München - Für den TSV 1860 München und die SpVgg Greuther Fürth ist der 1. Spieltag nicht nach Plan verlaufen. Die Münchner verloren beim Aufsteiger Eintracht Braunschweig mit 1:3 und die Fürther gaben gegen Eintracht Frankfurt eine 2:0-Führung noch aus der Hand (Endstand 2:3). Am 2. Spieltag (Samstag, ab 15:15 Uhr im Live-Ticker) wollen es die beiden bayerischen Teams auf jeden Fall besser machen.

1860 München - Karlsruher SC

Das erste Heimspiel der Saison soll für die Münchner "Löwen" auch den ersten "Dreier" bringen. "Wir wollen das Spiel unbedingt gewinnen", lässt 1860-Trainer Reiner Maurer keine Zweifel an der Ausrichtung seines Teams. Der 51-Jährige weiß, dass er und seine Mannschaft nach der Auftaktniederlage in Braunschweig bereits unter Druck stehen. "Wir haben das selbst vermasselt", sagte der "Löwen"-Chefcoach über die "frustrierende" Niederlage, "weil wir das Spiel über weite Strecken dominiert haben, aufgrund vieler individueller Fehler aber verloren haben".

Personell sieht es für 1860 gut aus, "nur fehlen leider ausgerechnet zwei Innenverteidiger", erklärte Maurer. Necat Aygün fällt weiter wegen seiner Gesichtsfraktur aus, Stefan Buck ist nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Braunschweig gesperrt. "Als Alternative bieten sich für die Innenverteidigung Chris Schindler, Kai Bülow oder Collin Benjamin an."

Mit dem Schwung des Auftakterfolges gegen Duisburg im Rücken reist allerdings der KSC an. "Es ist schön, mit einem Sieg in die neue Trainingswoche zu starten", bekannte Cheftrainer Rainer Scharinger beim Rückblick auf die vergangenen Tage. Besonders die "schöne Art und Weise" wie man das Spiel gegen den MSV gedreht habe, habe ihm gefallen, sagte der 44-jährige. Mit großer Wahrscheinlichkeit wird die gegen die "Zebras" siegreiche Elf auch in München von Beginn an auflaufen. "Es gibt keinen Grund, etwas zu ändern", erklärte Scharinger. Giuseppe Aquaro ist aufgrund seines Trainingsrückstands noch keine Alternative für die erste Elf, und auch für Patrick Milchraum sieht es nach seiner Adduktorenzerrung noch nicht gut aus.




1. FC Union Berlin - SpVgg Greuther Fürth

Mit dem genesenen Kapitän Torsten Mattuschka im Kader hoffen die "Eisernen" aus Berlin nach dem Remis beim FSV Frankfurt nun den ersten Sieg einfahren zu können. Vize-Kapitän Kohlmann plädierte dafür, unbedingt die positiven Aspekte der Partie des 1. Spieltags in das Spiel gegen Fürth mitzunehmen. "Anfänglich hatten wir eine gute Ordnung, sind gut in die Zweikämpfe gekommen und haben gut nach vorne gespielt", erklärt Patrick Kohlmann zu den Qualitäten, die gegen das "Kleeblatt" zu drei Punkten verhelfen sollen. Nach drei Wochen ohne Mannschaftstraining arbeitet Mattuschka seit Mittwoch wieder im Kreise der Kollegen für einen Platz in der Startelf.

Die Fürther haben die bittere Auftakt-Niederlage gegen Eintracht Frankfurt aufgearbeitet und weggesteckt. "Das Ergebnis war ein Schlag für uns. Über weite Strecken des Spiels haben wir guten Fußball und viele gute Ansätze gezeigt. Durch falsche Entscheidungen in einzelnen Momenten haben wir uns um den verdienten Lohn gebracht", sagte Chef-Trainer Mike Büskens. Beim heimstarken und vom euphorischen Publikum getragenen Team von Union Berlin erwartet Büskens ein schweres Spiel: "Das ist eine gute Mannschaft, die auswärts schon einen Punkt geholt hat. Den wollen sie nun veredeln. Aber unsere Zielsetzung ist klar: Wir wollen uns bei Union etwas von dem zurückholen, was wir haben liegen lassen."

Bei der "Rückhol-Aktion" in der Hauptstadt kann Felix Klaus nicht dabei sein. Der Youngster blieb am Donnerstag beim Training im Rasen hängen und zog sich dabei eine Zerrung im Adduktoren-Bereich zu. Weiterhin nur im Reha-Training sind Kingsley Onuegbu, Dani Schahin und Robert Zillner.