Köln - Bei den Samstagspartien der 2. Bundesliga treffen mit dem FC Ingolstadt und dem SV Sandhausen zwei Mannschaften mit gegensätzlicher Form aufeinander. Im zweiten Spiel versucht der 1. FC Kaiserslautern endlich nicht mehr Lieblingsgegner des VfR Aalen zu sein (Beide Spiele ab 12:45 Uhr im Liveticker).

Der FC Ingolstadt ist auch im neuen Jahr die dominante Mannschaft der 2. Bundesliga. Die Schanzer starteten mit einem Sieg gegen Greuther Fürth (Spielbericht) aus der Winterpause. Die bisher einzige Saisonniederlage kassierte der FCI vor sieben Spielen gegen Nürnberg, danach gewann die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl fünf von sechs Partien.

"Wir brauchen eine absolute Topleistung"

Übermütig wird der FCI-Coach deswegen aber trotzdem nicht. "Wir sind in so gut wie jedem Spiel zumindest leichter Favorit. Aber jeder, der die Liga einschätzen kann ist gut beraten, den Tabellenplatz des Gegners nicht als Alleinstellungsmerkmal für seine Klasse zu sehen. Die Liga ist so eng, wir haben versucht aus jedem Spiel zu lernen", sagt Hasenhüttl auf der Pressekonferenz. "Wir werden eine absolute Topleistung brauchen und sind gewarnt."

Gewarnt ist selbstverständlich auch der SV Sandhausen. Trainer Alois Schwartz ist vom Erfolg der Ingolstädter nicht überrascht: "Ich habe schon nach dem Hinspiel gesagt, dass Ingolstadt oben dabei sein wird. Das ist eine Mannschaft, die völlig zurecht da oben steht." Sein Team hat in den letzten Spielen fast das Gegenteil des FCI erfahren müssen. In den letzten sieben Spielen gelang dem SVS nur ein Dreier. In der Vorwoche zeigten die Sandhäuser beim 0:0 gegen Schlusslicht St. Pauli eine schwache Leistung (Spielbericht). "Von der Mannschaft muss eine Reaktion kommen", fordert Schwartz. Chancenlos sieht er seine Mannschaft nicht, als Außenseiter aber durchaus. "Es kann eine, zwei oder drei Änderungen geben", sagt er über die mögliche Aufstellung. "Wir müssen schauen, wie es am besten zum Gegner passt, damit wir aus Ingolstadt etwas mitnehmen, wo keiner damit rechnet."

Schluss mit Lieblingsgegner?

Der 1. FC Kaiserslautern hat in den fünf Duellen gegen den VfR Aalen erst einen Sieg mitnehmen können. Diese Serie will der FCK natürlich beenden. Von einem Angstgegner will Trainer Kosta Runjaic auch nichts wissen: "Natürlich haben wir Respekt vor Aalen, wir dürfen sie zu keiner Sekunde unterschätzen, aber wir haben keine Angst", sagt Runjaic vor dem Spiel. "Das haben gerade die Ergebnisse in den letzten Jahren gezeigt. Die Mannschaft wird das Spiel akribisch und fokussiert angehen, die Jungs wollen die Leistung aus Braunschweig bestätigen und freuen sich auf das erste Heimspiel. Wir wollen unsere Serie zu Hause ausbauen, am liebsten mit einem Sieg."

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Wie er die Aalener bezwingen will, ließ er ebenfalls durchblicken: "Wenn Aalen Fehler macht, müssen wir das ausnutzen und konsequent sein. Wir wissen um ihre Stärken, aber es liegt vor allem an uns", so Runjaic. "Wir haben die Mittel sie zu knacken, dazu gehört unser dominantes und aggressives Auftreten und der Ball in die Tiefe im richtigen Moment."

Aalens Trainer Stefan Ruthenbeck geht optimistisch in das Spiel. "Zu wissen, dass wir dort gewinnen können, ist doch gut", sagt Ruthenbeck mit Blick auf die letzten Ergebnisse. Aalens Mittelfeldspieler Jürgen Gjasula geht die Aufgabe selbstbewusst an: "Favorit hin oder her. Das Spiel fängt bei 0:0 an", sagt Gjasula. "Auch der FCK muss uns erst einmal schlagen. Wir werden alle Mittel, die uns zur Verfügung stehen, dagegensetzen."

Eine ausführlichere Vorschau auf das Spiel zwischen Kaiserslautern und Aalen finden sie hier.