Der Spitzenreiter strauchelte, die Verfolger bleiben in der Spur, zwei Traditionsclubs boten großes Spektakel - ausgerechnet ein Außenseiter stoppte am 12. Spieltag der 2. Bundesliga den Siegeszug des zuletzt stets ganz souveränen Tabellenführers Arminia Bielefeld.

Der Absteiger leistete sich ein 0:0 beim Vorletzten FSV Frankfurt und konnte dabei von Glück sagen, dass er nicht die erste Niederlage seit dem 22. August kassierte. Der einzige Trost für die Arminia am Samstag war, dass sie wieder kein Gegentor kassierte - zum achten Mal in Serie.

Union verliert in Karlsruhe

DSC-Torhüter Dennis Eilhoff ist seit 762 Minuten unbezwungen. "Ich hätte lieber unsere Siegessträhne ausgebaut und dafür ein Gegentor kassiert", sagte der 27-Jährige. Zuvor hatte die Arminia unter dem neuen Trainer Thomas Gerstner acht Spiele in Folge gewonnen.

Der 1. FC Kaiserslautern (3:1 gegen Rot-Weiß Oberhausen) und der FC St. Pauli (2:1 gegen Fortuna Düsseldorf) rückten mit Heimsiegen bis auf einen bzw. zwei Punkte an Bielefeld heran. Dagegen patzte am Sonntag der dritte Verfolger Union Berlin beim 2:3 (0:3) im Auswärtsspiel gegen den Karlsruher SC und liegt drei Punkte hinter St. Pauli auf Platz 4.

Anton Fink per "Doppelpack" und Michael Blum sorgten für die klare Halbzeitführung des KSC. Torsten Mattuschka per Foulelfmeter sowie Kenan Sahin konnten für die "Eisernen" nur noch verkürzen. "In der ersten Halbzeit habe ich meine Mannschaft nicht wiedererkannt. Wir haben Leidenschaft, Laufbereitschaft und Zweikampfverhalten vermissen lassen", bemängelte Union-Coach Uwe Neuhaus.

Kurz: "Gut, aber nicht berauschend"

Lautern hatte bereits am Freitag seine Aufstiegsambitionen untermauert. Für die Gastgeber trafen Adam Nemec, Martin Amedick und Rodnei, das Tor für RWO erzielte Ronny König (73.). "Unser Sieg war nicht berauschend, aber er war gut", sagte FCK-Trainer Marco Kurz.

St. Pauli beendete die Erfolgsserie des Aufsteigers aus Düsseldorf. Joker Rouwen Hennings gelang der Siegtreffer in der 72. Minute. Jens Langeneke hatte in der ersten Halbzeit die frühe Führung der Gastgeber durch Max Kruse egalisiert.

Sasic' Enttäuschung "ist riesig"

Schlusslicht Rot Weiss Ahlen verdarb Milan Sasic den erfolgreichen Einstand neuer Trainer des MSV Duisburg. Nils Döring glich für die Gäste aus Ahlen kurz vor dem Abpfiff zum verdienten 2:2 (0:2) aus.

Caiuby und Frank Fahrenhorst hatten den MSV im ersten Durchgang mit 2:0 in Führung gebracht, ehe Marcel Busch kurz nach der Pause und schließlich Döring noch die Überraschung besiegelten. "Natürlich ist die Enttäuschung riesig. Man muss eben wissen, dass es keinen sicheren Sieger gibt, solange ein Spiel nicht abgepfiffen ist", meinte Sasic.

1860 München setzte seine Negativserie beim 0:1 (0:0) bei Energie Cottbus fort und droht den Anschluss an das Tabellenmittelfeld zu verlieren. Die "Löwen", die weiter nur zwei Punkte Vorsprung auf Relegations-Platz 16 haben, verloren fünf ihrer letzten sechs Pflichtpartien. "Wir hatten viele Konterchancen und hätten 2:0 führen müssen. Dann läuft das Spiel für uns", sagte 1860-Trainer Ewald Lienen. Den Treffer des Tages erzielte der Cottbuser Sergiu Radu per Foulelfmeter.

Torfestival im bayrischen Derby

Ganz hohe Offensivkunst, aber schwache Defensivleistungen zeigten der FC Augsburg und die SpVgg Greuther Fürth beim 5:4-Sieg der Schwaben am Fürther Ronhof.

Augsburger Matchwinner waren die Doppel-Torschützen Michael Thurk und Marcel Ndjeng. "Diesen Sieg können wir jetzt genießen und dann wieder in der Länderspielpause daran arbeiten, dass wir in der Defensive etwas stabiler werden", sagte FCA-Coach Jos Luhukay.

Die TuS Koblenz belegt weiterhin den Relegationsplatz. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rapolder unterlag beim Aufsteiger SC Paderborn 1:2 (1:2).