Es wird kein Festival der guten Laune, wenn Greuther Fürth und Alemannia Aachen am Montagabend aufeinandertreffen. Zwei Mannschaften, die bisher hinter den Erwartungen zurück geblieben sind, kämpfen gegen den Trend: Die Gastgeber haben die letzten drei Heimspiele am Stück verloren, die Alemannia reist mit zwei Niederlagen in Serie nach Franken (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Für "Kleeblatt"-Trainer Benno Möhlmann geht es darum, dass seine Mannschaft wieder Fuß fasst: "Von der Spielweise und von den Punkten her sind wir zuletzt nicht gut drauf gewesen. Aber unser Anspruch ist eine gute Leistung. Und die Spieler müssen wieder Vertrauen in die Mannschaft haben. Wir wissen, dass wir nur gemeinsam als Team funktionieren."

Kampf und Leidenschaft sind verlangt

Der Fürther Trainer sieht die Aachener auf Augenhöhe: "Der Gegner ist nicht besser als wir, steht in der Tabelle sogar schlechter. Das wird ein interessantes und schwieriges Spiel." Erfreulich für Möhlmann ist die Tatsache, dass sich die Personalsituation entspannt hat: "Wenn nichts mehr passiert, muss ich morgen Spielern sagen, dass sie nicht für den abendlichen Kader nominiert werden. Das war lange nicht mehr der Fall und wir müssen auch keine Spieler aus dem Nachwuchsbereich holen."

Nicht dabei sind definitiv die Langzeitverletzten Christian Rahn, Asen Karaslavov, Leo Haas und Edgar Prib. Als zweiter Torhüter rutscht Max Grün in den Kader, da sich Jasmin Fejzic in der vergangenen Woche eine Meniskus-Quetschung zuzog.

Aachens Trainer Michael Krüger fordert angesichts der Ausgangslage beider Teams mit vollem Einsatz in die Partie zu starten: "Es wird wohl kaum darum gehen, eine spielerische Glanzleistung abzuliefern." Weiterhin appellierte der Coach an die Mannschaft: "Es geht nicht um Schönspielerei, sondern um unbedingten Siegeswillen, Laufbereitschaft und unbändigen Kampfgeist. Es geht darum, das Spiel allen Widrigkeiten zum Trotz anzunehmen. Wem das gelingt, der wird das Spielfeld als Sieger verlassen."

Krüger: "Führungsspieler gefragt"

Unter der Woche sammelte Krüger "positive Trainingseindrücke", zudem stand die Verarbeitung der zuletzt gezeigten Leistungen mit dem Tiefpunkt beim Ahlen-Spiel im Vordergrund. Die Mannschaft hielt eine interne Sitzung ab, dazu waren Geschäftsführer, Aufsichtsratsvorsitzender und Präsident während der Woche in der Kabine zu Gast. Es sollte also jeder sensibilisiert sein, was die Stunde geschlagen hat. "Cristian Fiel, aber auch alle, die den Anspruch haben, Führungsspieler zu sein, sind jetzt gefragt voranzugehen. Worte sind genug gewechselt, jetzt sind Taten gefragt", bringt es der Coach auf den Punkt.

Kapitän Fiel kehrt nach seiner Gelbsperre zurück ins Team, Kevin Kratz ist wieder fit. Neben den Langzeitverletzten fällt nur Hervé Oussalé wegen der fünften Gelben Karte aus. Die Fahrscheine für den Zug nach Fürth gibt Krüger erst unmittelbar vor der Abfahrt am Sonntag aus: "Es kommt darauf an, wer mir signalisiert, dass er mit hundertprozentigem Einsatz bei der Sache ist."