München - Zwei Spieltage vor Saisonende sind in der 2. Bundesliga zwei Entscheidungen bereits gefallen: Eintracht Frankfurt und die SpVgg Greuther Fürth gehen in die Bundesliga hoch. Weiterhin hart umkämpft ist dagegen der Relegationsplatz 3.

Um diesen Rang liefern sich am 33. Spieltag Fortuna Düsseldorf, der FC St. Pauli und der SC Paderborn einen Dreikampf. Die "Rot-Weißen" müssen in Fürth ran, die "Kiezkicker" reisen nach Dresden und der SCP hat den FSV Frankfurt zu Gast (So., ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Die SpVgg Greuther Fürth hat mit dem1:1-Unentschieden am 32. Spieltag beim FSV Frankfurt den Aufstieg in die Bundesliga perfekt gemacht. Fortuna Düsseldorf benötigt im Auswärtspiel bei den Franken dringend drei Punkte, um den Relegationsplatz 3 zu verteidigen. Mit der Spielvereinigung wartet die beste Abwehr der 2. Bundesliga auf das Team von Norbert Meier. Fürth musste erst 24 Gegentore hinnehmen und spielte in dieser Saison bereits 18 Mal zu Null.

Dass es für seine Spieler nicht einfach wird, steht für Fortuna-Coach Norbert Meier fest: "Meine Jungs müssen mit den Gegebenheiten, die dort herrschen, klarkommen. Es ist eine große Willensleistung vonnöten. Die Mannschaft hat zuletzt gezeigt, dass sie lebt, und konnte Selbstvertrauen tanken." In den vergangenen vier Partien wechselten sich bei den Rheinländern Heimsieg und Auswärtsniederlage ab, zuletzt gab es einen 2:1-Heimerfolg gegen den 1. FC Union Berlin.

Die "Kleeblätter" haben unter Mike Büskens keines der vier Spiele gegen Düsseldorf für sich entschieden (zwei Niederlagen, zwei Remis). "Wir wollen unseren 15. Heimsieg einfahren, um einen würdigen Rahmen für die Feier zu schaffen", sagte Büskens selbstbewusst dem "Express". Den Franken fehlen gegen die Fortuna Kevin Kraus (Kreuzbandriss), Robert Zillner (Kreuzbandriss) und Kingsley Onuegbu (Aufbautraining). Meier muss in Fürth auf Robert Almer (Muskelverletzung), Johannes van den Bergh (Wadenverletzung) und Maximilian Beister (Muskelquetschung Einblutung in der Wade) verzichten.



Schiedsrichteransetzungen

Der FC St. Pauli befindet sich nur einen Punkt hinter Relegationsplatz 3. Mit einem Erfolg gegen Dynamo Dresden soll noch einmal der Angriff auf Fortuna Düsseldorf gestartet werden. Allerdings holten die Hanseaten aus den vergangenen zehn Spielen lediglich drei Siege, am vergangenen Wochenende gab es aber einen klaren 3:0-Triumph gegen den F.C. Hansa Rostock. Deswegen war St. Pauli-Trainer Andre Schubert mit der Leistung seiner Offensive auch sehr zufrieden: "Wir wollen daran anknüpfen." Gegen die Sachsen müssen die Hamburger auf Fabio Morena verzichten, der sich mit muskulären Problemen herumplagt.

St. Pauli und Dresden trafen im Hinspiel zum ersten Mal in der 2. Bundesliga aufeinander, dabei gingen die Hanseaten mit 3:1 als Sieger vom Platz. Dennoch zollt Schubert dem kommenden Gegner großen Respekt. "Besonders gegen die Großen haben sie mehrfach gute Leistungen gezeigt. Dresden hat sowohl Fürth als auch Düsseldorf geschlagen", dokumentiert Schubert die Stärke von Dynamo. "St. Pauli wird mit viel Elan in das Spiel gehen, denn die Mannschaft muss Präsenz zeigen, wenn sie das Tor zur Bundesliga weiterhin offen halten will", schätzt Dynamo-Coach Ralf Loose die Gäste ein.

