München - Hertha BSC kann mit einem Sieg beim FC Ingolstadt am Freitagabend einen weiteren Schritt in Richtung Aufstieg machen. Dynamo Dresden tritt zeitgleich zum Ostderby beim 1. FC Union Berlin an und will den Vorsprung auf den Relegationsplatz wahren bzw. ausbauen. Der Tabellenzweite Eintracht Braunschweig reist derweil zum SV Sandhausen.

bundesliga.de blickt auf die drei Partien (alle Spiele ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) voraus und präsentiert die wichtigsten Fakten.

Nach dem deutlichen 3:0-Sieg im Spitzenspiel gegen Eintracht Braunschweig am Montag kann Hertha BSC getrost für die Bundesliga planen. Doch ein großes Ziel haben die Verantwortlichen in dieser Saison noch: Die Meisterschaft in der 2. Bundesliga. "Es ist nicht einfach, nach so einem Riesenabend wieder den Schalter umzulegen. Aber genau das ist meine Aufgabe: Jetzt an diesem Punkt die Jungs wieder optimal vorzubereiten", erklärte Coach Jos Luhukay.

Mit dem FC Ingolstadt haben die Hauptstädter zwar einen Gegner, für den es in dieser Saison im Prinzip um nichts mehr geht, der aber laut dem Niederländer "mit einem guten Kollektiv vor allem in der Hinrunde überzeugt hat." Peter Pekarik (Muskelfaserriss) und Peter Niemeyer (Gehirnerschütterung) stehen am Freitag allerdings nicht zur Verfügung.

Bei den Oberbayern, deren Trainer Tomas Oral weiterhin auf Malte Metzelder sowie auf den gesperrten Roger verzichten muss, weiß man natürlich um die Stärke der Berliner. Andererseits haben die "Schanzer" beim 0:0 im Hinspiel gesehen, dass sie gegen die "Alte Dame" durchaus bestehen können: "Damals haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht und hätten sogar im Olympiastadion gewinnen können. Klar, das ist lange her und die Hertha hat sich entwickelt. Wir gehen mit Respekt an die Aufgabe, aber verstecken brauchen wir uns nicht", so Verteidiger Danny da Costa.



Schiedsrichteransetzungen

Für Dynamo Dresden ist das Ostderby beim 1. FC Union Berlin ein ganz besonderes Spiel. Der Verein feiert am Wochenende seinen 60. Geburtstag und wird deshalb in extra angefertigten Jubiläumstrikots im Stadion an der alten Försterei auflaufen.

Doch auch aus sportlicher Sicht geht es für die Sachsen um einiges, denn das Abstiegsgespenst treibt immer noch sein Unwesen. Im Fernduell mit dem VfL Bochum wären drei Punkte enorm wichtig, um sich weiter von den untersten Tabellenplätzen wegzubewegen. Beim 3:2-Sieg am vergangenen Wochenende über den FC St. Pauli hat die Mannschaft von Trainer Peter Pacult einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Dieser Erfolgstrend soll nun fortgesetzt werden. Der Österreicher, der weiterhin ohne Vujadin Savic (Außenbandanriss), Bjarne Thoelke (Beckenprellung) und Mickael Pote (Bänderriss) auskommen muss, erwartet aber erneut einen aggressiven Gegner, der die "Räume eng macht und draufgeht."

Obwohl die Hauptstädter in der Tabelle klar vor der SGD stehen, wird man die Gäste auf keinen Fall unterschätzen. "Dresden ist heiß und wird ums Überleben kämpfen", erklärte Abwehrspieler Marc Pfertzel. Cheftrainer Uwe Neuhaus, dem nur der gesperrte Patrick Kohlmann fehlt, gab die Marschroute gegen Dynamo vor: "Wir sind aufgerufen, offensiv zu agieren und nach vorne zu spielen. Dresden wird versuchen, sicher zu stehen, aber aufgrund der Tabellensituation werden sie mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, drei Punkte mitzunehmen."



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Der SV Sandhausen erwartet die aufstiegsambitionierte Eintracht aus Braunschweig. SVS-Trainer Hans-Jürgen Boysen hat dabei gehörigen Respekt vor dem Top-Torjäger der Eintracht. "Mit Domi Kumbela besitzt Braunschweig einen Instinktfußballer, der die Torjägerliste anführt", fasste Boysen zusammen. "In Berlin konnte ihn die Hertha ausschalten und wenn uns das ebenfalls gelingen würde, wäre dies bereits die halbe Miete", gab der 55-Jährige die Marschroute aus.

Zu viel Respekt sollte der Aufsteiger jedoch nicht vor den Niedersachsen haben, zumal man mit drei Punkten Rückstand auf den Relegationsrang noch alle Chancen im Abstiegskampf hat. "Diese Dinge dürfen für uns jedoch keine Rolle spielen, denn bei uns ist es umgekehrt. Wir wollen nicht absteigen und benötigen deshalb dringend die Punkte", forderte der Übungsleiter, der bis zum Saisonende auf Kapitän und Top-Torjäger Frank Löning (Knie-OP) verzichten muss. Außerdem fallen Daniel Ischdonat (Kapselriss), Ole Kittner, Simon Tüting (beide Reha), Kristjan Glibo (Knochenriss) und Nico Klotz (muskuläre Beschwerden) aus.

Braunschweig reist mit der Hypothek einer 0:3-Niederlage im Spitzenspiel gegen Hertha BSC in den Hardtwald. Trainer Torsten Lieberknecht forderte daher Wiedergutmachung und einen Punktgewinn. "Es ist immer gut, wenn man nach einer Niederlage gleich im nächsten Spiel wieder Punkte einfährt", sagte der 39-Jährige. Verzichten muss der Herbstmeister dabei auf Ken Reichel, Dennis Kruppke und Björn Kluft, die sich allesamt im Aufbautraining befinden. Kapitän Deniz Dogan sitzt eine Gelbsperre ab. Das Hinspiel gewann die Eintracht mit 2:1.



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