München - Der Countdown zum Saisonstart läuft: In weniger als einer Woche nimmt die 2. Bundesliga endlich wieder den Betrieb auf. Vorher schaut bundesliga.de nochmal ganz genau hin, welche Teams bereits in Form sind, wer am Feinschliff arbeiten muss und bei wem allgemeiner Steigerungsbedarf besteht. Teil 2: Ordentlich in Form

Formcheck Teil 1: Top in Form
Formcheck Teil 3: Steigerungsbedarf

Mit unterklassigen Mannschaften hatte der FC St. Pauli in der Vorbereitung keinerlei Probleme. Auch nicht mit Dänemarks Pokalsieger Bröndby Kopenhagen (2:0). Dafür konnte sich der Absteiger aus dem "Oberhaus" ausgerechnet gegen die Absteiger aus der 2. Bundesliga nicht durchsetzen, sowohl gegen Arminia Bielefeld (1:1) als auch den VfL Osnabrück (1:3) wollte kaum etwas gelingen. Der neue Trainer Andre Schubert muss erst noch eine Mannschaft formen, das erfordert Zeit - vor allem, wenn das Verletzungspech nicht ausbleibt.

Erzgebirge Aue hat sich regelrecht warmgeschossen und sich reichlich Erfolgserlebnisse verschafft. Während Testspielgegner aus dem Amateurlager standesgemäß abgefertigt wurden, stellten Teams wie der Regionalligist VfC Plauen (1:1) und Drittligist FC Carl-Zeiss Jena (1:2) die "Veilchen" jedoch schnell vor Probleme. Der Abschlusserfolg gegen FK Teplice (3:2) macht wieder Mut vor der traditionell schweren zweiten Saison für den Vorjahresaufsteiger. Zunächst zählt nur der Klassenerhalt. "Es gibt ein übergeordnetes Ziel, das heißt 2. Bundesliga 2012/13", so Trainer Rico Schmitt bei bundesliga.de.

Im Kader des MSV Duisburg hat sich viel getan: Zwölf Spieler kehrten den "Zebras" den Rücken, 13 Neuzugänge kamen. Das Team von Trainer Milan Sasic befindet sich mitten im Umbruch - und der scheint dem Pokalfinalisten ganz gut zu bekommen. Mit dem bulgarischen Meister Litex Lovech (3:2), dem ungarischen Erstligisten Honved Budapest (3:0) und dem polnischen Pokalsieger Legia Warschau (3:1) vermochte der MSV mehreren ausländischen Top-Teams die Stirn zu bieten, musste sich allerdings dem Liga-Rivalen VfL Bochum geschlagen geben (0:2).

Fast schon traditionell hat der FSV Frankfurt den Sommer genutzt, um seinen Kader neu zu gestalten. Gerade in der Offensive bestand nach den Abgängen von Top-Stürmer Sascha Mölders (FC Augsburg) und Spielmacher Jürgen Gjasula (MSV Duisburg) Handlungsbedarf. Die Abstimmung ist insofern noch nicht immer perfekt, abgesehen von dem 0:3 gegen den 1. FC Kaiserslautern und der 2:3-Pleite gegen Drittligist SV Sandhausen lesen sich die Testspielergebnisse aber durchaus vielversprechend - unter anderem wegen des 3:0-Sieges über einen - wenn auch ersatzgeschwächten - 1. FC Köln.

In den Tests des TSV 1860 München wechselten Licht und Schatten: Auf der einen Seite gelangen Achtungserfolge über Sparta Prag (2:0) sowie gegen Rapid Wien und Bayer Leverkusen (jeweils 0:0). Auf der anderen Seite bekleckerten sich die "Löwen" beim 2:2 gegen den österreichischen Zweitligisten SKN St. Pölten sowie dem 3:3 gegen Regionalligist SSV Ulm nicht mit Ruhm, gerade die Abwehr wirkte nicht immer ganz sattelfest. Da könnte man Routinier Necat Aygün gut gebrauchen, der verletzte Verteidiger fällt aber lange aus.

Hansa Rostock marschierte mit weißer Weste durch die Vorbereitung, zum Abschluss gab es ein 2:1 gegen Bröndby IF. Neuzugang Marek Mintal (1. FC Nürnberg) konnte sich an das ansonsten wenig veränderte Team des Aufsteigers gewöhnen und sein Selbstvertrauen als "Tor-Phantoms" mit Testspieltreffern aufbauen. Die Feuertaufe wartet nun am 17. Juli mit dem Start gegen den SC Paderborn. Dann stehen "die Chancen 50 zu 50", blickte Trainer Peter Vollmann bei bundesliga.de voraus.



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