Spitzenspiel in Düsseldorf: Mit dem Verfolgerduell zwischen dem Tabellenvierten Fortuna Düsseldorf und dem Dritten Arminia Bielefeld wird am Freitagabend der 15. Spieltag der 2. Bundesliga eingeläutet (alle Partien ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Während Aufsteiger Düsseldorf in dieser Saison noch kein Heimspiel verloren hat, ist Bundesliga-Absteiger Bielefeld seit drei Partien sieg- und vor allem auch torlos. Da die Fortunen zudem in jeder ihrer vergangenen sieben Partien mindestens einen Treffer erzielten, scheint die Ausgangslage für die Rheinländer hervorragend zu sein. Mit einem "Dreier" würde der Rückstand auf die Arminen auf nur noch einen Punkt verkürzt.

Fortuna mit zuletzt drei Heimsiegen in Folge

Für Düsseldorfs Trainer Norbert Meier hat Bielefeld "den stärksten Kader der Liga". Trotzdem will der Coach die Serie von sieben Spielen ohne Niederlage in der heimischen ESPRIT arena weiter ausbauen. Der 51-Jährige hofft, dass der Funke von den Zuschauerrängen auf die Mannschaft überspringt: "Wir müssen rausgehen und den Zuschauern zeigen, dass wir eine Mannschaft sind und uns zerreißen."

Verzichten muss Meier beim Unternehmen "Heimsieg" auf Michael Melka (Fußverletzung), Anderson (Muskelquetschung im Oberschenkel), Fabian Hergesell (Oberschenkelprellung), Marco Christ (Innenbandanriss) und Dmitriy Bulykin (Haarriss im Fuß).

Gerstner fordert mehr Offensivaktionen

Für die Arminia soll es gegen den Tabellenvierten nach drei torlosen Spielen in Folge endlich wieder im gegnerischen Gebälk krachen.

"Wir wollen uns in der Offensive verbessern, defensiv haben wir wenig zugelassen", gibt Gerstner die Marschrichtung vor. Die Stimmung im Team sei weiterhin gut, betonte er. Doch die allein genüge nicht: "Wir brauchen eine gesunde Mischung aus guter Stimmung und absolutem Willen."

Den gesunden Willen hat Mittelfeldspieler Kasper Risgard durch eine überzeugende Leistung gegen Kaiserslautern bewiesen, weshalb er auch in Düsseldorf auf einen Einsatz von Beginn an hoffen darf. Bielefeld muss auf Markus Bollmann (Schlüsselbeinbruch), Markus Schuler (Rippenbruch) und Oliver Kirch (Innenbandanriss) verzichten.




1. FC Union Berlin - FC Energie Cottbus

Viel Brisanz steckt auch im Berlin-Brandenburg-Duell zwischen Union Berlin und Energie Cottbus. Die beiden Teams treffen im Derby allerdings mit unerwarteten Ausgangspositionen aufeinander: Aufsteiger Union grüßt vom 5. Tabellenplatz, während der Bundesliga-Absteiger aus der Lausitz aktuell nur den 11. Rang belegt. Die ambitionierten Cottbuser wollen mit einem "Dreier" in der Hauptstadt Boden gut machen und zum ersten Mal seit fünf Auswärtspartien in der Fremde wieder siegen.

Auch für Union-Trainer Uwe Neuhaus und seine Mannen soll es nach drei Niederlagen in Folge mal wieder ein Erfolgserlebnis geben. Vor allem die acht Gegentore in den vergangenen drei Spielen können dem Chef-Trainer nicht gefallen. "Das ist ganz klar zu viel, da muss man ins Grübeln kommen", gesteht auch Innenverteidiger Christian Stuff.

"Wir wol­len den Bock umstoßen und mit einem Derby-Sieg einiges wieder­gutmachen", sagt Neuhaus.

Gegen die Lausitzer müssen die "Eisernen" erneut auf Karim Benyamina verzichten. Der Stürmer hat sich zusätzlich zu seinen muskulären Problemen einen grippalen Infekt eingehandelt und kann derzeit nicht trainieren. Unterdessen hat John Jairo Mosquera am Mittwoch mit leichtem Lauftraining begonnen. Ein Einsatz am Freitag steht jedoch nicht zur Debatte.

