München - Während die Bundesliga bereits in der nächsten Woche in die Rückrunde startet, müssen sich die Vereine der 2. Bundesliga noch etwas gedulden. Am Freitag, 3. Februar, rollt auch im Unterhaus wieder der Ball mit den Paarungen Dresden gegen Fürth, Paderborn gegen Union und Duisburg gegen FSV Frankfurt. Bis dahin behält die aktuelle Tabelle ihre Gültigkeit. Welche Schlüsse aus dem gegenwärtigen Klassement zu ziehen sind, verrät die bundesliga.de-Datenbank.

Geht es nach der Statistik können die Verantwortlichen von Fortuna Düsseldorf schon einmal den Sekt ordern und die Aufstiegsfeierlichkeiten planen. Alle Fakten sprechen für das Bundesliga-Comeback des Traditionsvereins nach 15 Jahren Abstinenz.

Denn: Der Tabellenführer des 19. Spieltages ist in den vergangenen sieben Spielzeiten am Saisonende immer aufgestiegen. Außerdem sind Teams, die im Zeitalter der Drei-Punkte-Regel nach 19 Spielen mehr als 40 Punkte auf dem Konto hatten (so wie Düsseldorf jetzt), am Saisonende immer aufgestiegen.

Fürth bald erstklassig?

Insgesamt stiegen seit Einführung der Drei-Punkte-Regel (seit der Saison 1995/96) 15 der 16 Tabellenführer des 19. Spieltages am Saisonende auf, nur Oberhausen gelang das in der Spielzeit 2003/04 nicht.

Auch die SpVgg Greuther Fürth besitzt statistisch gesehen erstklassige Aufstiegschancen. Mit mindestens 40 Punkten nach 19 Spieltagen (wie sie aktuell Fürth auf dem Konto hat) sind seit 1995/96 bisher sechs von sieben Mannschaften am Ende aufgestiegen (nur Mainz tanzte 2001/02 aus der Reihe).

Aufstiegsgarantie liegt bislang bei 66 Punkten

Der größte Rückstand nach 19 Spieltagen wurde seit Einführung der Drei-Punkte-Regel in der Saison 2004/05 wettgemacht: Damals hatte Eintracht Frankfurt als Sechster nach 19 Spieltagen elf (!) Punkte Rückstand auf Rang 3, erreichte diesen Platz aber noch bis zum Saisonende. Ansonsten wurden nie mehr als fünf Zähler aufgeholt.

Im Zeitalter der Drei-Punkte-Regel ist keine Mannschaft aufgestiegen, die nach dem 19. Spieltag schlechter als Rang 8 platziert war. 66 Punkte bedeuten bislang eine Aufstiegsgarantie. Alle Mannschaften, die seit 1995/96 am Saisonende 66 oder mehr Punkte gesammelt hatten, sind in die Bundesliga aufgestiegen.

Spannung auch im Keller

Der beste "Nicht-Aufsteiger" war der VfL Bochum, der in der letzten Saison trotz 65 Punkten nicht den Weg in die Bundesliga schaffte (Niederlage in der Relegation gegen Mönchengladbach). Diese Marke könnte in dieser Saison durchaus fallen, hatte doch der FC St. Pauli nach der Hinrunde als Vierter satte 36 Punkte auf dem Konto.

In den Niederungen der Tabelle geht es ähnlich eng zu wie an der Tabellenspitze. Alemmannia Aachen auf Platz 14 weist gerade einmal drei Punkte mehr auf als das Schlusslicht Karlsruher SC. Die Chancen auf den Klassenerhalt des KSC stehen nicht so gut.

Reichen 27 Punkte zum Klassenerhalt?

Der Tabellenletzte nach 19 Spieltagen ist in fünf der letzten sechs Jahre abgestiegen; nur Koblenz konnte sich 2008/09 noch retten. Die geringste Punktzahl, die zum Klassenerhalt reichte, waren die 33 Zähler des Karlsruher SC in der letzten Saison.

In dieser Saison steht Alemannia Aachen mit nur 15 Punkten aus 19 Spielen auf Rang 14 (das gab es noch nie zuvor). Hochgerechnet wären das am Saisonende nur 27 Punkte. Auch Ingolstadt steht mit nur 14 Punkten noch auf dem rettenden Ufer. Der FCI käme hochgerechnet auf 25 Punkte;selbst das könnte als in dieser Spielzeit reichen.

Dresden stieg mit 41 Punkten ab

Den größten Absturz eines Vereins der 2. Bundesliga gab es in der Saison 1995/96. Damals war der Chemnitzer FC nach 19 von 34 Spieltagen auf Platz 6 der Tabelle zu finden und hatte elf Punkte Vorsprung auf die Abstiegsplätze. Am Ende stiegen die Sachsen trotzdem noch ab. Demnach müssen in dieser Saison noch alle Teams ab Platz 9 abwärts zittern (Bochum als Neunter hat zehn Zähler Vorsprung zum Relegationsplatz).

Die höchste Punktzahl, die nicht für den Klassenerhalt reichte, erzielte Dynamo Dresden. In der Saison 2005/06 reichten den Sachsen 41 Punkte nur für Platz 15, der damals noch ein direkter Abstiegsplatz war.

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