Jeden Spieltag fiebern die Zuschauer mit ihrer Mannschaft mit. Insbesondere zum Ende der Saison benötigt der eine oder andere Fan ein dickes Nervenkostüm. Die Gefühlslage reicht von Glückseligkeit bis hin zur bitteren Enttäuschung.

Noch vier Spieltage verbleiben und im Tabellenkeller der 2. Bundesliga geht es eng zu. Die Fans von 1860 München, Rot Weiss Ahlen, Hansa Rostock, des VfL Osnabrück, des FC Ingolstadt, der TuS Koblenz und des FSV Frankfurt müssen wohl bis zum 34. Spieltag zittern. Der SV Wehen Wiesbaden (Platz 18) steht mit 21 Zählern als erster Absteiger so gut wie fest.

bundesliga.de hat die Mannschaften der Tabellenplätze 11 bis 17 unter die Lupe genommen und Gründe gefunden, die den jeweiligen Anhängern im Abstiegskampf Mut machen.

Über Heimstärke zum Klassenerhalt?

Von allen Clubs aus der unteren Tabellenhälfte stellen die "Löwen" mit 40 Gegentoren die beste Abwehr.

Zuhause sind die "Löwen" seit fünf Partien ungeschlagen; sollte diese Serie in den letzten beiden Heimpartien halten, ist das die halbe Miete für den Klassenerhalt.

Auch vor vier Jahren hatten die Münchner nach 30 Spieltagen 36 Punkte auf dem Konto - und wurden am Ende 13.

Mit Glück und Heimserie in ein zweites Jahr 2. Bundesliga?

Frankfurt ist mit 23 Punkten die fünftbeste Rückrundenmannschaft der 2. Bundesliga.

Die Hessen gewannen zuletzt fünf Heimspiele in Folge und stellen somit von allen Abstiegskandidaten die beste Heimelf (27 Punkte aus 15 Spielen).

Für den FSV retteten ligaweit am häufigsten Pfosten oder Latte (20 Mal) - Glück hat im Abstiegskampf noch nie geschadet!

Mit dem richtigen Biss zum Klassenverbleib?

Am letzten Spieltag beendete Ahlen im Spiel gegen St. Pauli (1:0) gerade rechtzeitig zum Endspurt seine schwarze Serie von sechs Spielen ohne Sieg.

Die Ahlener sind das zweikampfstärkste Team der Liga - sie gewannen 53 Prozent ihrer Duelle am Ball.

An den nächsten drei Spieltagen können sich die Westfalen in direkten Duellen die Abstiegskandidaten Ingolstadt, Koblenz und Osnabrück auf Distanz halten.

Siegesserie als Garant für den Erfolg?

Hansa ist das Team der Stunde: Die Ostseestädter gewannen vier ihrer letzten fünf Partien und sind seit sieben Spieltagen ungeschlagen (ligaweit am längsten).

Rostock hat von allen Abstiegskanditaten den besten Sturm (45 Tore).

Die Hansa-"Kogge" hat die drittbeste Chancenverwertung der 2. Bundesliga (15,9 Prozent).

Erneut starke Nerven im Abstiegskampf?

Mit zehn Siegen und sieben Remis hat Koblenz die beste Bilanz aller Abstiegskanditaten.

Koblenz holte in den vergangenen beiden Spielzeiten an den letzten vier Spieltagen jeweils mindestens noch zwei Siege.

Vor zwei Jahren hatte die TuS zum selben Zeitpunkt sogar noch zwei Zähler weniger auf dem Konto als aktuell (34) - und stieg dennoch nicht ab.

Mit Abschluss- und Zweikampfstärke aus dem Tabellenkeller?

Von allen Abstiegskanditaten gab Osnabrück die meisten Torschüsse ab (im Schnitt 14,6 pro Spiel).

Zwei Mal in Folge blieben die Niedersachsen zuletzt ohne Gegentor.

Der VfL gewann 52 Prozent seiner Duelle am Ball - damit sind die Wollitz-Schützlinge die zweitbesten Zweikämpfer der Liga.

Dank Heimrecht aus der Patsche?

Der FCI kann in drei Partien gegen direkte Konkurrenten noch ordentlich Boden gut machen (Ahlen, Frankfurt).

Noch drei Mal dürfen die "Schanzer" zuhause antreten - am letzten Spieltag gastiert Koblenz an der Donau.

Die Ingolstädter sind die fleißigsten Dribbler der Liga - pro Partie starten sie 21 Dribblings. Ob sich die Schanzer noch auf den Relegationsplatz dribbeln können?