Köln - Der FC Ingolstadt steht unter Zugzwang. Die Rückrunde verlief bislang überhaupt nicht nach Plan, die Verfolger rücken immer näher, da kommt das Spiel beim FC Erzgebirge Aue gerade recht. In Düsseldorf steigt ein Westschlager und Nürnberg will "eine Art Revanche" an Heidenheim nehmen.

FC Erzgebirge Aue - FC Ingolstadt

Statistisch gesehen kann dem FC Ingolstadt in Aue eigentlich gar nichts passieren. Neun Mal trafen die beiden Mannschaften aufeinander, das Heimteam ging dabei noch nie in Führung. Zwei Mal konnte der FCI in Aue bereits gewinnen. Dennoch ist Trainer Ralph Hasenhüttl vorsichtig. "Ich erwarte eine Mannschaft, die uns auch spielerisch unter Druck setzen will", sagt der Trainer der Schanzer. "Wir müssen den Kampf in Aue annehmen und Geduld haben. Wir sind gewarnt, schließlich hat Aue in diesem Jahr bislang mehr Punkte geholt als wir." Wegen der kurzen Woche nach dem Montagsspiel gegen 1860 München (Spielbericht) denkt Hasenhüttl über mehrere Wechsel in der Startelf nach. "Es ist durchaus eine denkbare Option zu rotieren. Es ergibt absolut Sinn, da wir eine sehr kurze Woche haben und nach dem Spiel erstmal regenerativ arbeiten mussten."

Tomislav Stipic, der früher in Diensten der Ingolstädter stand, freut sich auf die Partie. Für seinen Ex-Club wird es aber dennoch keine Geschenke geben. "Dass der FCI kommt ist wunderbar, aber für uns hat bis zum Saisonende jedes Spiel eine große Bedeutung, denn wir müssen so viel Punkte sammeln wie möglich", sagt Stipic. "Ich habe hohe Erwartungen, wir wollen die Leistungen bestätigen, werden einen guten Matchplan haben", fordert der Trainer Leistung ein. Dann gelingt es auch mit den Punkten: "Wir werden auch gegen den Tabellenführer Möglichkeiten bekommen", ist Stipic sicher.

FC Erzgebirge Aue - FC Ingolstadt ab 18.15 Uhr im Liveticker.

Fortuna Düsseldorf - VfL Bochum

In Düsseldorf steigt beim Spiel gegen den VfL Bochum ein Westduell mit Tradition. 1971 spielten die beiden Teams das erste Mal in der Bundesliga gegeneinander. In der 2. Bundesliga gab es bisher sieben Duelle, in den letzten fünf ist Fortuna Düsseldorf ungeschlagen. Und das soll nach dem Willen von Taskin Aksoy auch so bleiben. "Ein Team, was von mir trainiert wird, spielt immer auf Sieg", gibt der neue Coach die Marschrichtung vor. Der Sieg bei seinem Debüt in Heidenheim (Spielbericht) hat das Selbstbewusstsein der Düsseldorfer gestärkt. "Wir möchten den Schwung mitnehmen und den nächsten Schritt machen", sagt Aksoy und schaut mit Vorfreude auf sein erstes Spiel in der ESPRIT arena: "Ich freue mich sehr auf das erste Spiel vor eigener Kulisse. Die Jungs sind sehr fokussiert darauf, auch den ersten Heimsieg in diesem Jahr einzufahren", beschreibt er die Stimmung im Team.

Sein Pendant Gertjan Verbeek geht das Spiel mit ähnlicher Philospohie und dem gleichen Siegeswillen wie Aksoy an. "Genau wie der Trainer des Gegners gehe auch ich von drei Punkten für meine Mannschaft aus", sagt der Trainer der Bochumer. "So haben wir in dieser Woche trainiert, das ist unsere Philosophie. Wir wollen auswärts gewinnen." Ein Aufeinandertreffen zweier Teams mit Torhunger ist also zu erwarten. Auch wenn bisher in keinem Duell der beiden Teams in der 2. Bundesliga mehr als zwei Tore fielen.

Fortuna Düsseldorf - VfL Bochum ab 18.15 Uhr im Liveticker.

1. FC Nürnberg - 1. FC Heidenheim

Das Hinspiel lief für den 1. FC Nürnberg alles andere als zufriedenstellend (Spielbericht). Mit 3:0 wurden die Nürnberger damals nach Hause geschickt. Seitdem ist viel passiert, FCN-Coach Rene Weiler geht von einem anderen Spielverlauf aus: "Ich erwarte ein anderes Spiel als im Hinspiel", sagt Weiler. "Für uns ist es ja eine Art Revanche." Während der "Club" mit nur einer Niederlage in den letzten acht Spielen gut in Form ist, hat Heidenheim nur eins der letzten neun Spiele gewonnen. Weiler will nicht nur deswegen einen Sieg gegen den FCH. "Wir werden zuhause alles unternehmen, um die drei Punkte hier zu behalten", sagt der Coach.

Beim 1. FC Heidenheim herrscht trotz der schlechten Ergebnisse keine Krisenstimmung und schon gar keine Panik. "Wir sind in unserem ersten Jahr in der 2. Bundesliga noch nicht so weit, um in jedem Spiel konstant und stabil zu agieren", sieht Trainer Frank Schmidt die Situation realistisch. Auch er erwartet, dass die Nürnberger anders auftreten, als im Hinspiel. "Nürnberg spielt anderen Fußball als noch in der Vorrunde. Sie verteidigen mittlerweile sehr strukturiert, hart im Zweikampf und versuchen den Gegner schnell zu Ballverlusten zu zwingen", zeigt er durchaus Respekt. Aber auf Sieg wird der FCH dennoch spielen. "Wir hadern nicht, wir jammern nicht und freuen uns auf die nächste Chance, dass wir wieder ein Erfolgserlebnis feiern können", sagt Schmidt.

1. FC Nürnberg - 1. FC Heidenheim ab 18.15 Uhr im Liveticker.