"Pele" erhofft sich "Fußball mit Herz"

Auch die Energie-Spieler und Trainer Claus-Dieter Wollitz sind schon im "Derby-Fieber". Wollitz freut sich vor allem auf die "geile Stimmung" an der Alten Försterei. Der 44-Jährige erwartet von beiden Teams "Fußball mit Herz".

Während Marco Kurth mit der Mannschaft trainiert hat und deshalb zum Kader gehören könnte, ist der Einsatz von Igor Mitreski (Achillessehne) und Sergiu Radu (Magen-Darm-Grippe) wohl unmöglich. Auch Clemens Fandrich (Bluterguss an der Patellasehne), Timo Rost (Aufbautraining), Heiko Schwarz, Dennis Sörensen und Nils Miatke (alle in der Reha) befinden sich nicht im Mannschaftstraining und sind deshalb nicht im Aufgebot. Fraglich sind darüber hinaus die beiden kranken Torhüter Lars Hirschfeld und Frank Lehmann.

Ob der FCE-Trainer in Berlin die gleiche Startformation wie beim 3:0 gegen Oberhausen aufbieten wird, ließ "Pele" Wollitz offen. Denkbar wäre, Jiayi Shao in die Anfangsformation zu beordern. "Aber wir müssen die Mannschaft mit viel Vernunft und so ausgewogen wie möglich aufstellen. Shao kann auch von der Bank kommen und dann mit seinen Standards vielleicht den Unterschied ausmachen in einer Begegnung auf Augenhöhe", so der Energie-Coach.




FC Augsburg - FSV Frankfurt

Der FC Augsburg will gegen den FSV Frankfurt unbedingt gewinnen, um den Anschluss an die Aufstiegsränge halten zu können. Die Frankfurter fuhren bei ihrem vergangenem Auswärtsauftritt in Oberhausen mit einem 3:1-Sieg allerdings die ersten Punkte auf fremdem Platz ein und reisen nun dementsprechend optimistisch in die Fuggerstadt.

Der FCA musste in dieser Saison erst eine Heimniederlage hinnehmen, allerdings endeten die Partien vor heimischem Publikum bereits vier Mal mit einem Remis.

Druck machen von Beginn an

Gegen den FSV soll aber nach Möglichkeit mehr als ein Punkt herausspringen. "Wir werden an unserer offensiven Ausrichtung festhalten und versuchen, den FSV von Beginn an unter Druck zu setzen", kündigte Augsburgs Coach Jos Luhukay an. Aber der Niederländer weiß auch, dass es nicht leicht wird: "Der FSV wird alles tun, um die Abstiegszone in den nächsten Wochen zu verlassen. Wir müssen uns mit gutem und vor allem sicherem Pass-Spiel Chancen erspielen und diese dann nutzen."

Zwei Spieler kehren wieder in den Kader zurück, die vergangene Woche in Duisburg noch passen mussten: Axel Bellinghausen hat seine Grippe auskuriert und steht ebenso wieder zur Verfügung wie Andrew Sinkala, der eine Gelbsperre abgesessen hat. Dafür hat Luhukay aber auch einen Ausfall zu verkraften: Mittelfeldspieler Patrick Mölzl kann aufgrund einer Entzündung im Knie nicht trainieren und fällt aus.

Boysen erwartet "heißen Tanz"

Auf Seiten der Gäste ist FSV-Geschäftsführer Bernd Reisig überzeugt, dass die Hessen "mit hundertprozentiger Einstellung überall eine Chance haben, zumindest einen Punkt mitzunehmen".

Frankfurts Trainer Hans-Jürgen Boysen warnte derweil vor der starken Augsburger Offensive um Michael Thurk, den Top-Torjäger der Liga: "Unsere Abwehrreihe wird sich auf einen heißen Tanz einstellen müssen, wir müssen Thurk und Torghelle in den Griff kriegen."

Verzichten muss Boysen in Augsburg weiterhin auf die Langzeitverletzten Anil Albayrak und Christian Müller (beide Kreuzbandriss). Dagegen sind Junior Ross und Dajan Simac in dieser Woche wieder ins Training eingestiegen, allerdings noch nicht zurück im FSV-Kader.