Der zweitbeste Angriff der 2. Bundesliga wird noch gefährlicher. Mit der Verpflichtung von Nando Rafael setzt der FC Augsburg alle Zeichen auf Sturm. Ab sofort soll der ehemalige Gladbacher an der Seite von Michael Thurk wirbeln.

Anderthalb Jahre war Rafael zuletzt in Dänemark aktiv. Doch statt des erhofften Aufschwungs stoppten hartnäckige Verletzungen den 26-Jährigen. Eine Rückkehr nach Deutschland kam da gerade recht.

Im Gespräch mit bundesliga.de sagt Rafael, was er in Dänemark gelernt hat und sagt, warum der Wechsel nach Augsburg ein Schritt in die richtige Richtung für ihn ist. Außerdem blickt er auf die Zusammenarbeit mit Thurk und die möglichen Ziele des FCA.

bundesliga.de: Herr Rafael, herzlichen Glückwunsch nachträglich zum Geburtstag (10. Januar). Haben Sie sich mit Ihrer Rückkehr nach Deutschland selbst das schönste Geschenk gemacht?

Nando Rafael: Ja, das war ein schönes Geburtstagsgeschenk für mich. Ich freue mich, dass ich wieder in Deutschland Fußball spielen kann.

bundesliga.de: Sie sind jetzt seit Montag in Augsburg. Wie verliefen Ihre ersten Arbeitstage beim neuen Verein?

Rafael: Die ersten Tage liefen sehr gut. Ich bin von der Mannschaft gut aufgenommen worden. Auch das erste Testspiel, in dem mir zwei Tore gelangen, war positiv. Jetzt gilt es für mich, schnell die neuen Kollegen noch besser kennen zu lernen und meinen Platz im Team zu finden.

bundesliga.de: Sie spielten zuletzt in Dänemark bei Aarhus GF. Wie kam es zu dem Wechsel?

Rafael: Ich war eineinhalb Jahre in Dänemark und ich hatte das Gefühl, dass es besser für meine Entwicklung ist, wenn ich wieder nach Deutschland gehe. Die Möglichkeit nach Augsburg zu wechseln, kam für mich zum richtigen Zeitpunkt.

bundesliga.de: Sie waren anderthalb Jahre in Aarhus. Ihre Idee, dort möglichst viel Spielpraxis ging aufgrund von Verletzungsproblemen nicht vollständig auf. Dennoch: Was haben Sie in Dänemark gelernt?

Rafael: Ich hatte viele muskuläre Probleme. Doch auch diese Zeit, in der ich nicht auf dem Platz stehen konnte, hat mich weitergebracht. Ich habe viel über meinen Körper gelernt, achte nun noch mehr auf ihn, zum Beispiel bei der Ernährung.

bundesliga.de: Welche Rolle spielte Jos Luhukay bei Ihrer Entscheidung, nach Augsburg zu gehen?

Rafael: Es ist ein Vorteil, dass ich den Trainer schon aus meiner Gladbacher Zeit kenne. So ist die Eingewöhnung in Augsburg einfacher.

bundesliga.de: Sie werden nun an der Seite des gefährlichsten Stürmers der 2. Bundesliga spielen. Freuen Sie sich auf die Zusammenarbeit mit Michael Thurk?

Rafael: Ja, klar. Michael Thurk ist ein sehr erfahrener Stürmer, der nicht nur in der 2. Bundesliga, sondern auch schon in der Bundesliga seine Qualitäten unter Beweis gestellt hat. Mit seiner Gefährlichkeit bringt er die Mannschaft weiter und ich hoffe, dass auch ich von ihm profitieren und der Mannschaft helfen kann."

bundesliga.de: Ihr Vertrag läuft nur für die Rückrunde. Sehen Sie die kommenden Monate in Augsburg auch als Chance auf ein langfristiges Engagement in der Bundesliga oder 2. Bundesliga?

Rafael: Das muss man abwarten. Jetzt heißt es erst einmal, dass ich richtig ankommen muss. Dann sehen wir in ein paar Monaten weiter.

bundesliga.de: Der FCA liegt nur zwei Zähler hinter dem Relegationsplatz. Sie sind mit Luhukay bereits einmal aufgestiegen. Ist das auch dieses Jahr möglich?

Rafael: Die Tabelle lügt nicht. Die Chance ist sicherlich da, aber vor uns liegen 17 wichtige Spiele, die erst einmal erfolgreich gespielt werden müssen. Was am Ende dabei rauskommt, werden wir sehen.

bundesliga.de: Zum Auftakt geht es gegen Cottbus. Energie ist sicher hinter den Erwartungen zurückgeblieben, dennoch ist in dieser Saison alles möglich. Worauf muss Augsburg besonders achten, um den Rückrundenstart positiv gestalten zu können?

Rafael: Das erste Spiel der Saison haben wir in Cottbus verloren. Also gilt es etwas gut zu machen. Aber es wird ein hartes Stück Arbeit, denn auch Energie Cottbus möchte noch oben angreifen und den Abstand verkürzen. Der FCA hat in der Hinrunde bewiesen, dass er jeden Gegner in der 2. Bundesliga schlagen kann. Zu Hause möchten wir natürlich mit einem Sieg in die Rückrunde starten.

Die Fragen stellte Sebastian Stolz