Köln - Auch in der 2. Bundesliga steht der letzte Spieltag vor Weihnachten an. Am Freitagabend (ab 18.15 Uhr im Liveticker) treffen in Frankfurt zwei direkte Tabellennachbarn aufeinander, Union Berlin bekommt es mit einem auswärtsstarken Team zu tun und der FC St. Pauli will endlich wieder zu Hause gegen den KSC gewinnen. Eins wollen alle Mannschaften: Das Jahr mit einem positiven Ergebnis beenden.

Kühlen Kopf bewahren

Zum Abschluss des Jahres bekommen es die Union-Profis mit einem der sportlichen Schwergewichte der Liga zu tun, denn vor allem auswärts ist der SV Sandhausen nur schwer zu schlagen: Sandhausen verlor nur eins der letzten fünf Auswärtsspiele. Aber die Berliner brauchen sich nicht zu verstecken, immerhin konnten sie zuletzt mit einer guten Offensive glänzen. Nur zwei Mannschaften erzielten mehr Tore als Union Berlin. Genau genommen 30 – das sind deutlich mehr Treffer als zum vergleichbaren Zeitpunkt der letzten Saison (22). "Es ist wichtig, einen kühlen Kopf zu bewahren, man kann Spiele auch ab der 75. Minute gewinnen“, so die Worte von Unions Chefcoach Sascha Lewandowski. Der SVS konnte bereits drei Siege gegen Union feiern, ein vierter soll nach Meinung des Trainers Alois Schwartz folgen. "Wir haben 2015 auswärts sehr gut gespielt. Warum soll uns das nicht auch in Berlin gelingen?"

Duell der Tabellen-Nachbarn

"Natürlich kribbelt es und ich freue mich riesig auf das Spiel, mit dem wir ein sehr gutes Halbjahr abschließen können", so FSV-Coach Tomas Oral vor der Partie gegen Arminia Bielefeld. Im letzten Spiel vor der Winterpause kommt es zum Duell zwischen dem Tabellen-Zwölften und Tabellen-Dreizehnten - beide Mannschaften trennt lediglich ein Punkt. Doch der FSV Frankfurt bekommt es mit einer defensiv-starken Mannschaft zu tun: Bielefeld ließ bisher lediglich 15 Gegentore zu, nur Braunschwieg noch weniger. Auch DSC-Trainer Norbert Meier wünscht sich einen positiven Abschluss des Jahres: "Es wäre toll, wenn wir mit einem positiven Ereignis in die Winterpause gehen könnten." Die letzten beiden Duelle endeten jeweils 0:0-Unentschieden.

St. Pauli will endlich den Heimsieg

Der KSC reist mit guten Erinnerungen nach Hamburg, denn die letzten beiden Partien im Norden konnte die Kauczinski-Elf für sich entscheiden. Doch das Hinspiel gewann der FC St. Pauli mit 2:1. St. Paulis Trainer Ewald Lienen weiß um die Stärke des Gegners: "Der KSC hat eine spielstarke Mannschaft, da müssen wir eng und kompakt stehen, in Ballnähe genügend Spieler haben." Den letzten Heimsieg gegen den Karlsruher SC feierte St. Pauli im März 2012, damals noch unter Trainer Andre Schubert. KSC-Chefcoach Markus Kauczinski will natürlich auch dieses Mal alles daran setzten, dass es bei dieser Statistik bleibt: "Wir werden alles dafür tun, einen positiven Ausklang aus diesem Jahr zu finden. St. Pauli wird dies natürlich auch versuchen und deshalb glaube ich, dass wir uns auf ein schönes Spiel vor einer großen Kulisse freuen können."