München - Beim Debüt des neuen Trainers wurde gegen Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf immerhin ein Punkt geholt. Dennoch ist Dynamo Dresden mit Coach Olaf Janßen weiterhin als einziges Zweitliga-Team sieglos und steht zum dritten Mal in Folge am Tabellenende. Gegen den Sechzehnten Paderborn gilt es nun, den ersten Dreier einzufahren.

Den letzten Platz teilt sich Dresden mit Ingolstadt. Auch die Schanzer wollen unten raus und mit dem zweiten Saisonsieg den Anschluss zu den Nicht-Abstiegsplätzen wahren. Sie treten beim FSV Frankfurt an, beide Partien (So., ab 13:15 Uhr im Live-Ticker).

Wann platzt in Dresden endlich der Knoten? Nur Dynamo ist noch sieglos und teilte die Punkte gleich vier Mal, häufiger als jeder andere Zweitligist. "Das Spiel ist nicht kriegsentscheidend, aber mit einem Erfolg könnten wir unseren Leidensweg verkürzen", blickt Trainer Olaf Janßen im "kicker" auf die Partie gegen den SC Paderborn. Zuletzt gab es beim Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf mit einem Unentschieden ein durchaus gelungenes Debüt für den Dynamo-Coach. Tobias Müller erzielte den umjubelten Ausgleichstreffer, dennoch bedeutet das nicht, dass er auch gegen Paderborn in der Startelf steht. "Die Uhren werden jede Woche neu auf null gedreht. Allerdings ist die Wahl auch eine Ausrichtungsfrage", deutet Janßen eine taktische Umstellung an. Verzichten muss der neue Trainer bei seinen Planungen gleich auf mehrere Akteure. Markus Scholz (Kapselanriss im Knie), Alban Sabah (Knochenhautreizung), Cristian Fiel und Tobias Kempe, die sich noch in der Reha befinden, fallen aus.

Auch Paderborn hängt weiter unten drin, befindet sich aber im Aufwärtstrend. Die Westfalen belegen Platz 16, entschieden jedoch zwei der letzten drei Spiele für sich. Die jüngsten Erfolge sollen die Paderborner auch in der Partie bei Dynamo pushen. "In Dresden wollen wir nicht nur 45 Minuten glänzen, sondern uns über die gesamte Spielzeit an den Plan halten. Dann haben wir gute Chancen, dort zu gewinnen", betont Trainer Andre Breitenreiter. Häufig schaffte man es nicht, eine Führung auch ins Ziel zu bringen, selbst ein 2:0-Vorsprung reichte in Bochum (2:4-Niederlage) und Bielefeld (3:3) für die Paderborner nicht aus, um den Dreier mitzunehmen. Personell mussten die Ostwestfalen vor dem Kräftemessen in Dresden einen weiteren Rückschlag hinnehmen: Linksfuß Thomas Bertels fällt mit einer Knieverletzung aus. Auch Tim Welker und Alban Meha werden definitiv fehlen. Dazu kommen eine ganze Reihe Wackelkandidaten: Der Einsatz von Markus Krösche (Knieprellung), Daniel Brückner (Bauchmuskulatur), Jens Wemmer (Sehnenreizung am Fuß) und Christian Strohdiek (Schultereckgelenksprengung) steht auf der Kippe. Mahir Saglik wird dem SCP voraussichtlich wieder zur Verfügung stehen.



Schiedsrichteransetzungen

Genau wie Dresden will auch Ingolstadt unten raus. Die Schanzer haben bereits fünf Spiele verloren, so viele wie in der gesamten Hinrunde der Vorsaison. Marco Kurz lässt vor der Partie in Frankfurt aber keine Ausreden gelten: "Wir sind gefordert, zu punkten." Der Cheftrainer des FCI verspricht ein engagiertes Auftreten seiner Schützlinge. "Wir beißen uns rein. Die Mannschaft ist absolut gewillt, es besser als gegen Union zu machen", kündigt Kurz an, weiß aber auch, dass mit dem FSV ein disziplinierter Gegner wartet. Personell kann er fast aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Andre Mijatovic und Moritz Hartmann, die sich noch im Aufbautraining befinden, fehlen.

Der FSV ist seit nunmehr drei Partien ohne Sieg. Zwar erzielten die Frankfurter in den letzten sechs Spielen immer mindestens einen Treffer, zu drei Punkten reichte es aber nur zwei Mal. "Jetzt geht es darum, das Spiel zu gewinnen und einen Dreier einzufahren", gibt Trainer Benno Möhlmann die Marschroute vor. Besonders die Chancenverwertung ist ein Problem der Hessen. Um erfolgreich zu sein, sieht Möhlmann genau dort Verbesserungsbedarf. Die Mannschaft müsse eine größere Effizienz ins Spiel bringen, damit "wir die Torchancen, die wir uns erarbeiten, in Tore umsetzen und uns für das, was wir auf den Platz bringen, belohnen". Für das Spiel gegen Ingolstadt steht Tim Heubach, der sich noch im Aufbautraining befindet, nicht zur Verfügung. Ausgeschlossen ist auch der Einsatz von Nils Teixeira, der gelb-rot gesperrt ist.



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