Die Hausherren haben Verletzungssorgen: Dennis Eilhoff (Reha nach Finger-OP), Vujadin Savic (Angina), Lars Jungnickel (Adduktorenzerrung), Marvin Knoll (Muskelfaserriss im Oberschenkel), Gerrit Müller (Sprunggelenkprobleme), Clemens Walch (Patellasehnen-Probleme) und Pavel Fort (Außenbandriss im Fuß) stehen gehen St. Pauli nicht zur Verfügung.



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Schon jetzt steht fest, dass beim Spiel gegen den FSV Frankfurt so viele Paderborner Zuschauer im Stadion sein werden wie nie zuvor. Erstmals hat der SCP die Blöcke E und F (rund 2.000 Stehplätze) für die Heimfans geöffnet. "Das ist ein Grund mehr, um den großen Wunsch zu erfüllen, in diesem Spiel einen Heimsieg zu landen", findet Trainer Roger Schmidt.

Der 45-Jährige will mit seinem Team gegen eine "kompakte Defensive der Gäste geduldig agieren und sich keine Fehler im Defensivverhalten erlauben". Während Thomas Bertels nach abgesessener Gelb-Sperre voraussichtlich in die Startformation zurückkehrt, stehen Fragezeichen hinter den Einsätzen von drei Stammspielern. Florian Mohr und Enis Alushi mussten mit leichten Blessuren das Freitag-Training ebenso auslassen wie Jens Wemmer, der an einer Reizung im Adduktorenbereich laboriert.

Angesichts der nackten Zahlen dürfte dem FSV Frankfurt nicht angst und bange werden. Von sechs Spielen hat der FSV gegen Paderborn keines verloren, gar drei gewonnen. Dennoch weiß Trainer Benno Möhlmann, dass "wir bei einer Mannschaft aus dem oberen Drittel auswärts noch nicht gepunktet haben". Gegen die Ostwestfalen muss der 57-Jährige Chadli Amri (Wadenbeinbruch), Mario Fillinger (Knöchelbruch) und Tufan Tosunoglu (Quadrizepsmuskelriss) ersetzen.



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Frankfurts Trainer Armin Veh nimmt die Partie gegen 1860 auch nach dem perfekten Aufstieg nicht auf die leichte Schulter. "Wir können jetzt ohne Druck ins Spiel gehen, das ist schon schön. Trotzdem wollen wir aber gewinnen! Immerhin haben wir noch ein Ziel, wir wollen Meister werden", kündigte Veh an. Zum Personal sagte Veh: "Alex Meier ist noch angeschlagen, sein Einsatz ist fraglich. Pirmin Schwegler hat keine große Beschwerden mehr und wird nach seiner Gelbsperre wohl auch wieder dabei sein können. Außerdem ist Constant Djakpa ja nach seiner Sperre wieder im Kader. Bei Sonny Kittel können wir noch nicht sagen, ob er trotz einer Bronchitis dabei sein kann."

"Das wird sehr schwierig, dort etwas mitzunehmen", sagt 1860-Trainer Reiner Maurer, "aber wir wollen bei der Aufstiegsfeier nicht Pate stehen. In dieser Saison konnten wir ja schon einige Serien beenden." Unter anderem im Hinspiel, als die Eintracht am 16. Spieltag ungeschlagen in die Allianz Arena gereist war, dort den "Löwen" am Ende mit 1:2 unterlag.

Trotzdem bleibt Maurer Realist: "Wir sind krasser Außenseiter. Frankfurt verfügt über den besten Kader der 2. Bundesliga." Dazu kommt, dass der Traditionsverein aus der hessischen Metropole in dieser Spielzeit zuhause noch ungeschlagen ist. Die "Löwen" müssen in Frankfurt auf Stefan Aigner verzichten. Der offensive Mittelfeldspieler kassierte gegen Ingolstadt seine fünfte Gelbe Karte. Überraschenderweise wird der 21-jährige Vitus Eichner das Tor hüten, Gabor Kiraly nimmt auf der Bank Platz.



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