München - Es geht auf die Zielgerade der Saison: Absteiger Eintracht Frankfurt könnte gegen Aue zumindest eine Vorentscheidung im Aufstiegskampf herbeiführen. Weil St. Pauli am Freitag bei Tabellenführer SpVgg Greuther Fürth 1:2 verlor, wäre bei einem Dreier der "Adler" über die Erzgebirgler zumindest der Relegationsplatz fast sicher.

Im zweiten Spiel empfängt der MSV Duisburg Alemannia Aachen im Tabellenkeller (alle Spiele ab 12:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Die Eintracht büßte gegen Ingolstadt trotz Überlegenheit zwei wichtige Punkte ein. "Es war klar, dass wir nicht alle Spiele gewinnen", sagt Torjäger Alex Meier: "Jetzt müssen wir weitermachen". Gegen Aue steht der Eintracht eine ähnliche Prüfung wie gegen die Oberbayern bevor, erklärt Kapitän Pirmin Schwegler: "Es sind schwere Spiele, weil der Gegner herkommt, nur um zu verteidigen. Da muss man Ruhe bewahren." Aus den letzten zwei Spielen gab es nur einen Zähler für den Aufstiegskandidaten. "Wir dürfen uns jetzt nicht verrückt machen lassen. Wir glauben an uns und an unser großes Ziel" sagt Schwegler. Auch sein Trainer Armin Veh will sich den Aufstieg nicht mehr nehmen lassen: "Wir haben ein Jahr lang so hart dafür gearbeitet und unser ganzes Herzblut reingesteckt." Bei Frankfurt steht noch ein kleines Fragezeichen hinter Sebastian Rode - Veh rechnet aber mit seinem Einsatz.

Aue muss dagegen nach unten schauen - nach zuletzt zwei Niederlagen stehen die Erzgebirgler noch vier Zähler über dem Strich. "Unser Vorsprung ist etwas geschmolzen. Aber wir sind immer noch in einer komfortablen Ausgangsposition", sagt Coach Karsten Baumann. "Die Eintracht ist mit Fürth der Top-Aufstiegsfavorit. Sie hat große Qualität, obwohl sie zuletzt geschwächelt hat. Deswegen werden die Frankfurter hochmotiviert sein", erklärt Baumann: "Wir fahren nicht nach Frankfurt, um die Punkte herzuschenken, sondern werden uns teuer verkaufen. Wenn wir genauso konzentriert auftreten, wie in den letzten Spielen, werden wir uns auch mal wieder belohnen." Der Kader der Auer bleibt unverändert - Enrico Kern (Kreuzbandriss), der weit über das Saisonende hinaus fehlt, muss zudem operiert werden.



Schiedsrichteransetzungen

Duisburg ist mit 31 Zählern auf einem passablen Weg in Richtung Klassenerhalt, Schlusslicht Aachen (25) dagegen braucht jeden Punkt, um die Hoffnung am Leben zu erhalten. "Wir brauchen noch ein paar Zähler, werden uns aber aus der kritischen Situation befreien", sagt MSV-Trainer Oliver Reck. Mit einem Sieg über Aachen können die Duisburger ihren Vorsprung auf den Tabellenletzten auf neun Punkte ausbauen. Reck hofft gegen Aachen auf die Rückkehr seiner Leistungsträger Goran Sukalo (Virusinfektion) und Jürgen Gjasula (Sprunggelenkverletzung).

Nach zuvor neun Spielen ohne Sieg sorgte Ralf Aussem bei seinem ersten Erfolg in seiner zweiten Partie als Chefcoach für neue Hoffnung bei den Aachenern. "Die Reaktion am Mittwoch nach dem Spiel war eindeutig. Die Mannschaft glaubt an sich, ebenso wie das das Umfeld", sagt Aussem. "Wir stecken seit Monaten im Schlamassel und kennen uns damit aus", sagt Aussem. "Ob das bei anderen Teams der Fall ist, wird man sehen", erklärt der Coach mit Blick auf die Duisburger. Shervin Radjabali-Fardi, der einen Schlag aufs Knie erhalten hatte, kann wohl spielen. In Duisburg könnte er Alper Uludag ersetzen.



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