Der 1. FC Kaiserslautern kann in Oberhausen einen weiteren großen Schritt Richtung Bundesliga machen. Augsburg wil im Derby wieder punkten, Koblenz, Frankfurt und Rostock kämpfen um den Klassenerhalt (alle Sonntagspartien ab 13:15 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio!).

Rot-Weiß Oberhausen - 1. FC Kaiserslautern

Gefühlte Bundesliga-Atmosphäre durften die Profis des 1. FC Kaiserslautern bei den Montagsspielen gegen den FC St. Pauli und am vergangenen Spieltag gegen 1860 München auf dem Betzenberg schon erleben. In Oberhausen könnte der FCK jetzt einen ersten entscheidenden Schritt Richtung Aufstieg machen. Gewinnen die Pfälzer bei RWO und siegt Fortuna Düsseldorf am Montag nicht gegen St. Pauli, hätte der FCK immerhin schon den Relegationsplatz sicher.

Trainer Marco Kurz bleibt trotzdem bei seiner Linie und konzentriert sich voll und ganz auf den Gegner. "Sie spielen sehr konstant, haben zuletzt Paderborn und Karlsruhe geschlagen und schalten aus einer sicheren Deckung heraus schnell und kampfstark auf Angriff um´. Uns erwartet ein Kampfspiel in Oberhausen", sagte Kurz.

Für ihn endet im Stadion Niederrhein eine schier unglaubliche Serie: Erstmals in dieser Saison muss Kurz seine Abwehr umstellen. Bislang hatten Torhüter Tobias Sippel und die Abwehrspieler Rodnei, Martin Amedick, Alexander Bugera und Florian Dick alle 28 Saisonspiele von der ersten bis zur letzten Minute bestritten. Nun muss Dick wegen seiner fünften Gelben Karte zuschauen. Bis auf Pierre de Wit und Manuel Hornig sind sonst aber alle FCK-Profis einsatzbereit.

Gordon zurück in die Startelf

Die Luxusprobleme des Kollegen würde RWO-Trainer Hans-Günter Bruns sicher gerne auch haben, nach zuletzt zwei Siegen in Folge sind die "Kleeblätter" aber immerhin auf einem guten Weg zum Klassenerhalt. Fünf Punkte beträgt der Vorsprung auf den Relegationsplatz, am Sonntag sollen nach Möglichkeit weitere hinzukommen.

Dabei kann auch Daniel Gordon nach abgesessener Gelb-Sperre wieder helfen. "Aufgrund seiner Kopfballstärke brauchen wir ihn gegen den FCK", erklärte Bruns. Wer für Gordon aus dem Team genommen wird, steht noch nicht fest. Die jüngst angeschlagenen Moritz Stoppelkamp und Markus Heppke trainieren seit Donnerstag wieder, Oliver Petersch (Rückenprobleme) droht dagegen auszufallen.

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FC Augsburg - SpVgg Greuther Fürth

Zwei Mal hat der FC Augsburg in Folge als Verlierer den Platz verlassen (0:2 im Pokal-Halbfinale in Bremen, 0:4 bei Alemannia Aachen). Nach dem Verlust von Platz 2 an den FC St. Pauli will das Team von Trainer Jos Luhukay im bayerischen Derby gegen Fürth wieder den Umschwung schaffen. "Wir wollen auf dem Platz nach der Niederlage in Aachen nun wieder Taten folgen lassen", sagte Luhukay. Ihm wäre für eine Wiederholung des Hinrunden-Spektakels, als der FCA in Fürth 5:4 siegte, zu haben: "Mir wäre ein kleiner Sieg aber auch Recht."

Allerdings musste Luhukay in dieser Woche auch eine schlechte Nachricht verkraften. Andrew Sinkala fällt wegen eines Knorpelschadens für den Rest der Saison aus. Gegen Fürth ist zudem der Einsatz von Elton da Costa (Oberschenkelprobleme) fraglich. Wieder dabei sind Michael Thurk und Jens Hegeler, sowie Youssef El Akchaoui, der seine Rotsperre abgesessen hat.

Für die gut abgesicherten Fürther geht es wie schon in den vergangenen Wochen darum, die Spannung hoch zu halten. "Wir haben in der Rückrunde schon bewiesen, dass wir gegen solche Gegner bestehen können. Wir müssen die gleiche Präsenz zeigen wie gegen Ahlen und konzentriert und hart gegen den Ball arbeiten", forderte Trainer Mike Büskens, dem bis auf Bernd Nehrig alle Spieler zur Verfügung stehen.

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TSV 1860 München - Energie Cottbus

Während Kaiserslautern und Augsburg also um den Aufstiegstraum kämpfen, geht es in den übrigen vier Partien des Tages vor allem um den Klassenerhalt. So auch beim Spiel in München, wo aber nur der Gast aus der Lausitz noch zittern muss. Trotz des 4:1-Erfolgs gegen Bielefeld am 28. Spieltag ist die Zweitliga-Zugehörigkeit noch längst nicht gesichert. Trainer Claus-Dieter Wollitz ist sich nach den den zuletzt gezeigten Leistungen aber sicher: "Die Mannschaft hat die Botschaft verstanden."

Ein Sieg in der Allianz Arena könnte die größten Sorgen des FC Energie vertreiben, dabei fehlt aber Jiayi Shao (Entzündung am Sprunggelenk) . Einsatzfähig ist trotz Nasenbeinanbruch Ovidiu Burca, auch Marc-André Kruska (Zehprellung) will spielen.

