München - Hertha BSC ist beim VfL Osnabrück gestrauchelt und hat mit der 0:2-Niederlage am Freitag wertvolle Punkte liegen lassen - die Steilvorlage für den MSV Duisburg am 13. Spieltag.

Denn mit einem Sieg im Heimspiel gegen Energie Cottbus am Montag (ab 20 Uhr im Live-Ticker) würde der MSV bis auf einen Punkt an die Berliner heranrücken. Aber auch die Cottbuser liebäugeln mit einem Aufstiegsplatz.

"Heiß in beide Richtungen"

Ganz Duisburg träumt vom siebten Heimsieg im siebten Heimspiel, denn die Hausherren haben in dieser Saison noch keinen Zähler in der eigenen Arena abgegeben.

Doch mit Energie kommt der vor dem Spieltag Tabellenvierte zum Dritten - ein echtes Top-Spiel am Montagabend. Trotzdem sind natürlich drei Zähler auch gegen Cottbus das Ziel. Trainer Milan Sasic ahnt: "Das wird ganz heiß in beide Richtungen. Vor der Saison hat Energie zu den Teams gezählt, die oben zu vermuten waren. Das haben sie bislang eindrucksvoll unter Beweis gestellt."

Schon drei Cottbuser Auswärtssiege

Die Gäste, die mit Nils Petersen den Top-Torjäger der 2. Bundesliga (neun Treffer) mitbringen, gehören wie der MSV zu den positiven Überraschungen der Saison. Das Team von Trainer Claus-Dieter "Pele" Wollitz hat sich in die Spitzengruppe geschossen, die Energie-Fans wieder unter Strom gesetzt. Und Cottbus hat mit den Erfolgen in Aachen, Bielefeld und Ingolstadt schon drei Auswärtssiege auf dem Konto.

Dennoch, auch MSV-Stürmer Stefan Maierhofer geht optimistisch an die Aufgabe heran: "Mit dem Schwung aus unserer Serie daheim wollen wir den nächsten Erfolg."

Cottbus will Anschluss halten

Cottbus-Trainer Wollitz weiß natürlich um die Heimstärke der Duisburger. "Doch vielleicht reißt diese Serie am Montag", hofft der Coach und erklärt: "Das Ziel ist klar: Wir wollen auf keinen Fall verlieren und mindestens auf Tuchfühlung bleiben." Dazu müsse der FCE jene Phasen überstehen, in denen Duisburg enormen Druck macht. Dies war bisher in jedem Heimspiel der Fall. Da dies jedoch nicht 90 Minuten anhält, bekommt ein gut strukturierter Gegner Luft zum Atmen. Genau die will der FC Energie nutzen.

Ob "Pele" Wollitz seine Mannschaft personell umstellt, ließ der Trainer noch offen. Allzu viel Grund zur Veränderung sieht Wollitz nach der über weite Strecken ordentlichen Vorstellung gegen 1860 München nicht, obwohl bis auf Rok Kronaveter alle Akteure an Deck sind. "Wir können in Duisburg ein Ausrufezeichen setzen", blickt der FCE-Coach voraus und weiß, dass auf seine Mannschaft ein "kompliziertes Spiel" wartet.