München - Dämpfer für den Tabellenführer, Siege für die Verfolger und ein Debakel für den VfL Bochum: Während Spitzenreiter SpVgg Greuther Fürth bei Alemannia Aachen nur einen Punkt holte, konnten Fortuna Düsseldorf und Eintracht Braunschweig den Rückstand auf die Spitze durch Siege verkürzen. Der VfL Bochum wurde im ersten Spiel unter dem neuen Trainer Andreas Bergmann beim 0:4 vom SC Paderborn vorgeführt und steht nun am Tabellenende.

Die Fürther enttäuschten beim torlosen Unentschieden beim Vorletzten in Aachen und konnten die Serie von zuletzt sechs Siegen in Folge nicht fortsetzen, weil die Gastgeber mutig nach vorn spielten und sich das vierte 0:0 in Serie erkämpften.

Zwei Platzverweise in Aachen

Am Tivoli gab es zwar keine Tore, dafür in der ersten halben Stunde jede Menge Aufregung, weil in Aachens Manuel Junglas (23.) und Fürths Edgar Prib (28.) zwei Spieler früh nach jeweils grobem Foulspiel mit der Roten Karte vom Platz mussten.

Ein Debakel erlebte Bochum unter Neu-Coach Bergmann. Im ersten Spiel nach dem Rauswurf des erfolglosen Vorgängers Friedhelm Funkel setzte es nach einem desaströsen Auftritt gegen Paderborn eine 0:4 (0:1)-Packung. Zwei Doppelpacks von Sören Brandy (45./64.) und Nick Proschwitz (78./79.) vermiesten dem früheren Bundesligatrainer den Einstand beim RevierClub. Dafür gab es von den eigenen Fans jede Menge Pfiffe.

Bochums Neu-Coach tief enttäuscht

"Ich bin tief enttäuscht", sagte Bergmann: "Da steckt noch eine Menge Arbeit drin. Mental ist der Kopf so schwer, da müssen wir dran arbeiten. Die Fans sind jetzt sauer und enttäuscht, das kann ich verstehen."

Im dritten Sonntagsspiel setzte sich 1860 München nach einer überzeugenden Leistung gegen den FSV Frankfurt mit 4:0 (1:0) durch. Dank eines schnellen Treffers von Stefan Aigner (3.), eines Doppelpacks von Kevin Volland (47./67.) und eines Eigentors von Alexander Huber (90.+1) schafften die Münchner den Anschluss an die Spitzengruppe.

Fortuna macht Boden gut

Mit Fortuna Düsseldorf feierte einer der ärgsten Konkurrenten der Fürther einen 4:2 (2:2)-Erfolg bei Erzgebige Aue. "Wir haben auch nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich noch an den Sieg geglaubt und sind dafür belohnt worden", sagte Fortuna-Trainer Norbert Meier. Aues Coach Rico Schmitt war nach der zweiten Heimniederlage tief enttäuscht und sprach von der schlechtesten ersten Halbzeit seiner Amtszeit.

Für Eintracht Braunschweig lief im Verfolgerduell fast alles nach Plan. Gegen Energie Cottbus setzte sich das Team von Trainer Torsten Lieberknecht verdient mit 3:1 (2:0) durch. "Wir haben sehr viel Leidenschaft gezeigt, ich bin sehr stolz", sagte Lieberknecht. Nach wiederholtem Foulspiel (80.) musste Dominick Kumbela allerdings frühzeitig vom Platz und wird im Duell beim FSV Frankfurt fehlen.

Duisburg kommt nicht vom Fleck

Nicht vom Fleck kommt der MSV Duisburg. Der Pokalfinalist kam gegen Union Berlin nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus und steckt im Tabellenkeller fest. Die Hauptstädter warten auf der anderen Seite immer noch auf ihren ersten Auswärtssieg und verloren den Kontakt zur Spitze.

Den möglichen Anschluss ans Mittelfeld hat Aufsteiger Dynamo Dresden nach dem 2:4 (2:2) beim FC Ingolstadt verpasst. Der achtmalige DDR-Meister blieb weiterhin ohne Auswärtspunkt, weil die Sachsen in der Abwehr zu nachlässig agierten. Ingolstadt hingegen konnte aus dem Tabellenkeller klettern.

Auch der vierte Ost-Club ohne Sieg

Für die Ost-Clubs war es mit vier Niederlagen und einem Unentschieden ein katastrophales Wochenende. Hansa Rostock unterlag bereits am Freitag 1:4 (0:1) bei Bundesliga-Absteiger Eintracht Frankfurt, der damit Anschluss an das Spitzentrio hält.

Abgerundet wird der Spieltag am Montag mit dem Duell zwischen dem Karlsruher SC und dem FC St. Pauli der mit einem Sieg mit Fürth nach Punkten gleichziehen kann.