In der Rostocker DKB-Arena kommt es beim Duell zwischen Hansa und dem Karlsruher SC zum Treffen zweier Ex-Bundesligisten. In dieser Saison begegnen sie sich ebenfalls auf Augenhöhe, wenn auch nicht auf gewünschter. Außerdem spielt der FSV Frankfurt in Oberhausen (beide Partien ab 12:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Die zuletzt nicht zur Verfügung stehenden Oliver Schröder und Martin Retov werden wohl in die Startelf der "Kogge" zurückkehren. "Martin ist seit Montag im Mannschaftstraining, Oliver seit Mittwoch wieder voll dabei", sagte Andreas Zachhuber vor dem Spiel.

Die Personallage hat sich entspannt

Zudem kehrte auch Bradley Carnell ins Mannschaftstraining zurück. "Es ist natürlich schöner, jetzt wieder 20 Leute auf dem Trainingsplatz zu haben als zuletzt teilweise nur zwölf oder 13. Damit können wir nicht nur mehr Erfahrung auf den Platz schicken, sondern es wird auch spürbar, dass wieder eine Konkurrenzsituation entstanden ist", so der Hansa-Coach.

Die soll unter anderem auch dafür sorgen, dass die Führungsspieler der Vorsaison wieder zu ihrer damaligen Form finden. "Wenn ich sehe, dass Enrico Kern und Mario Fillinger in der entscheidenden Saisonphase zusammen 14 Tore geschossen haben, in der laufenden Saison aber noch nicht ein einziges Tor erzielen konnten, erklärt das natürlich auch, woran es zuletzt fehlte."

Fillinger: "Müssen endlich wieder punkten"

Nachdem Kern nach längerer Verletzungspause schon im vergangenen Auswärtsspiel in Aachen wieder in die Startformation zurückgekehrt war, wird nun gegen den KSC auch Mario Fillinger wohl erstmals wieder von Beginn an die Position im linken Mittelfeld bekleiden. "Ich freue mich, dass ich wieder in die erste Elf gerutscht bin und möchte meine Stärken wieder einbringen", erklärte Fillinger, der hofft, dass die Negativserie von zuletzt vier Niederlagen in Folge beendet wird: "Über den Kampf müssen wir ins Spiel finden und endlich wieder punkten. Auch der KSC ist unzufrieden mit seiner aktuellen Situation, diese Chance sollten wir nutzen."

Mit einem Sieg könnte die "Kogge" nach Punkten zum direkten Kontrahenten aufschließen, ihn bei einem Sieg mit zwei Toren Differenz sogar überflügeln. "Ich hoffe, alle Spieler wissen um die Bedeutung dieser Partie", appellierte Zachhuber an sein Team und ergänzte: "Wir sind mitten drin im Abstiegskampf, da gibt es nichts zu beschönigen. Schließlich haben wir nur drei Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz. Wir müssen alles daran setzen, das Spiel gegen den KSC zu gewinnen."

Timm fällt nach OP mehrere Monate aus

"Wir fahren dorthin, um zu gewinnen", gab sich auch KSC-Cheftrainer Markus Schupp selbstbewusst. Auf die leichte Schulter nimmt der Coach die Partie aber natürlich nicht: "Das wird ein ganz, ganz schwieriges Spiel."

Die Badener wollen insbesondere an ihre Leistung der ersten Halbzeit im Spiel gegen Union Berlin anknüpfen, nach 45 Minuten stand es 3:0 für den KSC. "Da haben wir Spielfreude, Mut, einen guten Abschluss vor dem Tor und ein kompaktes Defensivverhalten an den Tag gelegt", deutet Schupp die Tugenden an, die er von seinen Spielern auch am Samstag wieder erwartet.

Die weite Reise an die Ostsee wird Christian Timm nicht antreten können. Er wurde wegen einem Knorpelschaden am Knie operiert und wird mehrere Monate ausfallen. "Dieser Ausfall wirkt sehr schwer, da Christian einer der komplettesten Spieler ist, die wir haben", sagte Schupp, der ansonsten nur auf die Langzeitverletzten Gaétan Krebs (Knieprobleme) und Massimilian Porcello (Reha) verzichten muss.




Rot-Weiß Oberhausen - FSV Frankfurt

Auswärts konnte der FSV in dieser Runde bisher noch gar nichts reißen. Nach sechs Auftritten auf fremden Plätzen stehen für die Hessen derzeit nur ein einziges Tor und null Punkte zu Buche. Oberhausen will dagegen seine bisherige sehr gute Punktausbeute mit dem 5. Heimsieg der Saison ausbauen.

Mit einem Sieg würde das "Kleeblatt" im oberen Tabellendrittel verbleiben und "einen mächtigen Schritt nach vorne machen", sagte RWO-Trainer Jürgen Luginger. Verzichten muss er hierbei allerdings auf seinen Verteidiger Thomas Schlieter, der sich in der vergangenen Woche einen Muskelfaserriss im rechten vorderen Oberschenkel zugezogen hat. Neben Schlieter muss Oberhausen weiterhin auf Tim Kruse (Achillessehnenbeschwerden), Jamal (Mittelfuß-Blessur), Dominik Borutzki, Timo Uster und Felix Luz (alle in der Reha) verzichten.

FSV-Geschäftsführer lobt den Gegner

Gute Nachrichten gibt es hingegen aus dem Lazarett der Frankfurter: Lediglich die langzeitverletzten Junior Ross (Labrumriss), Dajan Simac (Blinddarm-OP), Christian Müller und Anil Albayrak (beide Kreuzbandriss) sind noch nicht wieder zurück im Teamtraining. "Es ist erfreulich, dass wir 23 Feldspieler und drei Torhüter im Mannschaftstraining haben. Das steigert die Alternativen und schürt den Konkurrenzkampf", verkündete FSV-Cheftrainer Hans-Jürgen Boysen freudig.

Zum kommenden Gegner sagte Boysen: "Oberhausen spielt befreit, ohne Druck und sehr aggressiv. Sie legen ein wahnsinniges Laufpensum an den Tag. Aber ich bin überzeugt, dass wir unseren Rhythmus finden werden."

FSV-Geschäftsführer Bernd Reisig bezeichnete es als dringend notwendig, Punkte vom Niederrhein mitzunehmen. Mit drei Zählern würde der Anschluss an den Relegationsplatz hergestellt werden. Doch gleichzeitig warnte er vor der Schwierigkeit der Aufgabe: "Oberhausen ist überraschend stark, das sieht man an der Punkteausbeute und dem Tabellenstand. Dort wurde mit sehr wenig Geld sehr viel erreicht."