München - Am Samstag trifft der FC Energie Cottbus in der 2. Bundesliga im Spitzenspiel auf den ungeschlagenen Tabellenführer Eintracht Braunschweig. Für die Lausitzer geht es gegen die "Löwen" darum, den Anschluss an die direkten Aufstiegsplätze zu halten. Kaiserslautern muss sich zeitgleich beim FSV Frankfurt behaupten, um weiter im Aufstiegsrennen mitzumischen (Samstag, ab 12:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Im dritten Spiel empfängt Union Berlin die Münchner "Löwen", bei denen nach der Heimniederlage gegen den 1. FC Köln der Trainer Reiner Maurer gefeuert wurde.

Zwei zu-Null-Heimsiege feierten die Cottbuser zuletzt , haben vor dem 15. Spieltag 25 Punkte auf dem Konto, stehen auf Rang 4. Nun soll es gegen den Tabellenführer den dritten Heim-Erfolg in Serie und den sechsten Heimsieg der laufenden Saison geben, wodurch man der Eintracht die ersten Niederlage zufügen würde. "Als Erster Braunschweig zu schlagen, ist ein großer Anreiz", sagte FCE-Trainer Rudi Bommer im Vorfeld. Nach der 0:1-Niederlage am Betzenberg braucht seine Elf auch dringend wieder einen Dreier, um an den Aufstiegsplätzen dranzubleiben. Der Coach hat gegen die Niedersachsen auch einige Alternativen zu Verfügung. Marco Stiepermann drängt nach zwei Kurzeinsätzen und überwundener Verletzung in die Startformation, Nicolas Farina ist schmerzfrei und im Mannschaftstraining, Daniel Brinkmann brennt auf seinen ersten Einsatz im Energie-Trikot und auch Stiven Rivic will sich beweisen. "Der Konkurrenzkampf ist derzeit groß. Etwas Schöneres kann es doch für einen Trainer gar nicht geben", freut sich Bommer über die komfortable Personalsituation.

Bei den Gästen, die auswärts erst drei Gegentore kassierten und schon zwölf Punkte auf fremden Plätzen holten, muss Angreifer Orhan Ademi passen. Der Schweizer meldete sich mit einem grippalen Infekt ab. Trainer Torsten Lieberknecht blickt trotzdem hoffnungsvoll auf das Spiel am Samstag, warnt jedoch vor zwei Cottbusern: "Mit Marco Stiepermann und Boubacar Sanogo hat Energie zwei kopfballstarke Angreifer in ihren Reihen. Trotzdem brauchen wir uns nicht zu verstecken, auch wenn es sicherlich eine große Herausforderung werden wird." Außer Ademi fehlen Lieberknecht nur die Langzeitverletzten Björn Kluft, Kevin Kratz und Marcel Correia. In der vergangenen Saison gab es im Stadion der Freundschaft übrigens ein 1:1 (Tore: Banovic bzw. Bicakcic).




Schiedsrichteransetzungen

Die Bornheimer haben gegen Lautern etwas gutzumachen nach der 1:2-Niederlage am vergangenen Wochenende in Dresden. Dennoch war Trainer Benno Möhlmann trotz zuletzt zweier Pleiten in Folge mit der Spielweise seiner Elf zufrieden: "Solange wir uns im gesicherten Mittelfeld, weit weg von den Abstiegsplätzen, aufhalten, haben wir unsere Zielsetzung absolut in Sicht. Es ist für mich spannend zu sehen, ob wir dieses gute Fußballspiel, das wir in den letzten beiden Spielen – zumindest über weite Strecken – durchaus gezeigt haben, ob wir daran auch festhalten, dass wir da weitermachen, dass wir daran glauben, dass das in Punkte und in Siege umzuwandeln ist. Ich hoffe, dass wir diesen Mut und diese Entschlossenheit auf den Platz bringen." Mit 21 Punkten steht der FSV auf dem siebten Rang, neun Zähler vor dem Relegationsplatz, sieben hinter den Lauterern, die auf Rang 3 positioniert sind. Aus personeller Sicht muss Möhlmann gegen die "Roten Teufel" auf Yannick Stark verzichten, der bei Dynamo mit Gelb-Rot vom Platz flog und am Samstag gesperrt fehlt.

Die Lauterer kommen mit drei Auswärts-Remis in Folge an den Bornheimer Hang, sind in der laufenden Saison aber immer noch ungeschlagen. "Wir dürfen den FSV auf keinen Fall unterschätzen. Sie haben gerade in der Offensive ihre Stärken und hatten zu Saisonbeginn einen guten Lauf, bei dem deutlich wurde, zu was sie in der Lage sind", sagte FCK-Talent Steven Zellner vor dem Spiel. Trainer Franco Foda hat bis auf die Langzeitverletzten und den immer noch gesperrten Denis Linsmayer alle Mann zur Verfügung. Er bescheinigt der FCK-Elf eine gute Trainingswoche, "daher gehe ich davon aus, dass wir am Samstag auch ein gutes Spiel machen werden."




Schiedsrichteransetzungen

Die "Eisernen" mussten in den vergangenen neun Begegnungen lediglich eine Niederlage hinnehmen, doch das 3:3 in Regensburg in der Vorwoche hat sich für die Unioner wohl auch wie eine solche angefühlt. Die Hauptstädter drehten einen 0:2-Rückstand in eine 3:2-Führung, ehe der Jahn doch noch zum Ausgleich kam. Doch damit nicht genug: Mit Daniel Göhlert fehlt gegen die Münchner auch noch ein Leistungsträger wegen seinem Platzverweis in Regensburg. Am Mittwoch mussten mit Björn Jopek, Roberto Puncec und Silvio gleich drei Spieler das Training abbrechen und fallen voraussichtlich gegen die "Löwen" aus. Nur bei Silvio besteht Hoffnung, dass er sich bis Samstag erholt. Er wurde in Regensburg aber kaum vermisst, da mit Simon Terodde ein anderer Union-Angreifer einen Doppelpack schnürte und nun mit vier Saisontoren zusammen mit Kapitän Torsten Mattuschka (verlängerte seinen Vertrag vorzeitig bis 2014) die interne Torschützenliste bei Union anführt.

Bei den Münchner "Löwen" gibt es seit Wochenbeginn einen neuen Dompteur, nachdem Reiner Maurer nach der 0:2-Heimniederlage gegen Köln entlassen wurde. Sein Nachfolger wird vorerst Alexander Schmidt sein, der in den vergangenen Jahren noch Mauers Assistent war und seit Saisonbeginn die zweite Mannschaft der "Löwen" betreute - nun rückt er zum Cheftrainer auf. Der 44-Jährige kündigte bereits mutig an, die Taktik ändern zu wollen. "Benny Lauth braucht Unterstützung", so der gebürtige Augsburger, womit klar ist, dass 1860 München in der Hauptstadt mit zwei oder gar drei Angreifern auflaufen wird. Sicher nicht auflaufen wird hingegen Grigoris Makos, der gegen die Kölner vom Platz gestellt wurde. Zudem kündigte Schmidt an, dass "in Zukunft wieder mehr agiert werden soll, anstatt nur zu reagieren." Dies ist auch dringend erforderlich, will der ambitionierte Zweitligist noch einmal in den Aufstiegskampf eingreifen. Aktuell stehen die Münchner mit 20 Zähler acht Punkte hinter Platz 3.




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