München - Der Countdown zum Saisonstart läuft: In weniger als einer Woche nimmt die 2. Bundesliga endlich wieder den Betrieb auf. Vorher schaut bundesliga.de nochmal ganz genau hin, welche Teams bereits in Form sind, wer am Feinschliff arbeiten muss und bei wem allgemeiner Steigerungsbedarf besteht. Teil 3: Steigerungsbedarf

Formcheck Teil 1: Top in Form
Formcheck Teil 2: Ordentlich in Form

Noch drückt bei Energie Cottbus der Schuh besonders im Spiel nach vorne. Schützenfeste gelangen selten, gegen die Drittligisten VfR Aalen (2:2) und SpVgg Unterhaching (0:0) sowie die türkischen und tschechischen Teams Manisaspor (1:0), FK Teplice (1:0) und Dukla Prag (2:2) schoss mann insgesamt nur sechs Tore. Der Verlust des Top-Sturms Nils Petersen (FC Bayern München) und Emil Jula (MSV Duisburg) wiegt schwer. Erfahrene Neuzugänge wie Dimitar Rangelov (Borussia Dortmund) sollen dennoch für das Ende der Lausitzer Ladehemmung sorgen.

Das Leistungsvermögen des SC Paderborn lässt sich schwerlich abschätzen. Denn die Ostwestfalen sind durch den neuen Trainer Roger Schmidt sowie eine Reihe von im deutschen Profifußball wenig erfahrenen Neuzugängen eine echte "Wundertüte". Wozu die Mannschaft im Stande ist, zeigte ein 4:1 über den 1. FC Köln und ein 3:0 gegen Rot-Weiß Oberhausen. Allerdings hatte der SCP gegen Außenseiter auch so seine Probleme. Gegen den Regionalligisten Sportfreunde Lotte spielte Paderborn nur 1:1, gegen Absteiger Arminia Bielefeld ging es torlos vom Platz (0:0).

Der FC Ingolstadt leistete sich in der Vorbereitung jeweils einen extremen Ausrutscher nach oben und unten. Die Bayern schlugen den rumänischen Top-Club Dinamo Bukarest mit 1:0, gingen aber auch mit 1:6 gegen Drittligist SV Wehen Wiesbaden unter. Ansonsten lieferte das Team von Trainer Benno Möhlmann in den Tests gegen unterklassigere Mannschaften lediglich Pflichtsiege, keine Schützenfeste. Zuletzt gab es gegen den Hamburger SV noch ein 2:4. Bei der Auswahl der Neuzugänge hat man jedoch auf Akteure gesetzt, die sich in der 2. Bundesliga auskennen und mehr Konstanz versprechen.

Angesichts von nur drei Siegen in neun Testspielen hat Alemannia Aachen sicherlich viel Luft nach oben. Mit Marco Höger (FC Schalke 04) und Zoltan Stieber (1. FSV Mainz 05) haben zwei zentrale Figuren den Verein verlassen. Als Ersatz holte Sportdirektor Eric Meijer junge, hungrige Talente, das Team muss sich daher erst einmal finden. Beim Blitzturnier mit Fortuna Düsseldorf (0:1) und Borussia Mönchengladbach (2:3 i.E.) konnten sich die Kaiserstädter zwar nicht durchsetzen, zeigten jedoch vielversprechende Ansätze.

Personell geht Dynamo Dresden gut gerüstet in die neue Saison. Wenngleich Top-Torjäger Alexander Esswein (1. FC Nürnberg) den Aufsteiger verlassen hat, wurden mehrere Akteure verpflichtet, die auch schon in der Bundesliga am Ball waren. Dennoch ging man gegen den ukrainischen Champions-League-Starter Schachtjor Donezk mit 1:5 unter. Auch gegen kleinere Kaliber wie Karpaty Liyv (1:2), Khazar Lenkaran (0:0), Universitatea Cluj (4:4) und FK Teplice (1:1) vermochten die Sachsen keine Erfolgserlebnisse zu sammeln. Immerhin siegte Dresden zum Abschluss gegen den polnischen Zweitligisten Arka Gdynia mit 1:0.

Nach dem Fast-Abstieg in der Vorsaison hat der Karlsruher SC seinen Kader mit einer Mischung aus Routiniers und Talenten aufgefrischt. Das Team startete früh in die Vorbereitung, bewältigte die Pflichtaufgaben souverän, befindet sich allerdings weiterhin in der Findungsphase, wie die Tests gegen Mannschaften auf Augenhöhe wie den FC Aarau (1:3) und SCR Altach (1:2) bestätigten. "Der Prozess wird bis zum Ligastart nicht abgeschlossen sein. Das wäre auch gar nicht möglich", mahnte Trainer Rainer Scharinger bei bundesliga.de zur Geduld.



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