Bei den "Löwen" haben nach der Niederlage beim FCK auch die kühnsten Optimisten das Erreichen des Relegationsplatzes abgehakt. Trainer Ewald Lienen mahnt aber weiterhin höchste Konzentration an, schätzt Cottbus als hohe Hürde ein: "Sie sind spielstark, lassen den Ball laufen. Wir müssen diese Ballzirkulation bremsen, sonst können sie uns gefährlich werden."

Personell sind bei den Münchnern noch einige Fragen offen. Ob Sascha Rösler (Zerrung) rechtzeitig fit wird, ist ebenso offen wie der Einsatz von Aleksandar Ignjovski (Schulterprellung) und Djordje Rakic (Muskelbeschwerden). Charilaos Pappas kehrt nach verbüßter Rotsperre zurück.

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F.C. Hansa Rostock - Alemannia Aachen

Nur das bessere Torverhältnis hält Hansa Rostock derzeit auf einem Nichtabstiegsplatz, ein Dreier ist deshalb gegen die Alemannia Pflicht. "Für uns gibt es nur noch echte Endspiele", sagte Fin Bartels nach dem 0:2 beim FC St. Pauli zu bundesliga.de.

Trainer Marco Kostmann nahm aus der Niederlage beim Tabellenzweiten auch viel Positives mit, betet seiner Mannschaft aber auch vor: "Wir müssen uns bewusst sein, dass jede Situation ein Spiel entscheiden kann." Kevin Pannewitz und Oliver Schröder kommen als Option für den Rot-gesperrten Kapitän Martin Retov in Frage, weiterhin verzichten muss Kostmann auf die verletzten Bradley Carnell (Wadenprobleme), Enrico Neitzel (Oberschenkel-Blessur) und Enrico Kern (Rückenschmerzen).

Die Aachener sind nach dem klaren Sieg über den FC Augsburg tabellarisch aus dem Gröbsten raus, ein Erfolg an der Ostsee würde die Alemannia auf die magische 40-Punkte-Marke hieven. "Damit hätten wir dann das Kapitel Klassenerhalt erledigt", stellt Trainer Michael Krüger fest.

Der hätte nach zuletzt drei Spielen ohne Niederlage (sieben Punkte) eigentlich keinen Grund, seine Startelf zu verändern. Allerdings verletzte sich Aimen Demai im Training am Sprunggelenk. Er wird wohl von Mirko Casper ersetzt.

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Arminia Bielefeld - FSV Frankfurt

Die Mannschaft der Stunde in der unteren Tabellenhälfte ist der FSV Frankfurt. Die Hessen stehen mit 16 Punkten auf Platz 9 der Rückrundentabelle, punktgleich mit dem Gegner aus Bielefeld. Mit dem fünften Sieg in der zweiten Saisonhälfte könnte der FSV den Sprung vom Relegations- auf einen Nichtabstiegsplatz schaffen. Das Selbstvertrauen ist bei Frankfurts Trainer Hans-Jürgen Boysen durchaus vorhanden.

"Wir wollen Resignation provozieren und mit einer guten Defensive Unruhe ins Stadion bringen. Wir haben gegen alle Mannschaften aus dem ersten Tabellendrittel gute Leistungen gebracht", sagte Boysen. Er hat außer den Langzeitverletzten Pekka Lagerblom und Sanibal Orahovac alle Profis zur Verfügung.

Bei den Gastgebern feiert Interimstrainer Frank Eulberg Premiere auf der Arminen-Bank. "Es ist eine schöne Sache, Verantwortung übernehmen zu dürfen", sagte der Nachfolger von Detlev Dammeier. Fehlen werden Eulberg Assimiou Toure und Jonas Kamper, Oliver Kirch und Andre Mijatovic könnten wieder in die Mannschaft rücken.

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TuS Koblenz - SC Paderborn

Fast schon um alles oder nichts geht es für die TuS Koblenz am Sonntag. Bei fünf Punkten Rückstand auf den Relegationsplatz zählt gegen den starken Aufsteiger aus Paderbron nur ein Sieg. "Es ist doch klar, wenn die Anzahl der Spiele immer weniger werden, wird der Druck immer größer", versuchte TuS-Trainer Petrik Sander auch gar nicht erst, die Situation schönzureden.

Dem Coach ist auch bewusst, dass die Zuschauer im Stadion Oberwerth kein Zauberfußball erwarten wird. "Wir dürfen nicht den zweiten Schritt vor dem ersten machen. Wir müssen begreifen, dass gewisse Basics stimmen, die dann als Grundlage dienen", erklärte Sander. Er muss gegen Paderborn allerdings auf Manuel Hartmann und Dominique Ndjeng verzichten. Dafür gehört Benjamin Lense ebsonso wieder zum Kader wie Everson, der seine Gelb-Sperre abgesessen hat.

Die Gäste aus Ostwestfalen wollen nach vier Spielen ohne Sieg endlich die 40 Punkte voll machen. "Wir glauben an unsere Stärke. Wenn wir die Leistung abrufen, die wir bringen können, werden wir auch wieder punkten", stellte Co-Trainer Jan-Moritz Lichte fest. Fraglich ist beim SCP, der auf den gesperrten Torjäger Mahir Saglik verzichten muss, ob Linksverteidiger Sebastian Schachten (Adduktorenprobleme) rechtzeitig fit wird.

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