Der 1. FC Kaiserslautern hat drei der vergangenen vier Spiele gewonnen und schnuppert wieder an den Aufstiegsplätzen.

Dennoch mussten die "Roten Teufel" beim 2:0-Auswärtssieg in Osnabrück einen Rückschlag hinnehmen. Torjäger Srdjan Lakic holte sich seine fünfte Gelbe Karte ab und fehlt ausgerechnet bei der "Löwenaufgabe" des FCK in München.

Auch wenn der in dieser Saison schon zwölf Mal erfolgreiche Angreifer seine Mannschaft nur von der Tribüne aus anfeuern darf, gibt er sich im Gespräch mit bundesliga.de sehr selbstbewusst.

"Wenn am Ende der große Traum wahr wird, dann haben wir es gemeinsam geschafft", sagt der gebürtige Kroate. Lakic spricht über das Thema Aufstieg, seinen Weg von Berlin in die Pfalz und die Arbeit von Trainer Milan Sasic.

bundesliga.de: Herr Lakic, der FCK ist nun seit vier Spielen in Folge ungeschlagen. Kommt die Mannschaft genau zur rechten Zeit wieder in Fahrt?

Srdjan Lakic: Wir haben zu jeder Zeit alles gegeben und sind dran geblieben. Jetzt werden wir endlich wieder für unsere Arbeit belohnt. Aber unser Blick geht trotzdem auch für den Rest der Saison nur von Spiel zu Spiel: Wir gehen in jedes Spiel, um es zu gewinnen!

bundesliga.de: Gegen Osnabrück erzielten Sie Ihr zwölftes Saisontor. Sie scheinen nach überstandener Fersen- und Wadenverletzung wieder in Top-Form zu sein?

Lakic: Ich bin sicher noch nicht bei 100 Prozent, spüre aber, dass es von Mal zu Mal besser wird. Ich arbeite weiter hart, um meine Leistung für die Mannschaft und den Verein zu bringen.

bundesliga.de: Sie haben bereits elf Mal in der Bundesliga für Hertha BSC gespielt, ehe die Berliner Sie an Heracles Almelo ausgeliehen haben. Warum hat es bei Ihrem ersten Anlauf in Deutschland noch nicht so recht gefunkt?

Lakic: Beim FCK passt einfach alles und die Arbeit mit Trainer, Mitspielern und im ganzen Club läuft super. Mich haben die Erfahrungen in Berlin und bei Heracles als Sportler und Menschen weitergebracht und auch dazu beigetragen, dass ich dem FCK helfen kann, seine Ziele zu erreichen.

bundesliga.de: Ihr Trainer Milan Sasic bezeichnet Sie als den robustesten Stürmer der 2. Bundesliga. Ehrt Sie diese Bewertung und sehen Sie sich als solch einen Spieler?

Lakic: Natürlich freut es mich, wenn mein Trainer mit meiner Leistung und Einstellung zufrieden ist. Aber die Beurteilung meines Spiels überlasse ich darüberhinaus lieber anderen. Ich will mich stetig verbessern und bin mir meiner Stärken und Schwächen genau bewusst.

bundesliga.de: Sasic scheint ein wahrer Glücksgriff für den Verein gewesen zu sein. Was zeichnet den Trainer in Ihren Augen besonders aus?

Lakic: Unser Trainer lebt uns eine absolut professionelle Einstellung vor. Unser Training ist modern und intensiv und zudem sind wir auf jeden Gegner exzellent vorbereitet. Wenn man bedenkt, dass wir die jüngste Mannschaft der Liga sind und erst sehr kurz zusammen spielen, sagt das eigentlich alles über seine Arbeit aus.

bundesliga.de: Der FCK liegt nur einen Zähler hinter dem Relegationsplatz auf Rang 5. Ist der Aufstieg langsam aber sicher ein ernsthaftes Thema auf dem Betzenberg?

Lakic: Unser Ziel war erklärtermaßen der Klassenerhalt. Das haben wir nun sicher und souverän geschafft. Nun wollen wir weiterhin jedes Spiel gewinnen und wenn am Ende der große Traum wahr wird, dann haben wir es gemeinsam geschafft. Aber wir setzen uns nicht unnötig unter Druck und auch die Verantwortlichen machen dies nicht.

bundesliga.de: Die 2. Bundesliga ist hart umkämpft und scheint unheimlich ausgeglichen. Als Sie in Lautern unterschrieben haben, hätten Sie damit gerechnet, dass die Liga auf solch hohem Niveau spielt?

Lakic: Ich wusste, dass die 2. Bundesliga in Deutschland sehr ausgeglichen ist und jeder Gegner gegen jeden bestehen kann. Aber in dieser Saison scheint es besonders eng zu sein. Für die Zuschauer ist das aber besonders gut, denn die Spannung ist in fast jeder Partie riesig.

bundesliga.de: Nächster Gegner der "Roten Teufel" ist 1860 München. Wie schwer wird das Gastspiel bei den "Löwen"?

Lakic: Die Münchner spielen in einem tollen Stadion und haben gezeigt, dass sie jeden Gegner schlagen können. Wir müssen konzentriert und konsequent auftreten, dann haben wir sicher eine gute Chance. Leider kann ich nicht mitwirken, da ich in Osnabrück die fünfte gelbe Karte bekommen habe, aber meine Kollegen werden alles unternehmen, um erfolgreich zu sein.

Die Fragen stellte Sebastian Stolz