Berlin - Benjamin Köhler, zentraler Mittelfeldspieler beim 1. FC Union Berlin ist schwer erkrankt. Nach anhaltenden Bauchschmerzen, unter denen Köhler in den letzten Wochen zunehmend litt, erfolgte nach der Rückkehr aus dem Trainingslager eine eingehende Untersuchung. Dabei wurde bei Köhler ein bösartiger Tumor des Lymphsystems (Hodgkin-Lymphom) im Bauch diagnostiziert, der eine unmittelbar beginnende Therapie notwendig macht.

"Das ist ein schwerer Schlag für meine Familie und mich. Ich muss das erstmal verarbeiten, aber ich werde mich mit allem, was ich habe zur Wehr setzen und kämpfen. Wir sehen uns wieder, ganz bestimmt", so Benjamin Köhler zu seiner Erkrankung.

"Diese Diagnose ist ein Schock für uns alle und es tut mir unendlich leid für Benny. Was immer wir beitragen können, um ihm zu helfen, das werden wir tun. Ich wünsche ihm von ganzem Herzen, dass er bald wieder gesund wird", so Union-Präsident Dirk Zingler.

Benjamin Köhler hat sich bereits in medizinische Behandlung begeben und bittet um Verständnis dafür, den Kampf gegen seine Erkrankung ohne weitere öffentliche Berichterstattung aufzunehmen.

"Er ist und bleibt wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft"

Unterdessen gaben die "Eisernen" am Donnerstagnachmittag bekannt, den im Sommer 2015 auslaufenden Vertrag mit Köhler um ein weiteres Jahr verlängert. Im Sommer 2013 schloss sich der 34-Jährige den Unionern an. In dieser Zeit bestritt der gebürtige Berliner 49 Pflichtspiele für die Hauptstädter und erzielte sechs Tore.

"Benny ist und bleibt ein wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft. Seine Krankheit ist ein Schock für uns alle, aber wir sind uns sicher, dass Benny wieder das Union-Trikot tragen wird. Er ist ein absoluter Kämpfer, auf und neben dem Platz", kommentierte Union-Cheftrainer Norbert Düwel die Vertragsverlängerung.

"Benny Köhler bleibt Unioner. Wir glauben fest daran, dass er wieder gesund wird und das wollten wir ihm mit dieser Entscheidung auch ganz deutlich zeigen. Diese Krankheit wird ihm und seiner Familie alles abverlangen, es versteht sich von selbst, dass wir ihm dabei zur Seite stehen", so Präsident Dirk Zingler. Der neue Vertrag wird zunächst Gültigkeit bis zum 30.06.2016 besitzen.