Trainer haben so ihre Lieblingsspieler. Und manchmal bezieht sich diese These nicht nur auf die aktuelle Mannschaft eines Coaches, sondern auf die ganze Karriere eines Spielers.

Bei Frank Fahrenhorst kann man das wohl so sagen. Für ihn und Peter Neururer ist Duisburg die mittlerweile dritte gemeinsame Station.

"Ich brauche einen Coach, der mir vertraut. Und weil Peter weiß, was er an mir hat und umgekehrt, passt es sehr gut", sagte der 31-Jährige beim Trainingsauftakt des MSV vor wenigen Tagen.

2004: Fahrenhorsts Stern geht auf

Angefangen hat die Geschichte des "unzertrennlichen Duos" in Bochum. Neururer ist seit 2001 da. Aber Fahrenhorsts Stern geht erst im Jahr 2004 so richtig auf. Unter Neururer, den Fahrenhorst heute als seinen "zweiten Entdecker" bezeichnet, blüht der Verteidiger beim VfL Bochum auf. Neururer fordert und fördert ihn - und Fahrenhorst wächst förmlich über sich hinaus.

Am Ende wird der Abwehrmann als einer der ersten Bochumer deutscher Nationalspieler. Und: Er wechselt zu Werder Bremen. Er gilt zu dieser Zeit als einer der besten Innenverteidiger Deutschlands.

Doch der Höhenflug endet. In Bremen kommt Fahrenhorst eigentlich nie richtig an. 2006 gibt Werder ihn ab. Nach Hannover - wo Neururer Trainer ist. Doch diesmal ist die Liaison nur kurz. Neururer muss wenig später den Club verlassen.

Eckpfeiler bei Duisburgs Aufstiegsambitionen

Fahrenhorst dagegen bleibt drei Jahre in Hannover. 2009 gibt es für ihn aber keine Perspektive mehr bei 96. Trainer Dieter Hecking will ein neues Gesicht in der Hintermannschaft präsentieren. Neururer nutzt die Gunst der Stunde. Fahrenhorst geht zum MSV - wo Neururer mittlerweile angeheuert hat. Das nächste Wiedersehen.

Der Coach will in Duisburg die Mannschaft umkrempeln, auf Erfolg trimmen. Die Rückkehr in die Bundesliga steht auf der Agenda. "Ein ganz wesentlicher Punkt dabei ist Frank Fahrenhorst", betont Neururer.

Noch sind in Duisburg nicht alle Personalien für die bevorstehende Saison geklärt. Daher hält sich Fahrenhorst mit einer konkreten Aussage zum Thema Saisonziel erst mal zurück. Aber, so viel steht für ihn schon jetzt fest: "Wir werden mit Sicherheit oben mitspielen." Aufgestiegen ist er ja schon mal - in Bochum, zusammen mit Neururer.