Duisburg - "Leben. Liebe. Leidenschaft." ist mehr als nur ein Motto. Das verdeutlichten rund 1.000 Fans, die am Sonntagnachmittag zum Trainingsgelände an die Westender Straße gepilgert waren. Trotz Dauerregens und wenig sommerlichen Temperaturen ließen sich die Anhänger des MSV Duisburg die Freude am Trainingsauftakt nicht nehmen. Alina Breme macht das Wetter zum Beispiel gar nichts aus: "Ich bin MSV-Anhänger, da stört mich der Regen nicht."

Joachim Schlüter freut sich, dass es endlich wieder los geht: "Wir haben als Fußballfans ja lange genug gewartet, den MSV wieder zu sehen und jetzt ist es endlich so weit. Ich bin auf die neuen Gesichter gespannt, dabei ist es mir egal, ob es regnet oder schneit. Außerdem schaue ich frohen Mutes in die neue Saison. Ich glaube, dieses Mal ist ein einstelliger Tabellenplatz drin." Auch Alina hat ihren Optimismus nicht verloren: "Ich bin davon überzeugt, dass die kommende Saison besser wird als die vergangene."

Weitere Transfers nicht ausgeschlossen



Die Vorfreude auf die kommende Saison ist bei den Verantwortlichen mindestens genauso groß. "Wir haben eine gut funktionierende Mannschaft, die wir punktuell verstärkt haben." Dass es weitere Veränderungen im Kader geben könnte, schloss der Trainer aber nicht aus "Die Wechselperiode läuft noch bis Ende August, bis dahin kann sicher noch etwas passieren", sagt Oliver Reck zu möglichen weiteren Transferaktivitäten.

In einer starken 2. Bundesliga, die sich in der kommenden Saison sehr ausgeglichen präsentiert, möchten die "Zebras" direkt zu Beginn wichtige Punkte einfahren. "Der Start in die Spielzeit ist zunächst unser Ziel", weisen Trainer Reck und Sportdirektor Ivo Grlic Fragen nach einem Saisonziel bestimmt von sich. "Wir müssen unbedingt besser starten als im letzten Jahr", heißt die allgemeine Forderung. Die Vorzeichen dafür stehen günstig. Die Erfolgsgleichung ist nach Reck simpel. "Durch die Europameisterschaft starten wir später in die Saison, außerdem ist unser Kader bis auf wenige Neuzugänge nahezu unverändert. Die Mannschaft hat so ausreichend Zeit, sich zu finden und pünktlich in Form zu kommen."

Gerade im Hinblick auf das nicht einfache Pokal-Los ist dieser Vorteil nicht zu unterschätzen: "Schon vor zwei Jahren haben wir in Halle gespielt und es war ein enges Spiel. Dieses Jahr spielt Halle sogar in der Dritten Liga", warnt der Trainer und fordert im gleichen Atemzug: "Trotzdem wollen wir ganz klar eine Runde weiterkommen, schließlich haben wir etwas gut zu machen!"