Bereits nach dem 31. Spieltag der Saison 2008/09 war es perfekt: Der SC Freiburg hatte sich den Aufstieg in die Bundesliga und gleichzeitig auch die Meisterschaft in der 2. Bundesliga gesichert.

Dass der SC dafür als erstes Team überhaupt sogar mit einer Meisterschale belohnt wurde, war für die Mannschaft von Trainer Robin Dutt das Sahnehäubchen auf eine tolle Saison. Endlich wurde in Freiburg wieder Bundesliga-Fußball geboten.

Dabei verfügte der Sportclub lange Zeit über keine eigene Heimspielstätte. Erst 1954 wurde das Dreisamstadion gebaut, glich aber bis 1970 eher einem Sportplatz als einem Stadion. Dann wurden die ersten Sitzmöglichkeiten für Fans errichtet, eine echte Arena war jedoch erst nach dem Zweitliga-Aufstieg 1978 zu erkennen.

Alle Ränge überdacht

Durch den Bau einer Haupttribüne fanden nun 15.500 Zuschauer in der Freiburger Spielstätte Platz. Zu Beginn der Saison 1995/96 wurde die Besucher-Kapazität noch einmal auf 18.000 erhöht, außerdem wurde eine Flutlichtanlage installiert.

Sein heutiges Aussehen hat das im Januar 2012 in MAGE SOLAR Stadion umbenannte Schmuckkästchen dem letzten Ausbau im Jahr 1998 zu verdanken. Die maximale Zuschauerzahl wurde auf 25.000 (14.500 Sitzplätze, 10.500 Stehplätze) erhöht, außerdem wurden alle Ränge überdacht.

Klage aus der Nachbarschaft

Somit herrscht im verhältnismäßig kleinen Stadion - und dank den Freiburger Fans - eine stimmungsvolle Atmosphäre. Erneute Erweiterungsmaßnahmen sind nicht in Sicht, da es dem Verein nach einer Klage aus der Nachbarschaft des Stadions untersagt ist, weitere Kapazitätserhöhungen durchzuführen.

2005 wurde am MAGE SOLAR Stadion - sehr zur Freude aller Umweltschützer - eine weltweit einzigartige Modernisierung vorgenommen. Dank zweier großer installierter Sonnenkollektoren auf den Dächern der Nordtribüne und der Gegengeraden produziert das Stadion heute 146.000 kwh Strom pro Jahr. Das deckt beinahe den gesamten Stromverbrauch der Arena und macht sie zum ersten Solarstadion weltweit.

Lob eines "Galaktischen"

Glaubt man den Worten eines äußerst Erfolgreichen seiner Zunft, so ist neben der Mannschaft und der Umweltfreundlichkeit der Stadions noch etwas anderes bundesligatauglich. Wenn nicht sogar noch mehr. Laut Superstar Ruud van Nistelrooy ist im MAGE SOLAR Stadion "der beste Rasen der Welt" verlegt.

Der Holländer kann dies aus eigener Erfahrung berichten, da er während der Fußball-WM 2006 mit seiner Nationalmannschaft an der Dreisam trainierte. Sollte der Zustand des Grüns immer noch derart herausragend sein, so hat sich auch der Freiburger Platzwart ein erstklassiges Lob verdient. Die äußeren Voraussetzungen für eine neue Bundesliga-Saison könnten besser kaum sein als in Freiburg.