Zwei Siege in Serie und die Aufstiegsplätze im Visier. Mit zehn Punkten aus den vergangenen fünf Spielen ist Alemannia Aachen das erfolgreichste Team der 2. Bundesliga über diesen Zeitraum. Am Tivoli ist Träumen wieder erlaubt.

Ein Spieler, der großen Anteil am Aufschwung der Aachener hat, ist Benjamin Auer. Im Sommer vom VfL Bochum gekommen, traf der Stürmer bereits sieben Mal für die Alemannia. Im Interview mit bundesliga.de äußert Auer seinen Wunsch nach Konstanz - sowohl bei als auch mit Aachen - und warnt davor, den Gastauftritt in Oberhausen auf die leichte Schulter zu nehmen.

bundesliga.de: Herr Auer, Sie haben bereits sieben Mal für Aachen getroffen. Sie scheinen sich richtig wohl zu fühlen bei der Alemannia?

Benjamin Auer: Das stimmt. Von Anfang an hat es hier für mich gepasst. Privat haben meine Frau und ich uns gleich wohl gefühlt, und sportlich war ich vom ersten Tag an integriert. Sowohl die Mannschaft als auch die Mitarbeiter bei der Alemannia machen es einem wirklich einfach.

bundesliga.de: Aachen ist bereits Ihre sechste Station im Profibereich. Dabei sind Sie erst 27 Jahre alt. Könnten Sie sich vorstellen, längerfristig am Tivoli zu bleiben?

Auer: Ich bin eigentlich ein Typ, der auf der Suche nach Konstanz ist. Von daher kann ich mir das sehr gut vorstellen.

bundesliga.de: Sie haben noch nie mehr als zehn Tore in einer Saison in der Bundesliga oder 2. Bundesliga erzielt. Oft wurden Sie auch von Verletzungen ausgebremst. Wird dies die Saison, in der bei Benjamin Auer alles zusammenkommt?

Auer: Das hoffe ich. Aber es ist noch zu früh, um das zu sagen. Der Auftakt war zumindest nicht schlecht.

bundesliga.de: Die Alemannia feierte zuletzt zwei Siege in Serie und jeweils stand hinten die Null. Sehen Sie dennoch Dinge, an denen die Mannschaft arbeiten muss?

Auer: Wir wollen konstanter werden. Die Mannschaft hat großes Potenzial und lässt das auch immer wieder aufblitzen. Unser Anspruch muss es sein, unsere Qualität konstant auf den Platz zu bringen.

bundesliga.de: Sie sind ein Spieler, der sehr gute Erfahrungen mit dem Thema Aufstieg gemacht hat. Sowohl mit Mönchengladbach als auch mit Mainz schafften Sie den Sprung von der 2. Bundesliga in die Bundesliga. Sehen Sie sich in Aachen als eine Art "alter Hase" und Führungsspieler?

Auer: Ich möchte mich in jedem Fall einbringen. Wir haben eine gute Mischung aus jungen Talenten und erfahrenen Leuten.

bundesliga.de: Das erste Drittel der Saison ist vorüber. Aachen mischt kräftig vorne mit. Hat die Alemannia das Zeug, der dritte Verein zu werden, mit dem Sie aufsteigen?

Auer: Wir stehen nach einem Drittel der Saison gut da, das Zeug dazu haben wir also. Aber die 2. Bundesliga ist eine kleine Wundertüte. Der Aufstieg wird sich erst spät entscheiden.

bundesliga.de: Beim FSV Frankfurt gelang endlich der lang ersehnte erste Auswärtssieg. Gibt das Auftrieb für das Spiel in Oberhausen?

Auer: Es ist gut, dass das Gerede über das Thema Auswärtssieg vorbei ist. Aber in Oberhausen hilft uns das nicht mehr, da müssen wir von der ersten Minute heiß drauf sein nachzulegen.

bundesliga.de: RWO wird nach zwei Siegen in Serie gegen Rostock und 1860 München sicher selbstbewusst auftreten. Zudem ist der Club daheim seit drei Spielen ungeschlagen. Was erwarten Sie von der Partie?

Auer: Die Oberhausener haben sich in die Saison reingearbeitet, stehen jetzt sehr gut da und haben sicher eine breite Brust. Wir waren in den vergangenen Auswärtsspielen ziemlich stabil und haben eine kleine Serie gestartet. Es sollte also ein interessantes Spiel werden.

Die Fragen stellte Sebastian Stolz