München - Zum Auftakt des 21. Spieltags in der 2. Bundesliga kann der FC Augsburg seinen Ausrutscher beim Montagsspiel (0:1 gegen Bochum) gleich wieder gutmachen. Die Schwaben müssen nach Osnabrück, während Aufstiegskonkurrent Cottbus die Alemannia aus Aachen empfängt. Im dritten Freitagsspiel gastiert Greuther Fürth beim FSV Frankfurt (alle Partien ab 17:45 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio).

FC Energie Cottbus - Alemannia Aachen

Cottbus kann sich mit einem Heimsieg gegen Aachen - zumindest zwischenzeitlich - auf den Relegationsplatz vorschieben. Dennoch warnt Trainer Claus-Dieter Wollitz vor dem kommenden Gegner: "Diese Aachener Mannschaft hat ein gutes Tempo im Spiel, eine erkennbare Philosophie und eine verheißungsvolle Perspektive." Dementsprechend zählt Wollitz die Alemannia "zu den spielstärksten Teams der Liga."

Diese Einschätzung ändert jedoch nichts daran, dass sein Team einen Sieg im eigenen Stadion anstrebt. "Wenn wir es schaffen, 100 Prozent aus uns heraus zu holen, nicht nur 85 oder 90, dann werden wir dieses Spiel gewinnen. Ansonsten nicht." Dabei kann Wollitz - bis auf Ersatzkeeper Rene Renno - personell aus dem Vollen schöpfen. Wesentlich größere Probleme haben die Gäste, die auf die verletzen Nico Herzig, Florian Müller, Markus Daun und Alper Uludag verzichten müssen.

Nach acht Gegentoren in der Englischen Woche spielt Aachens Trainer Peter Hyballa mit dem Gedanken, seine Innenverteidigung umzubauen. "Mirko Casper hat es nach seiner Einwechslung gegen Fürth gut gemacht", stellt der Trainer fest. Das oft praktizierte Modell, Spielern auch nach schwächeren Partien erneut das Vertrauen zu schenken, könnte passé sein. "Vielleicht ist der Moment gekommen, einen Spieler mal zu schützen und einem anderen eine Chance zu geben."




VfL Osnabrück - FC Augsburg

Beim FC Augsburg sind die Einsätze von Michael Thurk und Moritz Leitner noch fraglich. "Beide sind aus dem Bochum-Spiel angeschlagen. Sie konnten bisher nur ein leichtes Laufprogramm absolvieren und ich hoffe, dass beide bis zum Spiel in Osnabrück wieder einsatzfähig sind", sagt FCA-Trainer Jos Luhukay.

Dass seine Mannschaft die Niederlage gegen Bochum wegstecken wird, davon ist Luhukay überzeugt: "Ich habe Vertrauen in die Mannschaft. Sie ist stabil und gefestigt, um die erste Niederlage nach elf Spielen zu verkraften. Wir fahren jetzt nach Osnabrück, um dort wieder drei Punkte zu holen", so Luhukay kämpferisch. Personell stehen ihm dabei mit Axel Bellinghausen und Daniel Baier zwei Spieler zur Verfügung, die zuletzt aufgrund von Rotsperren zum Zuschauen verdammt waren. Auch Hajime Hosogai, frisch gebackener Asien-Meister, könnte erstmals für den FCA auflaufen.

Beim VfL Osnabrück grassiert unterdessen die Grippe. Cheftrainer Karsten Baumann muss insgesamt auf fünf Spieler verzichten, die das Bett hüten: Angelo Barletta, Konstantin Engel, Benjamin Gorka, Henrich Bencik und Aleksandar Kotuljac fallen für die Partie aus. Zudem leidet Michael Lejan an einer Fersenverletzung.




FSV Frankfurt - SpVgg Greuther Fürth

Nach der bösen 0:6-Klatsche gegen Fortuna Düsseldorf und dem 1:3 im Nachholspiel bei Erzgebirge Aue will der FSV Frankfurt im Heimspiel gegen Greuther Fürth nun die richtige Antwort geben. "Die Begegnung wird ein Kraftakt", prophezeite Cheftrainer Hans-Jürgen Boysen. "Ich denke, dass wir von der Physis her gut aufgestellt sind. Wir wissen, was wir besser machen müssen. Doch der Gegner ist ausgeruhter und wir haben in den letzten vier Spielen gegen Greuther Fürth nicht getroffen."

Allerdings ereilte die Hessen am Mittwoch noch eine Hiobsbotschaft, denn Andreas Dahlen zog sich einen Bänderriss im rechten Sprunggelenk zu. Der Schwede wäre jedoch am Freitag sowieso noch gesperrt gewesen. Auch Tufan Tosunoglu fällt gegen die Franken aus.

Bei Greuther Fürth sollen die Winter-Neuzugänge ihr Debüt geben. Miroslav Slepicka wird im Sturm eingesetzt, Mergim Mavraj ersetzt wohl den verletzten Innenverteidigung Asen Karaslavov. Mit im Kader steht zudem Burak Kaplan. Neben Karaslavov fehlen Stephan Schröck und Stephan Fürstner sowie die Langzeitverletzten Max Grün und Kingsley Onuegbu. "Wir müssen praktisch fünf Stammspieler ersetzen, aber das gehört zum Fußball dazu. Dann müssen es fünf andere richten", so Cheftrainer Mike Büskens.