Köln – Gleich mehrere Verfolgerduelle, und der Spitzenreiter muss zum Derby gegen den Nachbarn: der 10. Spieltag in der 2. Bundesliga wartet wieder mit zahlreichen spannenden Matches auf. Diese fünf Dinge müssen sie auf jeden Fall wissen.

Angstgegner zu Fünfstücks Heimpremiere

Die Premiere ist Konrad Fünfstück (Foto) mit einem beeindruckenden Husarenstreich gelungen. Gleich in seinem ersten Spiel als Chefcoach des 1. FC Kaiserslautern holte er mit den Roten Teufeln den Dreier beim Spitzenreiter in Bochum. Da wollen die Lauterer in Fünfstücks erstem Heimspiel gegen Fortuna Düsseldorf (Freitag, 18:15 Uhr im Liveticker) anknüpfen und möglichst eine Serie starten.

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Doch nun kommt ausgerechnet der Angstgegner des FCK auf den Betzenberg. Denn gegen die Fortuna konnten die Roten Teufel in der 2. Bundesliga noch nie gewinnen. In sechs Duellen gab es drei Niederlagen und drei Remis. Der bisher letzte Sieg ist schon 20 Jahre her - damals noch in der Bundesliga. Immerhin die Bundesliga-Bilanz spricht für die Lauterer: in 21 gemeinsamen Jahren gab es 23 Siege und nur zwölf Niederlagen bei sieben Remis. Doch die Fortuna ist weiterhin angeschlagen. Erst einen Sieg konnte die Truppe von Coach Frank Kramer bisher einfahren, der ist auch schon wieder drei Spiele her. Immerhin: auswärts holten die Rheinländer bisher drei Remis.

Vorsicht: Remis-Alarm!

Das Duell der Remis-Könige steigt auf der Bielefelder Alm. Sieben von neun Spielen der DSC Arminia Bielefeld endeten bisher Unentschieden. Mit dem TSV 1860 München kommt die aktuelle Nummer zwei in dieser Kategorie zu Besuch, die Löwen haben bereits fünf Remis auf dem Konto - und noch kein Spiel gewonnen. Alles andere als eine Punkteteilung wäre da wohl schon eine Überraschung.

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Schaut man in die Historie, sind die Gäste aus München aber Favorit. Noch nie verloren sie gegen die Arminia in der 2. Bundesliga (fünf Siege, ein Remis), die bisher letzte Niederlage gegen die Ostwestfalen ist zwölf Jahre her. Vor allem Löwen-Spielmacher Daniel Adlung (Foto) dürfte sich auf das Match freuen. Mit Aachen, Cottbus und 1860 ging er nach all seinen fünf Begegnungen gegen die Arminia als Sieger vom Feld.

Konträrer Saisonverlauf

Das Team der Stunde empfängt den gestürzten Ex-Spitzenreiter zum Duell der Top-Verfolger (Samstag, 12.45 Uhr im Liveticker). Vier Siege in Folge hat die SpVgg. Greuther Fürth zuletzt eingefahren, dabei in den jüngsten beiden Partien jeweils zu Null gespielt. Besonders beeindruckend dabei war der Dreier bei der zuletzt so starken Eintracht aus Braunschweig. Nach mäßigem Start haben sich die Kleeblätter damit auf Platz vier der Tabelle vorgearbeitet und rangieren nur noch einen Punkt hinter dem VfL Bochum.

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Bei den Bochumern ist der Saisonverlauf genau anders herum. Nach fünf Siegen zum Start, haben die Westfalen zuletzt vier Mal in Folge nicht mehr gewonnen, vergangenen Freitag sogar erstmals in dieser Saison verloren. VfL-Sportvorstand Christian Hochstätter ist trotz der "unnötigen" Niederlage gegen Kaiserslautern dennoch mit dem bisher Erreichten zufrieden: "Wenn man aus neun Spielen 18 Punkte holt und dabei nur einmal verliert, dann kann man sicherlich hochzufrieden sein, auch mit der Art und Weise, wie wir aufgetreten sind."

"Kämpfen wie die Löwen"

Erstmals seit mehr als acht Jahren treffen der Karlsruher SC und der Sport-Club Freiburg wieder einmal zum Baden-Derby in einem Ligaspiel aufeinander (Sonntag, 13.15 Uhr im Liveticker). Seitdem gab es nur ein Aufeinandertreffen 2012 im DFB-Pokal (1:0 für Freiburg). Die jüngere Bilanz spricht dabei klar für den Sport-Club, der von den letzten acht Pflichtspielen gegen den KSC nur eins verlor. Der bisher letzte Heimsieg der Karlsruher datiert gar aus dem Jahr 1996.

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Seit sechs Spielen sind die Breisgauer aktuell ungeschlagen. Durch das 2:0 gegen Frankfurt schoben sie sich gar an Bochum vorbei wieder auf den ersten Tabellenplatz. Den will Coach Christian Streich natürlich verteidigen. Er erwartet ein schweres Derby: "Natürlich ist immer ein bisschen Rivalität dabei, deshalb werden wir am Sonntag kämpfen wie die Löwen. Aber genauso erwarte ich auf dem Platz unseren Gegner, weshalb wir da auf der gleichen Ebene sein und definitiv alles einbringen müssen, denn es wird schon ein Kampf."

Verfolger aus der zweiten Reihe

Vier Punkte beträgt derzeit der Rückstand von RB Leipzig und dem 1. FC Nürnberg auf die Aufstiegsplätze. Beide schielen aber weiterhin nach oben und wollen sich im Duell der punktgleichen Verfolger aus der zweiten Reihe durchsetzen. "Unsere Ziele sind hoch gesetzt. Natürlich wollen wir in die Bundesliga und das so schnell wie möglich", betont RBL-Coach Ralf Rangnick. Dennoch hat er vor den Franken großen Respekt: "Nürnberg hat eine spielstarke Mannschaft und für die 2. Bundesliga überdurchschnittlich gute Spieler, die in der Lage sind, viele Tore zu schießen. Aber das Team kassiert auch viele Treffer."

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Die ewige Bilanz zwischen beiden Clubs ist ausgeglichen: Beide trafen erstmals in der Vorsaison in Pflichtspielen aufeinander und gewannen jeweils ihr Heimspiel. FCN-Coach René Weiler sieht eine schwere Aufgabe auf sich zukommen: "Leipzig hat viele Qualitäten. Sie laufen viel und sind abschlussstark. Aber andere Vereine doch gezeigt, dass auch Leipzig verwundbar ist."