Köln - Es wird richtig heiß in der 2. Bundesliga am 6. Spieltag. Diese fünf brandheißen Fakten müssen sie auf jeden Fall wissen.

Heißer Freitag

Gleich fünf der sechs Teams, die bereits am Freitag spielen, sind sehr gut in die Saison gestartet und stehen in der oberen Tabellenhälfte. Besonders heiß werden die Duelle zwischen dem SC Freiburg und dem 1. FC Kaiserslautern (gefühlt eigentlich ein Bundesliga-Duell) sowie dem SV Sandhausen und VfL Bochum. Hätten die Sandhäuser nicht einen Drei-Punkte-Abzug zu verkraften, ständen sie in der Tabelle noch besser da. Bochum ist ohnehin das Team der Stunde, hat mit 15 Zählern als einzige Mannschaft die perfekte Punkteausbeute.

Heißes Frankenland

Am Sonntag steht das 259. Franken-Derby (bisher 137 Club-Siege, 48 Remis, 73 Fürther Erfolge) zwischen der SpVgg Greuther Fürth und dem 1. FC Nürnberg an. Es ist das deutsche Rekordderby und trotz der besseren Gesamtbilanz von Nürnberg, hatte zuletzt meistens Fürth die Nase vorne. Nur eines der vergangenen 14 Pflichtspiele gegen den Club (1:2 in Nürnberg am 23. November 2008) ging für die Spielvereinigung verloren.

Zuletzt gab es sogar ein klares 5:1 für die Gastgeber. Dieses 5:1 in der Vorsaison war Fürths höchster Sieg im Franken-Derby seit 1957. Zudem ist auch tabellarisch Spannung gegeben. Mit einem Sieg könnte die derzeit dreizehnte Spielvereinigung am Zehnten Nürnberg vorbeiziehen. Aber: fünf der letzten sechs Duelle, in denen Fürth Heimrecht hatte, endeten unentschieden.  

Heiß, weil ohne Sieg

Im Duell zwischen Fortuna Düsseldorf und 1860 München am Sonntag treffen zwei von drei noch sieglosen Teams aufeinander. Dementsprechend sind beide Mannschaften richtig heiß auf den ersten Dreier. Guckt man auf die Bilanz könnte das allerdings schwer werden - für beide. Die Bilanz in der 2. Bundesliga zwischen beiden Clubs ist exakt ausgeglichen: Drei Fortuna-Siegen stehen drei Löwen-Erfolge gegenüber, vier Mal trennte man sich remis. 

Ein Unentschieden auch diesmal? Nicht unwahrscheinlich. Schließlich hat die Fortuna im eigenen Stadion Probleme, wartet saisonübergreifend mittlerweile seit sechs Spielen auf einen Sieg. 1860 hingegen tut sich auswärts besonders schwer, blieb die letzten fünf Spiele in fremden Stadien sieglos.

Heiße Zebras

Noch schlechter als die Gesamtbilanz des MSV Duisburg in dieser Saison (5 Spiele, 2 Unentschieden, 3 Niederlagen) liest sich die Auswärtsbilanz der Zebras. Beide Auswärtsspiele verlor der MSV – bei 0:5 Toren. Am 2. Spieltag gab es ein 0:3 in Bochum und am 4. Spieltag ein 0:2 in Karlsruhe. Damit sind die Duisburger das schlechteste Auswärtsteam der 2. Bundesliga.

Der Aufsteiger will wie Düsseldorf und 1860 aber nun endlich den ersten Sieg einfahren, wird es gegen den FC St. Pauli aber extrem schwer haben, denn die Kiezkicker sind extrem gut drauf. Auch wenn man zuletzt in Frankfurt verlor. "Man merkt es der Mannschaft an: Wir sind weiter gierig und wollen an die positiven Ergebnisse anknüpfen und von Spiel zu Spiel unsere Punkte holen", sagte Pauli-Spieler Lasse Sobiech im exklusiven Interview mit bundesliga.de. Am Montag wird es am Millerntor in jedem Fall heiß hergehen.

Heißer Cheftrainer

© imago / Koch

Sascha Lewandowski ist beim 1. FC Union Berlin neuer Chefcoach und wird im Spiel gegen den Karlsruher SC am Samstag im Wildparkstadion sein Debüt an der Linie geben. In der Bundesliga stand Lewandowski bei 45 Spielen als Chef- oder Interimstrainer an der Seitenlinie und gewann dabei mit 27 Partien (11 Remis, 7 Niederlagen) deutlich mehr als die Hälfte der Spiele unter seiner Verantwortung (60%). Lewandowski holte im Schnitt 2.04 Punkte als Leverkusener Bundesligacoach – so viele wie kein anderer Übungsleiter der Werkself (mit mehr als 4 Spielen).

Diese Qualitäten muss er nun auch in Köpenick unter Beweis stellen, will er das Ruder so schnell wie möglich herumreißen. Gegen Karlsruhe wird das aber sehr schwer, schließlich ist Union der absolute Lieblingsgegner des KSC. Nur drei der 16 Spiele in der 2. Bundesliga gegen den KSC konnte Berlin gewinnen.

Dennis-Julian Gottschlich