Aue - Mit vier Siegen aus den ersten fünf Spielen ist dem FC Energie Cottbus ein starker Start in die neue Spielzeit gelungen. Momentan steht die Elf von Trainer Claus-Dieter Wollitz auf Platz 3. Im Ost-Derby am Montagabend bei Erzgebirge Aue soll nun der dritte "Dreier" in Folge her, doch die Gastgeber brennen auf Revanche.

Schließlich mussten die "Veilchen" in der vergangenen Saison in beiden Derbys gegen die Lausitzer den Rasen als Verlierer verlassen. Aues Trainer Rico Schmitt setzt dabei auf eine ungewöhnliche Vorbereitung (Montag, ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

Ausgeruht ins Ost-Duell

Der 42-jährige Übungsleiter gab seinen Spielern am Freitagnachmittag trainingsfrei. "Wir hatten eine hohe Trainingsintensität. Natürlich spielte auch das extrem heiße Wetter eine Rolle. Deshalb habe ich das Training abgesetzt", begründet Schmitt: "Die Jungs sollen sich erholen, damit sie ausgeruht, griffig und spritzig in das Ost-Duell gehen können."

Mit fünf Punkten stehen die Hausherren momentan nur auf Rang 13. Seit mittlerweile vier Partien warten die Auer nun schon auf ihren zweiten Saisonsieg, zeigten zuletzt beim 1:1-Remis gegen Eintracht Braunschweig aber eine ansteigende Tendenz. Gegen Cottbus wollen die Erzgebirgler nun nachlegen. "Es ist extrem wichtig, dass wir gewinnen. Sonst kommen wir in eine Situation, die sicher noch schwieriger sein wird als vor dem Braunschweig-Spiel", erklärt Mittelfeldspieler Marc Hensel.

Allerdings muss Aue dann auch von Beginn an wach sein. In den vergangenen drei Partien lag der FC Erzgebirge nach der Anfangs-Viertelstunde immer zurück. So werden die Gastgeber erstmal bemüht sein, ein frühes Gegentor zu verhindern. Schmitt ist sich zumindest sicher, dass nach dem durchwachsenen Saisonstart "auch der letzte Spieler verstanden hat, worauf es ankommt". Personell plagen ihn momentan keinerlei Sorgen, er kann aus dem Vollen schöpfen.

Aufstieg noch kein Thema

Der Gegner aus der Laustitz befindet sich momentan im Aufwind. Gegen Alemannia Aachen und den Karlsruher SC gewann die Wollitz-Elf jeweils mit 2:0. Doch das Thema Aufstieg ist noch überhaupt kein Thema. "Wenn wir jetzt anfangen zu spinnen, dann werden wir das teuer bezahlen", stellt der FCE-Coach klipp und klar fest.

Dennoch gehen Cottbuser natürlich als klarer Favorit in das Ost-Derby, sind sie in der 2. Bundesliga doch seit vier Spielen ungeschlagen gegen die Erzgebirgler. Doch Derbys haben bekanntlich ihre eigenen Gesetze. Das weiß auch Wollitz, der den Gegner genau unter die Lupe genommen hat. "Aue hat eine eingespielte Mannschaft, ist kompakt und laufstark", warnt er sein Team. Wie schon gegen Aachen und Karlsruhe könnte der Übungsleiter sein Team unverändert aufs Feld schicken - in die Karten gucken lässt er sich allerdings nicht.

"Sicherlich ist das sehr wahrscheinlich, dass wir die siegreiche Mannschaft so weiterspielen lassen. Allerdings ist es auch möglich, dass wir ein paar Reizpunkte setzen", schließt er Umstellungen nicht ganz aus. Verzichten muss der Übungsleiter auf Alexander Ludwig. Der Mittelfeldspieler ist krank und konnte weder trainieren noch die Reise antreten. Für ihn rutscht Konstantin Engel nach abgelaufener Sperre wieder in den 18-köpfigen Kader des FC Energie. Alle anderen zuvor angeschlagenen Spieler wie Dimitar Rangelov, Ivica Banovic und Thorsten Kirschbaum meldeten sich einsatzbereit. Auch Dennis Sörensen steht nach erlittenem Schlag und trotz bandagierter Wade zur Verfügung.