Dominik Kaiser spielt seit 2012 für RasenBallsport Leipzig - © © gettyimages / Karina Hessland
Dominik Kaiser spielt seit 2012 für RasenBallsport Leipzig - © © gettyimages / Karina Hessland
2. Bundesliga

Dominik Kaiser: "Wir glauben immer an uns"

Köln - RB Leipzig hat am letzten Spieltag mit dem vierten Sieg in Folge die Tabellenführung der 2. Bundesliga übernommen und sich bereits ein Polster von acht Punkten auf den Relegationsplatz verschafft. Die Sachsen gastieren nun am Samstag bei der SpVgg Greuther Fürth. Vor dem Duell mit den Franken spricht Leipzigs Kapitän Dominik Kaiser im Interview mit bundesliga.de über die Entwicklung der Mannschaft, Trainer Ralf Rangnick und die Aufstiegsambitionen.

"Auswärts punkten wir richtig gut"

bundesliga.de: Dominik Kaiser, RB Leipzig hat acht der letzten neun Punktspiele gewonnen und Platz 1 in der Tabelle der 2. Bundesliga übernommen. Kommt die Mannschaft so langsam richtig ins Rollen?

Dominik Kaiser: Ich denke schon. Wenn man so eine Serie hinlegt, gibt einem das ein richtig gutes Gefühl. Das ist auch in der Mannschaft fest verankert. Wir glauben immer an uns und haben auch in dem einen oder anderen kniffligen Spiel eine Lösung gefunden.

bundesliga.de: An welche Partien denken Sie dabei?

Kaiser: In den Auswärtsspielen in Bielefeld oder Karlsruhe waren wir keineswegs haushoch überlegen. Es waren sehr enge Spiele, in denen wir manchmal auch ein bisschen das Glück auf unserer Seite hatten. Wir haben dann aber auch vorne die Qualität, das Tor zu machen. Auch gegen Duisburg hätte das Spiel anders ausgehen können. Wir waren aber sicher, dass wir zumindest einen Punkt holen würden. Und dann hat es am Ende sogar noch dreifach geklappt (RB drehte das Spiel nach einem 1:2-Rückstand noch und gewann 4:2, die Red.). Die Punkteausbeute der letzten Wochen sieht sehr gut aus. Das wollen wir mit einem Sieg am Samstag in Fürth krönen.

bundesliga.de: RB Leipzig hat in dieser Saison elf Siege eingefahren, sieben davon mit einem Tor Vorsprung, vier mit zwei Treffern Differenz. Das spricht dafür, dass die Mannschaft immer ans Limit gehen muss, um die Dreier zu holen.

Kaiser: Das ist uns auch bewusst, und das ist auch gut so. Wir müssen in jeder Partie unsere Topleistung abrufen, ansonsten haben wir wie jede andere Mannschaft der 2. Bundesliga, Probleme zu punkten. Deshalb geht jeder Spieler von uns mit dem Wissen ins Spiel, dass wir individuell aber auch als Mannschaft alle funktionieren müssen. Im Moment bekommen wir das auf dem Platz gut umgesetzt. Auswärts klappt das manchmal schon richtig gut. Dort punkten wir im Vergleich zum letzten Jahr sehr konstant.

bundesliga.de: War es eine Frage der Zeit, bis sich die neuformierte Mannschaft gefunden und das System des neuen Trainers Ralf Rangnick verinnerlicht hat?

Kaiser: Das war sicherlich ein Lernprozess. Wir hatten im Sommer einen großen Umbruch im Kader, ein neuer Trainer kam. Die meisten Spieler wussten zwar, in welche Richtung es geht. Trotzdem hat ein neuer Coach immer auch eine andere Ansprache, er achtet auf andere Details. Es hat etwas gedauert, wenngleich wir auch am Anfang der Saison das eine oder andere gute Spiel gemacht haben. Aber die Konstanz über 90 Minuten haben wir in den letzten Wochen reinbekommen. Inzwischen funktioniert alles viel besser.

bundesliga.de: Wie ist Ihr Verhältnis als Mannschaftskapitän zu Ralf Rangnick?

Kaiser: Ich komme mit ihm sehr gut zurecht. Es spielt auch keine Rolle, ob ich Kapitän bin. Ich kenne ihn schon sehr lange und durfte auch schon in Hoffenheim unter ihm trainieren. In den letzten Jahren in Leipzig war er zwar nicht mein Cheftrainer, aber trotzdem immer präsent und bei den Spielen dabei. Wir Spieler haben ein sehr gutes Verhältnis zu ihm und wissen, dass er enorme Qualitäten hat. Seine Erfolge in der Vergangenheit unterstreichen das. Wir sind sehr glücklich, dass er unser Trainer ist.

"Können uns bis zum Schluss oben halten"

bundesliga.de: Sie haben 83 Spiele für Leipzig absolviert, 24 Tore geschossen und 22 Assists gegeben. Das sind starke Zahlen, zumal Sie sich in verschiedenen Spielklassen beweisen mussten. Wie zufrieden sind Sie mit sich in dieser Saison?