Gefeiert wird auf jeden Fall am 15. Mai: Der FC St. Pauli feiert dann sein 100-jähriges Jubiläum.

Schon eine knappe Woche vorher aber soll die Festwoche beim hanseatischen Traditionsverein mit dem Bundesliga-Aufstieg eingeleitet werden.

Vor drei Jahren noch in der Regionalliga

Doch während die Fans schon jetzt mit glänzenden Augen an den 34. und letzten Spieltag der 2. Bundesliga am 9. Mai denken, lässt Trainer Holger Stanislawski dieses Datum völlig kalt.

"Mich interessiert jetzt nicht, wo wir im Mai stehen, ich beschäftige mich mit unserem ersten Auswärtsspiel am 16. Januar in Ahlen", sagt der Erfolgscoach, der mit seinem Team noch vor drei Jahren in der damals drittklassigen Regionalliga Nord auf einem Mittelfeldplatz stand.

Nun aber gehen die Hamburger von Tabellenplatz zwei aus in einer Rückserie, an deren Ende die Rückkehr in die Bundesliga stehen soll. "Wir stehen zu Recht dort, aber es ist leichter, nach oben zu kommen als dort zu bleiben", warnt Stanislawski und fordert: "Die Mannschaften hinter uns drängen nach vorn. Deshalb müssen wir noch mehr tun als in der Hinrunde."

Sukuta-Pasu freut sich auf St. Pauli

Dabei kräftig mithelfen soll und will Richard Sukuta-Pasu, Leihgabe vom Bundesliga-Herbstmeister Bayer 04 Leverkusen. Der Sohn eines Kongolesen und einer Französin, 2008 mit Deutschland U-19-Europameister, hat bereits 44 Mal in diversen DFB-Nachwuchsmannschaften das Nationaltrikot getragen.

"Richard passt absolut in unser Anforderungsprofil. Er kann uns helfen und wird seine Einsatzzeiten bekommen", glaubt Stanislawski. Auch der Stürmer ist von einer positiven sportlichen Zukunft am Millerntor überzeugt: "St. Paulis offensiver Fußball wird mir liegen."

Großteil der Spieler soll bleiben

Sollte der Aufstieg tatsächlich gelingen, stünde den Norddeutschen pünktlich zur neuen Saison auch eine erstklassige Spielstätte zur Verfügung. Denn nach der neuen Südtribüne wird im Verlauf der Rückserie auch eine neue Haupttribüne errichtet, die zusätzliche Einnahmen ermöglicht.

Erleben soll die neue Kundschaft dann ein homogenes Team ohne große Fluktuation. "Maximal drei neue Spieler", kann sich der bis November 2011 gewählte Klub-Boss Corny Littmann vorstellen.

Wie das Gros der Mannschaft möchte Littmann auch Coach Stanislawski am Millerntor halten. Schließlich schloss der engagierte Fußballlehrer seine Ausbildung im vergangenen Jahr als Jahrgangsbester ab. "Über kurz oder lang wird unser Trainer ganz sicher in der Bundesliga arbeiten, die Frage ist nur: Mit oder ohne den FC St. Pauli", sagt Littmann.