Erzgebirge Aue ist der erste Aufsteiger in die 2. Bundesliga. Gegen den direkten Mitkonkurrenten Eintracht Braunschweig gewannen die Sachsen 2:1 (0:0) und können mit 68 Punkten nicht von einem der ersten beiden Plätze der 3. Liga verdrängt werden.

Das umjubelte Tor zum Aufstieg nach zweijähriger Zweitliga-Abstinenz erzielte Pierre Le Beau fünf Minuten vor Schluss. Am 8. Mai kommt es am letzten Spieltag zu einem Duell um den zweiten Aufstiegsplatz zwischen dem VfL Osnabrück (66 Punkte) und dem FC Ingolstadt (63). Für den Tabellenvierten Braunschweig (61) geht es nach der Niederlage in Aue nur noch um den Relegationsplatz drei.

Osnabrück hat es selbst in der Hand

Osnabrück hat es nach dem 3:1 (0:1) den bereits feststehenden Absteiger Holstein Kiel nun selbst in der Hand, mit mindestens einem Punkt am letzten Spieltag bei Wacker Burghausen den direkten Wiederaufstieg perfekt zu machen. Ingolstadt benötigt unterdessen nach dem klaren 5:1 (3:1) beim SV Wehen-Wiesbaden auf jeden Fall einem Sieg vor eigenem Publikum gegen den SV Sandhausen und muss auf einen Ausrutscher der Osnabrücker hoffen. Braunschweig empfängt Rot-Weiß Erfurt.

Die letzte reele Chance auf den Aufstieg verspielte dagegen Carl Zeiss Jena mit einem 1:1 (0:1) beim bereits als Absteiger feststehenden Wuppertaler SV. Mit 60 Punkten haben die Thüringer vor dem letzten Spieltag drei Punkte und 15 Tore Rückstand auf den Tabellendritten Ingolstadt.

Sieg bei Scholls letztem Spiel als Bayern-Trainer

Ebenfalls Siege feierten Absteiger Borussia Dortmund II beim 2: 0 (2:0) gegen Jahn Regensburg, der 1. FC Heidenheim beim 3:0 (3:0) gegen Dynamo Dresden und Mehmet Scholl bei seinem letzten Heimspiel als Trainer des FC Bayern München II. Die Münchner siegten 2:1 (1: 0) gegen Werder Bremen II.

Auch der VfB Stuttgart II holte sich am vorletzten Spieltag noch einen Dreier. Gegen die SpVgg Unterhaching gelang den Schwaben ein 3:1 (2:0). Unentscheiden trennten sich der SV Sandhausen und Kickers Offenbach (1:1) sowie Rot-Weiß Erfurt und Wacker Burghausen (1:1).

Im Erzgebirge brechen alle Dämme

Im ausverkauften Erzgebirgsstadion in Aue traf Marc Hensel (53.) zur vielumjubelten Führung, ehe Braunschweigs Mirko Boland (65.) für Ernüchterung sorgte. Nach dem Tor von Le Beau per Kopf brachen in Aue dann letztendlich alle Dämme.

In Osnabrück erwiesen sich die Fans der Kieler als schlechte Verlierer. Sie sorgten durch Abbrennen von Feuerwerkskörpern für eine 15-minütige Spielunterbrechung. Zuvor hatte Marc Heider (3.) die Gästeführung erzielt.

Erst nach der Pause kam Osnabrück durch Dennis Schmidt (57.) zum Ausgleich. Björn Lindemann (76.) und erneut Schmidt per Handelfmeter (90.) stellten den VfL-Sieg sicher.