Platz 3 als Aufsteiger - viel besser hätte die Rückkehr von Fortuna Düsseldorf in die 2. Bundesliga bislang kaum laufen können. Anstatt sich angesichts des Erreichten zurückzulehnen, verlangt Coach Norbert Meier von seinem Team auch im letzten Spiel vor der kurzen Winterpause bei Hansa Rostock volle Konzentration und den absoluten Willen, dagegen zu halten. (beide Samstagsspiele ab 12:45 Uhr im Live-Ticker)

Jegliche Gedanken an Urlaub und Weihnachtsgänse schließt er von vornherein aus.

Hansa trifft das Tor nicht mehr

"Hansa Rostock verfügt über eine personell gut bestückte Mannschaft und wird alles daran setzen, sich vor der Winterpause mit einem Erfolgserlebnis sowohl vom eigenen Publikum als auch vom Tabellenkeller zu verabschieden", sagte Meier.

Aktuell wartet Hansa jedoch seit 249 Minuten, also seit über vier Stunden, auf einen Torerfolg. Rostocks Trainer Andreas Zachhuber weiß, wo der Hebel anzusetzen ist: "Was wir in Cottbus in der Offensive geboten haben, war zu wenig. In jedem Spiel muss man sich mindestens sechs bis acht sehr gute Chancen erarbeiten. Und es muss uns natürlich auch gelingen, endlich wieder das Tor zu treffen. Mit einem Sieg wollen wir auf 22 Punkte kommen. Es wäre schön, wenn wir vielleicht schon zur Winterpause auf Rang 8 bis 12 stehen könnten." Momentan belegen die Hanseaten zwar nur Platz 15, haben aber auch nur zwei Punkte Rückstand zum Tabellenachten SC Paderborn 07.

Bülow: "Düsseldorf hat einen Lauf"

Der Respekt vor den Rheinländern ist groß an der Ostsee. "Eine gute Truppe, deren Stürmer regelmäßig treffen und die zu Recht so weit oben steht", warnt Zachhuber. Kai Bülow kann seinem Trainer nur beipflichten: "Wer nach 16 Spieltagen 30 Punkte hat, muss gute Fußballer in seinen Reihen haben. Hinzu kommt, dass die Mannschaft momentan einen sehr guten Lauf hat."

Doch auch der Innenverteidiger ist optimistisch, dass der F.C. Hansa sich den siebten Saisonsieg unter den Tannenbaum legen kann: "Wir sind gut vorbereitet, jeder Spieler weiß, was auf ihn zukommt. Wir wollen das Spiel gegen Düsseldorf unbedingt gewinnen. Und dann werden wir ja sehen, für welchen Tabellenplatz das reicht."

Hansas Kapitän mit Beschwerden

Große Veränderungen im Vergleich zum Cottbus-Spiel wird es im Hansa-Kader nicht geben. "Vielleicht auf einer, maximal aber auf zwei Positionen könnte es eine Änderung geben, aber groß umbauen werde ich die Mannschaft nicht", erklärte Zachhuber. Fraglich ist der Einsatz von Kapitän Martin Retov (Rippenanbruch).

Wenig Neues gibt es aus dem Verletzten-Lager der Fortuna zu berichten: Dmitriy Bulykin laboriert weiterhin an einem Haarriss im Mittelfußknochen. Marco Christ wird nach seinem Innenband-Teilabriss im Knie erst im Trainingslager in Spanien wieder ins Training einsteigen. Ebenso wie der noch für drei weitere Spiele gesperrte Ranisav Jovanovic wird auch Hamza Cakir aufgrund einer Verletzung die Reise an die Ostsee nicht antreten können.




SpVgg Greuther Fürth - Karlsruher SC

Die Vorbereitung der SpVgg Greuther Fürth auf das abschließende Heimspiel der Heimrunde gegen den Karlsruher SC wurde durch den Frost der letzten Tage erschwert, zwei Mal mussten die "Kleeblätter" auf den Kunstrasen ausgeweichen. Benno Möhlmann glaubt aber, dass sein Team noch vom guten und intensiven Training der Vorwochen zehrt und das Erfolgserlebnis mit dem Punktgewinn bei St. Pauli gut tut. "Wir haben uns als funktionierendes Team auch nach den Gegentoren wieder befreit und uns in der Endphase belohnt", so der Trainer. Gerade in einer Phase, in der es nicht optimal läuft und nicht alle Spieler zur Verfügung stehen, sei die Team-Leistung das Erfolgsrezept. "Wir wollen das wieder zeigen und einen versöhnlichen Abschluss der Hinserie hinbekommen", ergänzte Möhlmann.

Vor dem Spiel gegen den KSC stehen die zuletzt gesperrten Bernd Nehrig und Stephan Schröck wieder zur Verfügung. Trotz Blessuren beißen Jan Mauersberger, Stephan Fürstner und Marco Caligiuri auf die Zähne und werden ebenfalls im Kader stehen. Nicht dabei sind der zuletzt kranke Youssef Mokhtari, der am Meniskus operierte Torhüter Jasmin Fejzic, der am Sprunggelenkt operierte Edgar Prib sowie die Rekonvaleszenten Leo Haas, Christian Rahn und Asen Karaslavov.

Auch KSC-Cheftrainer Markus Schupp plagen große Personalsorgen. Der Übungsleiter muss neben den Langzeitverletzten Gaetan Krebs, Matthias Langkamp und Christian Timm höchstwahrscheinlich auch auf die Dienste von Innenverteidiger Dino Drpic verzichten, der an einer fiebrigen Erkältung leidet. Sicher fehlen werden Timo Staffeldt, der weiterhin mit einer Sprunggelenksverletzung zu kämpfen hat, und der aufgrund seiner fünften Gelbe Karten gesperrte Michael Mutzel. Nach einem sportlich turbulenten Jahr sieht der seit Anfang September amtierende Cheftrainer sein Team "auf einem guten Weg". Dieser soll in Franken seine Fortsetzung finden. "Wir fahren nach Fürth, um dort ein gutes Resultat zu erreichen", sagte Schupp.