Der MSV Duisburg zählt in dieser Saison zu den Mannschaften, die im Rennen um den Aufstieg in die Bundesliga sicher eine gewichtige Rolle spielen werden. Um sich im oberen Tabellenbereich zu etablieren, wurde unter anderem auch Frank Fahrenhorst verpflichtet.

Der Abwehrrecke kam von Hannover 96, wo er zuletzt mit Verletzungsproblemen zu kämpfen hatte. Im Interview mit bundesliga.de zeigt er sich froh über den Wechsel zu den "Zebras". Er spricht über die Ziele des MSV, seinen Mentor Peter Neururer und den Saisonauftakt.

bundesliga.de: Herr Fahrenhorst, der MSV Duisburg startete mit einem Sieg in die neue Saison. Was war ausschlaggebend für den Erfolg?

Frank Fahrenhorst: Wir sind super in das Spiel gestartet, konnten direkt die erste Chance nach vier Minuten nutzen und haben so Sicherheit bekommen und das Spiel eigentlich immer dominiert. Lediglich in der Schlussphase wurde es unnötigerweise noch mal eng, weil wir zuvor nicht entschlossen genug unsere weiteren guten Chancen verwertet haben.

bundesliga.de: Wie wichtig ist ein Auftaktsieg zum Saisonstart für die Psyche einer Mannschaft?

Fahrenhorst: Ein Sieg zum Auftakt ist immer wichtig für das Selbstvertrauen. Noch besser ist es aber wenn man direkt nachlegen kann. Das wollen wir am Freitag gegen Cottbus.

bundesliga.de: Wie würden Sie Ihre eigene Leistung gegen den FSV Frankfurt bewerten?

Fahrenhorst: Ich bin ganz zufrieden mit meiner Leistung. Natürlich ist gerade zu Saisonbeginn immer noch Steigerungspotenzial vorhanden, aber nach meiner Verletzungspause noch während der Zeit bei Hannover 96 ist es besonders wichtig in den Rhythmus zu kommen.

bundesliga.de: Auf dem Papier sieht es aus, als sei die Defensivabteilung die Stärke des MSV. Wie sieht es nach dem Abgang von Cedric Makiadi in der Offensive aus?

Fahrenhorst: Das hat Sandro Wagner mit seinen Treffern in Frankfurt eigentlich schon beantwortet. Auch Dorge Kouemaha , der in der letzten Saison 14 Treffer für den MSV erzielt hat, macht einen guten Eindruck. Ich mache mir keine Sorgen um unsere Offensive.

bundesliga.de: Sind Sie schon in Duisburg angekommen?

Fahrenhorst: Bisher hatte ich kaum Zeit, mir die Stadt anzusehen. Aber das kommt noch. Mit meiner Frau und meinen Kindern gehe ich bestimmt in Kürze mal in den Zoo oder schaue mir an einem freien Tag etwas an. Ansonsten fühle ich mich im Ruhrgebiet pudelwohl, da es meine Heimat ist.

bundesliga.de: Sie spielen in Duisburg unter Peter Neururer. Er war schon in Bochum und Hannover Ihr Trainer. Was zeichnet ihn aus?

Fahrenhorst: Peter Neururer ist ein großartiger Motivator, der es versteht alles aus einem Spieler und einer Mannschaft herauszukitzeln. Darüber hinaus ist er einer der erfahrensten Trainer im Profifußball.

bundesliga.de: War er der Grund für Ihre Vertragsunterschrift in Duisburg?

Fahrenhorst: Er hat eine große Rolle gespielt. Hinzu passte, dass wir in der Nähe ein Haus gebaut haben und gerne zurück ins Ruhrgebiet wollten und der MSV ein ambitionierter Club ist, der wieder in die Bundesliga zurück will, wo er mit seinem Umfeld auch hingehört.

bundesliga.de: Was kann der MSV Duisburg in dieser Saison erreichen?

Fahrenhorst: Wenn alles passt, wenig Verletzungen vorausgesetzt, spielen wir eine gewichtige Rolle um den Aufstieg mit.

bundesliga.de: Am 2. Spieltag trifft der MSV auf Energie Cottbus. Würden Sie dieses Duell als einen Schwergewichtskampf der 2. Bundesliga bezeichnen?

Fahrenhorst: Da treffen zwei Mannschaften aufeinander, die beide das Potential haben oben mitzuspielen, wobei Cottbus als Absteiger, der sich sehr gut verstärkt hat, leichter Favorit ist.

bundesliga.de: Worin liegen Ihrer Meinung nach die Stärken der Cottbuser?

Fahrenhorst: Das ist für mich schwer zu beurteilen. Cottbus war immer bekannt für die Heimstärke. Alles andere werden wir sehen beziehungsweise hoffentlich am Freitag nicht sehen.

Die Fragen stellte Sebastian Stolz