Das halbe Dutzend voll gemacht, den rund 1500 Fans in Schallstadt alle sechs Neuzugänge präsentiert und nach einer intensiven Trainingswoche schon wieder ein paar schöne Kombinationen geboten: Beim 6:0 (3:0) des SC Freiburg im ersten Test gegen den VfR Hausen blieben kaum Wünsche offen.

Einige Spieler, genauer gesagt Eke Uzoma, Johannes Flum und Pavel Krmas fehlten wegen leichter Blessuren, bzw. muskulärer Probleme nach der ersten Trainingswoche. Und natürlich auch Ömer Toprak, der nach seinem Kart-Unfall weiter in einer Spezialklinik für Verbrennungen liegt, bei dem es, so Trainer Robin Dutt, weiter "kleine positive Signale" gibt.

Robin Dutt hatte aufgrund des Fehlens von Krmas Daniel Williams von der zweiten Mannschaft zu den Profis beordert. Williams und Heiko Butscher bildeten vor der Pause das Innenverteidigerpaar, in der zweiten Hälfte spielte dort Oliver Barth gemeinsam mit Williams.

Wie lange es dauert, bis der anvisierte Neuzugang auf dieser Position antritt, konnte auch Dutt noch nicht sagen: "Ich hätte es mir gewünscht, aber es hat sich noch nichts getan", so der SC-Trainer. Der sah zunächst einen äußerst couragierten Verbandsligisten aus Hausen, der in der Anfangsphase zu Führungsmöglichkeiten kam.

Zwei Teams für zwei Halbzeiten

Zunächst musste Simon Pouplin parieren, dann klatschte ein Hausener Schuss ans rechte Lattenkreuz. Nach zehn Minuten kamen die Profis, die in dieser Woche elf Trainingseinheiten hinter sich gebracht hatten, die letzte am Morgen, allmählich in Schwung. Andreas Glockner, Cédrik Makiadi und Jonathan Jäger prüften aus der Distanz den Keeper des Sechstligisten, der auch gegen Idrissou noch abwehren konnte, doch kurz darauf erzielte Ivica Banovic (22.) nach schönem Zusammenspiel mit Glockner das erste SC-Tor der Vorbereitung.

Nach einer halben Stunde senkte sich ein Heber des Sechstligisten knapp hinter die Latte des Freiburger Tores - die einzige Ausgleichschance, denn anschließend erhöhte nach einem Freistoß von Banovic zunächst Idrissou (31.) per Kopf.

Kurz vor der Pause traf Glockner (42.) aus der Distanz zum Halbzeitstand. Daniel Williams war der einzige Freiburger, der auch im zweiten Durchgang auf dem Platz stand. Zur zweiten SC-Formation zählte auch Sandro Sirigu vom SC II, der die komplette Vorbereitung bei den Profis absolvieren wird, sowie Tobias Rathgeb, der zuletzt für Hansa Rostock spielte und derzeit beim SC mittrainiert, um sich fit zu halten. "Wir kennen uns aus früheren Tagen und er hat mich gefragt, ob er zu uns ins Training kommen kann, bis er einen Verein gefunden hat", so Dutt.

Reisinger mit seinem ersten SC-Tor

Die Freiburger machten jetzt das Spiel und ließen den Ball laufen, Chancen, den Vorsprung auszubauen, gab es aber zunächst nicht viele. Tommy Bechmann (70.) war der nächste der traf, während hinter dem SC-Tor, das jetzt Manuel Salz hütete, die Autogrammjagd auf die dort regenerierenden Bundesliga-Profis des ersten Durchgangs eröffnet wurde.

Felix Roth (77.) per Kopf nach einem Freistoß von Julian Schuster und Stefan Reisinger (87.), der nach einer Flanke von Bechmann und ebenfalls mit einem Kopfball erfolgreich war, markierten die weiteren Tore.

Robin Dutt wollte aus dem ersten Test "keine großen Rückschlüsse" ziehen. "Der Platz war gut, was in der Vorbereitung auch immer wichtig ist und wir waren auch gastfreundlich und haben Torchancen zugelassen. Der Gegner wollte die Geschenke aber nicht annehmen", so der Coach. "Ansonsten gibt es in diesen ersten Spielen keine taktischen Vorgabe für die Mannschaft. Alle sollen zum Einsatz kommen und jeder kann sich zeigen."

Am Sonntag gibt es für die Mannschaft erst mal einen freien Tag. Der zweite Test folgt am Dienstag. Im Villinger Stadion Friedengrund ist der SC Freiburg dann um 18 Uhr beim Oberligisten FC 08 Villingen zu Gast.


SC Freiburg (erste Hälfte): Pouplin - Cha, Williams, Butscher, Olle Olle - Banovic, Sirigu, Makiadi, Glockner - Idrissou, Jäger;
SC Freiburg (zweite Halbzeit): Salz - Mujdza, Barth, Williams, Rathgeb - Schuster, Abdessadki, Roth, Targamadze - Resinger, Bechmann