Co-Trainer erneut zum Hamburger SV, wo seine Zusammenarbeit mit Huub Stevens begann. Dem erfolgreichen Holländer folgte er nach Österreich, wo er seit dieser Saison als Co-Trainer bei Red Bull Salzburg arbeitet.

Schupps Bilanz als Spieler ist beeindruckend: Vier nationale Meisterschaften mit drei verschiedenen Teams in zwei verschiedenen Ländern sowie zwei nationale Pokalerfolge, ebenfalls mit zwei unterschiedlichen Teams.

Direkter Wiederaufstieg mit dem KSC?

Die 2. Bundesliga kennt der neue KSC-Coach durch seine Jahre in Burghausen. "Das Team hat viel mehr Potenzial, als es der momentane Tabellenstand aussagt", sagte Schupp bei seinem Amtsantritt.

Es wird sich zeigen, ob er es schaffen wird, den Vierzehnten der aktuellen Tabelle in die Erfolgsspur zu führen. Idealerweise als Meister der 2. Bundesliga, denn dann würde sein Traum von einer Meisterschaft als Trainer in Erfüllung gehen.

Barnabas Szöcs