München - Letzter Spieltag, Mittelfeld der Tabelle - alles gelaufen? Von wegen! Auch wenn das Aufstiegsrennen schon gelaufen ist und sich der Kampf um Relegationsplatz 16 auf nur noch zwei Teams beschränkt, geht es für den Großteil der Clubs in der 2. Bundesliga noch um etwas. Man will sich mit einem ordentlichen Auftritt von den Fans verabschieden, ehe es in die Sommerpause geht.

Besonders die Mannschaften, die am 34. Spieltag noch einmal einen Heimauftritt haben, wollen die Chance nutzen und einen Dreier einfahren. Und dann stellt sich noch die Frage, wie der 1.FC Köln den angekündigten Abschied von trainer Holger Stanislawski verkraftet hat. bundesliga.de blickt auf die Partien voraus ( ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Ingolstadt will einen "sauberen Abschluss" der Saison hinbekommen, sagte Tomas Oral vor dem Spiel gegen Köln. Der FCI, der am Sonntag nur auf Andreas Buchner, Reagy Ofosu und Andreas Görlitz verzichten muss, hatte die gesamte Spielzeit über nichts mit dem Abstieg zu tun und will sich daher in der Partie gegen den FC bei den Fans bedanken. "Wir wollen aggressiv zu Werke gehen", so der Trainer, der keine Experimente wagen wird. "Wir wollen noch einmal alles abrufen."

Auch Köln will sich seinen Anhängern noch einmal von der Schokoladenseite präentieren. "Auch wenn wir das ganz große Ziel nicht mehr erreichen können, wollen wir unbedingt noch einmal drei Punkte holen", betonte Holger Stanislawski. Der Trainer selbst zog am Samstagabend die Konsequenzen aus dem verpassten Aufstieg und kündigte seinen Rücktritt an. Das letzte Ziel der "Geißböcke", bei denen Kevin McKenna und Adil Chihi nicht mit an die Donau reisten, ist Platz 4. Dafür dürfte der FSV Frankfurt jedoch in Braunschweig nicht gewinnen und der FC bräuchte drei Punkte.



Schiedsrichteransetzungen

Der VfL Bochum hat im Spiel gegen den 1. FC Union Berlin einen Sieg als Ziel ausgegeben. Immerhin geht es für den Revierclub noch um Platz 1 - in der Formtabelle. Seit dem Amtsantritt von Peter Neururer hat der VfL nur eine Niederlage kassiert und vier Siege eingefahren - nur Hertha ist besser. Sollten die Hauptstädter am Sonntag nicht gewinnen und Bochum Union schlagen, würde sich die Elf von der Castroper Straße auf Rang 1 schieben.

Platz 6 in der Endtabelle kann der 1. FC Union Berlin noch erreichen. Doch den Sieg bekommt man in Bochum nicht geschenkt, weiß Uwe Neuhaus: "Die Mannschaft hat zwölf erstligaerfahrene Spieler. Die Situation, in die sie sich gebracht haben, war unnötig. Sicher wollen sie sich von ihrem Heimpublikum ordentlich verabschieden." Der Trainer muss gegen den VfL auf Patrick Kohlmann verzichten, der eine Gelbsperre absitzt.



Schiedsrichteransetzungen

Nach einer unnötig langen Zitterpartie hat auch der MSV Duisburg vergangenen Woche den Klassenerhalt gesichert. Nun soll beim letzten Heimspiel der Saison, bei dem Julian Koch, Dzemal Berberovic, Stephan Hennen, Xhelil Abdulla, Toni da Silva, Valeri Domovchiyski und Srdjan Baljak verabschiedet werden, ein Sieg her, um die Saison zu einem versönlichen Abschluss zu bringen. Kost Runjaic spricht von einem "symbolischen Spiel für die neue Saison" und fügt an, dass "wir mit einem guten Gefühl in den Urlaub gehen wollen".

"Wenn die Mannschaft den Schwung aus dem 2:0-Heimsieg gegen 1860 München und aus den jüngsten Trainingseinheiten mitnimmt, werden wir in Duisburg gewinnen", gibt sich Interimstrainer Rene Müller zuversichtlich. Damit hätte der SC Paderborn dann auch den 10. Platz gesichert, bei dem wohl dieselbe Elf auf dem Platz stehen wird wie vergangene Woche. "Aus sportlicher Sicht gibt es keinen Grund für eine Änderung", betonte Müller.



Schiedsrichteransetzungen

"Wir versuchen alles, um noch den 6. Platz zu erreichen", verspricht 1860-Chefcoach Alexander Schmidt. Damit das auch klappt, müssen die "Löwen" gewinnen und auf einen Ausrutscher von Cottbus (bei der Hertha) hoffen. Allerdings kündigte Schmidt, der ohnehin auf die Verletzten Stefan Wannenwetsch, Daniel Bierofka und Grzegorz Wojtkowiak sowie Moritz Volz (gesperrt) verzichten muss, einige Veränderungen an: "Im Hinblick auf die kommende Saison möchte ich dem ein oder anderen die Chance geben, sich zu zeigen."

"Noch einmal alles abverlangen", gab Ralph Hasenhüttl als Marschroute für den Auftritt in der Allianz Arena aus. Auch der Aufsteiger von der Ostalb kann sich noch den 6. Platz sichern. Ein Sieg in München wäre der erste Schritt dahin. Fehlen werden dabei weiterhin Andreas Hofmann, Martin Dausch und wohl auch Oliver Barthsowie Junior Mössmer.



Schiedsrichteransetzungen