Zehn Clubs der 2. Bundesliga haben bereits ihr erstes Saisonspiel hinter sich. Am Sonntag nehmen weitere sechs Mannschaften die Jagd nach den begehrten Punkten auf (ab 13:15 Uhr im Live-Ticker / Liga-Radio).

Dabei trifft Bundesligaabsteiger FC Energie Cottbus auf einen äußerst unangenehmen, weil starken, Gegner: den FC Augsburg. Für die Mehrzahl der 18 Zweitliga-Trainer ist der FC Augsburg der Top-Favorit auf den Aufstieg.

Klare Worte von Wollitz

Cottbus-Trainer Claus-Dieter Wollitz fordert sein Team für die Partie gegen den FCA zu einer couragierten und mutigen Vorstellung auf, will so die Zuschauer im Stadion begeistern. "Wir müssen die Fans gierig machen, dazu muss der Funke vom Rasen auf die Ränge überspringen. Und nicht umgekehrt", blickt der Coach voraus und formuliert das Ziel: "Wir spielen zuhause und wollen gewinnen."

Dabei haben die Cottbuser mit einigen Ausfällen zu kämpfen. Neben den langzeitverletzten Kickern wie Daniel Ziebig und Adi fehlen die angeschlagenen Timo Rost und Vragel da Silva. Dennis Sörensen, Stiven Rivic und Roger haben zwar am Freitag wieder mittrainiert, ein Einsatz gegen Augsburg käme für dieses Trio allerdings zu früh. Mit von der Partie ist nach auskurierter Blessur Mariusz Kukielka.

"Erfolgreich in die Liga starten"

Augsburgs Trainer Jos Luhukay blickt voller Vorfreude auf die Partie in der Lausitz. "Wir freuen uns, dass es nun nach dem DFB-Pokal-Spiel auch in der Liga wieder los geht", so der Niederländer.

"Wir mussten zwar zu Wochenbeginn die Hiobsbotschaft mit dem Kreuzbandriss hinnehmen, doch Goran Sukalo, den Manager Andreas Rettig und ich im Krankenhaus besucht haben, blickt schon wieder nach vorne. Das tun wir auch", so Luhukay: "Wir wollen nach dem erfolgreichen Pokalspiel in Ingolstadt nun auch erfolgreich in die Liga starten."

Mit welchem Personal das geschehen soll, steht noch nicht ganz genau fest. Denn hinter dem Einsatz von Angreifer Imre Szabics steht wegen Knieproblemen noch ein Fragezeichen.


TSV 1860 München - TuS Koblenz

Erstmals seit dem Umzug in die Allianz Arena starten die "Löwen" zuhause in die Saison, die TuS Koblenz gastiert in München. Dass die "Weiß-Blauen" in den vergangenen Spielzeiten im eigenen Stadion nicht unbedingt eine Macht waren, ficht 1860-Trainer Ewald Lienen nicht an: "Die Vergangenheit ist passé, völlig uninteressant! Wir haben ein neues Team, die Mannschaft hat sich auf vielen Positionen verändert."

Lienen macht keinen Hehl daraus, dass für ihn nur die Gegenwart zählt. "Wir wollen erfolgreich sein. Versprechungen können wir aber keine abgeben, nur darauf hinarbeiten und das Beste geben, alles aus uns herausholen. Natürlich wollen wir das eigene Stadion zur Festung machen und unseren Fans etwas bieten."

Verzichten muss Lienen weiter auf die bereits länger verletzten Spieler Daniel Bierofka und Stefan Aigner. Zudem fällt noch Ardijan Djokaj aus. Dafür ist US-Stürmer Kenny Cooper, der unter der Woche verpflichtet wurde, erstmals für den TSV 1860 spielberechtigt.

TuS gut gerüstet

Die Gäste reisen mit einer ordentlichen Portion Selbstbewusstsein nach München. Acht Testspiele bestritt das Team von Trainer Uwe Rapolder in der Vorbereitung - ohne Niederlage. Auch im DFB-Pokal gelang ein überzeugender Auftritt.

"Die Mannschaft hat gezeigt, was sie zu leisten imstande ist, wenn alle konzentriert zu Werke gehen", freut sich Rapolder. Der Tus-Coach muss ohne Emmanuel Krontiris (Bandscheibe), Lars Bender und Aljmir Murati (beide Oberschenkel) auskommen.

FSV Frankfurt - MSV Duisburg

Der FSV Frankfurt startet gegen die "Zebras" aus Duisburg in die neue Spielzeit. Cheftrainer Tomas Oral erwartet einen starken MSV Duisburg: "Duisburg ist eine Mannschaft, die unbedingt aufsteigen will. Für uns ist es wichtig, den Prozess zu forcieren, dass alle Rädchen ineinander greifen. Dafür sehe ich uns gut gerüstet. Wir wollen unsere gute Heimbilanz aus diesem Jahr ausbauen."

Zur personellen Situation äußerte sich Oral wie folgt: "Markus Husterer ist auf einem sehr guten Weg, Gledson macht leichte Gehversuche, hat aber noch nicht vollständig mittrainiert. Sead Mehic hat sich eine Verstauchung im Knöchel zugezogen und Pekka Lagerblom steigt nächste Woche ins Training ein." Ob der Neuzugang Bakary Diakité zum Einsatz kommt, ließ Oral offen.

Keine guten Spiele

Bei MSV-Trainer Peter Neururer sind die Erinnerungen an die letzte Saison noch sehr präsent: "Mein erstes Spiel als MSV-Trainer war gegen den FSV Frankfurt. Dieses Spiel und auch die Rückrunden-Partie gingen torlos aus. Ich erinnere mich an keine schlechteren Spiele, als diese beiden Partien. Am Sonntag müssen die Spieler dafür sorgen, dass die Qualität des Spiels besser ist."

Der MSV blieb in dieser Woche von weiteren Verletzungen und Ausfällen verschont. Adam Bodzek konnte schmerzfrei trainieren und wird voraussichtlich in der Startaufstellung stehen.