München - Premiere am Main. FSV Frankfurt gegen Eintracht Frankfurt - dieses Derby gab es im Profi-Fußball noch nie. Die Rollen sind klar verteilt, alles andere als ein Sieg der "großen" Eintracht wäre eine faustdicke Überraschung. Dazu muss die Elf von Trainer Armin Veh aber eine "schwarze Serie" beenden.

Seinen Aufwärtstrend fortsetzen will dagegen Dynamo Dresden im Heimspiel gegen den SC Paderborn. Zudem empfängt der FC Energie Cottbus den Karlsruher SC (alle Spiele ab 13 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

FSV Frankfurt - Eintracht Frankfurt

Keine Frage - für den FSV ist das Duell mit dem großen Nachbarn das "Spiel des Jahres". Damit sich das auch finanziell lohnt, gab der FSV sogar sein Heimrecht ab. Statt im heimischen Volksbank Stadion wird das Derby in der Commerzbank-Arena stattfinden. Vielleicht entpuppt sich dieser Umzug später sogar noch als genialer Schachzug. Denn momentan ist es nicht wirklich von Vorteil für die Eintracht, vor heimischen Publikum aufzutreten.

Der letzte Sieg in der Commerzbank-Arena liegt schon eine halbe Ewigkeit zurück. Am 19. März dieses Jahres bezwangen die Hessen den FC St. Pauli mit 2:1. Gegen den FSV muss diese Serie ad acta gelegt werden. "Ich weiß natürlich, dass es für unsere Fans wichtig ist", betont Veh, der bei seinem letzten Derby keine guten Erfahrungen gemacht hat. Im Februar verlor er mit dem Hamburger SV gegen den krassen Außenseiter St. Pauli 0:1. Ein Hoffnunsschimmer also für den FSV, der allerdings von den letzten 20 Zweitligaspielen nur eines gewinnen konnte, am 15. April mit 2:1 gegen 1860 München. Immerhin stellt das Team von Trainer Hans-Jürgen Boysen mit nur drei Gegentoren die beste Defensive der Liga. "In diesem einen Spiel können wir die Eintracht schlagen. Das wäre ein absolutes Highlight für alle FSV-Fans", äußert sich FSV-Manager Uwe Stöver.

Für die FSV-Akteure Alexander Huber und Patric Klandt ist es zudem ein Wiedersehen mit dem Ex-Club. Beide Trainer können fast aus dem Vollen schöpfen. Armin Veh muss allerdings den gesperrten Top-Torjäger Alexander Meier ersetzen.




Dynamo Dresden - SC Paderborn

Die Freude war groß bei den Dresdner Anhängern nach dem ersten Saisonsieg gegen den 1. FC Union Berlin. Gegen den SC Paderborn will die Elf von Trainer Ralf Loose nun nachlegen. Ein Dresdner Neuzugang freut sich dabei besonders auf die Paderborner. Cidimar spielte mit Fürth und dem FSV Frankfurt sechs Mal gegen Paderborn und erzielte dabei vier Tore. "Erst einmal ist der Sieg für die Mannschaft wichtig. Leider hat es gegen Union noch nicht zu meinem Tor gereicht, doch jetzt möchte ich treffen", sagt der Brasilianer.

Für die Gäste ging es nach dem 2:1-Auftaktsieg in Rostock abwärts, aus den vergangenen drei Partien sprang nur noch ein Punkt heraus. Dennoch sieht Roger Schmidt sein Team in der Spur. "In den Vergleichen mit den Aufstiegsaspiranten Fortuna Düsseldorf und Greuther Fürth waren wir gleichwertig und hätten sogar einen Sieg verdient gehabt", meint der SCP-Trainer.

Die Gäste bangen noch um den Einsatz von Abwehrspieler Sören Gonther (Muskelprellung im Oberschenkel). Ralf Loose muss weiter auf die gesperrten Christian Fiel und Pavel Fort sowie auf Filip Trojan (Oberschenkelprellung) und Lars Jungnickel (krank) verzichten.




FC Energie Cottbus - Karlsruher SC

Cottbus gegen Karlsruhe, da war doch was. In der vergangenen Saison trennten sich beide Teams in einem atemberaubenden Spiel 5:5. Gegen ein erneutes Tor-Spektakel hätten die Zuschauer wohl nichts einzuwenden. "Wir dürfen uns nicht so viele Tore einfangen, schießen dürfen wir sie natürlich wieder", sagt KSC-Trainer Rainer Scharinger schmunzelnd. Neuzugang Giuseppe Aquaro steht gegen die Lausitzer vor seinem Startelf-Debüt, er soll als Rechtsverteidiger Florian Lechner (Sehnenentzündung) ersetzen.

Die Cottbuser sind nach dem 2:0-Auswärtserfolg vergangene Woche bei Alemannia Aachen wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt. Mit einem Heimsieg gegen den KSC will sich die Elf von Trainer Claus-Dieter Wollitz weiter in der oberen Tabellen-Hälfte festsetzen. Fraglich sind aber noch die Einsätze von Dimitar Rangelov und Leonardo Bittencourt. "Wir hoffen, dass sie fit werden", erklärt Wollitz.

Definitv verzichten muss er weiter auf Markus Brzenska (Achillessehnen-Abriss) und den gesperrten Konstantin Engel verzichten. Beim KSC fehlen neben Lechner auch noch Stefan Müller (Schienbein) und Thomas Konrad (Adduktoren).