Braunschweig - Dank einer engagierten Leistung hat Eintracht Braunschweig  durch die Treffer von Havard Nielsen (63.) und Hedrick Zuck (68.) den Schweizer Serienmeister FC Basel mit 2:0 besiegt. Vor 3.850 Zuschauern im Eintracht-Stadion zeigten die Hausherren vor allem im zweiten Spielabschnitt schöne Kombinationen nach vorne. 

Beide Mannschaften brauchten keine Anlaufzeit, um in die Begegnung zu finden. Salim Khelifi eroberte den Ball im Mittelfeld und ließ ein schönes Zuspiel auf den durchstartenden Koreaner Ryu folgen, der das Spielgerät knapp am Gästetorwart Vaclik vorbei spitzelte. Jedoch passte die Defensive der Eidgenossen auf und verhinderte so die Löwen-Führung nur wenige Sekunden nach Anpfiff. Direkt im Anschluss an diese Szene setzte auch der Serienmeister aus der Schweiz erste Akzente in der Offensive. Eine Flanke von Außenverteidiger Taulant Xhaka findet jedoch keinen Abnehmer, einige Minuten später stellte ein Abschluss vom Baseler Offensivakteur Luca Buffi Löwen-Keeper Rafal Gikiewicz vor keine Probleme.

Nik Omladic debütiert an der Hamburger Straße

Nach einer kurzen Verschnaufpause beider Teams erspielten sich die Gäste Oberwasser, kamen in Person von González allerdings nur zu einer nennenswerten Torchance. Ein guter Versuch von González zwingt Gikiewicz zur ersten Parade. In der Folge konnten sich die Hausherren wieder aus der Defensive befreien und erspielten sich noch vor der Halbzeit die große Möglichkeit, in Führung zu gehen. Nach einer Kombination über Mirko Boland und Raffael Korte landet das Leder vor den Füßen von Havard Nielsen. Sein Abschluss aus aus kurzer Distanz klärt FCB-Torwart Tomas Vaclik per Fußabwehr zur Ecke.

Zur Halbzeit brachte Löwen-Coach Torsten Lieberknecht neues Personal in die Begegnung. Für Khelifi, Marc Pfitzner und Korte spielten in Häfte zwei Neuzugang Nik Omladic, Damir Vrancic sowie Hendrick Zuck. Die zweite Hälfte begann temporeich. Shkelzen Gashi, Führender in der Torschützenliste in der Schweizer Super League, setzte nach wenigen Sekunden eine Direktabnahme gegen den Pfosten. Auf der Gegenseite verfehlte Nielsen nach Zuspiel von Vrancic das Gehäuse des Champions-League Achtelfinalisten nur knapp.

Eintracht eiskalt

Auch im weiteren Verlauf der Partie kamen die Zuschauer bei winterlichen Temperaturen um den Gefrierpunkt auf ihre Kosten. Zunächst scheiterte Gästestürmer Breel Embolo mit einem feinen Hackenabschluss an Gikiewicz, ehe die Löwen den Führungstreffer erzielten. Omladic behauptete sich auf der rechten Außenbahn und nahm Benjamin Kessel mit. Selbiger brachte den Ball flach in die Mitte zu Hedrick Zuck, der das Spielgerät zu Nielsen durchsteckte. Der Norweger blieb vor dem Tor gewohnt eiskalt und vollstreckte in der 63. Spielminute zur Führung.

Die Gäste versuchten sofort eine Antwort zu finden, blieben in Ihren Bemühungen allerdings ohne Erfolg. Besser machte es die Offensive der Blau-Gelben. Nur fünf Minuten nach dem 1:0 schraubte Zuck das Ergebnis nach oben. Der sehr agile Omladic bediente auf der rechten Seite den kurz zuvor eingewechselten Jan Hochscheidt. Die präzise Hereingabe der Nummer elf nutzte die Freiburger Leihgabe zum 2:0. Das Spiel, auch aufgrund vieler personeller Wechsel beider Trainer, verflachte nach dem Doppelschlag zusehends. Der FCB versuchte zwar noch den Anschlusstreffer zu markieren, blieb dabei aber glücklos.

Lieberknecht nicht mit der Art und Weise zufrieden

Eintracht Trainer Torsten Lieberknecht sagte nach dem Spiel: "Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden, aber nicht mit der Art und Weise, wie wir uns in vielen Situationen verhalten haben. Wir wollten das Spiel erst einmal lesen. Es war eine große Herausforderung, gegen ein offensives 3-4-3-System zu spielen und anzulaufen. Wichtig war, die Enge und Kompaktheit aus dem 4-4-2 heraus zu haben."