Zwei Auswärtsspiele, zwei Premieren im Trikot der Profis: Roman Neustädter (20) und Jan Kirchhoff (18) haben in den Spielen in Freiburg und in Ahlen ihre Profidebüts beim 1. FSV Mainz 05 gegeben.

Beide rutschten durch die akute Personalnot vor allem in der Defensive in den Kader und ins Team. Sie dokumentierten aber durch Ihre Einsätze auch, dass der Club jederzeit auf den Nachwuchs hinter den etablierten Profis bauen kann.

Rein in die Innenverteidigung

Für Jan Kirchhoff kam der erste Profieinsatz ziemlich überraschend. Der 1,94 Meter große Innenverteidiger der A-Junioren, dreifacher deutscher U19-Nationalspieler, ist seit dem 2. November Mainzer Zweitligaspieler.

Beim 2:0 in Ahlen hatte Coach Jörn Andersen auf Kirchhoff in der Startformation als Ersatz für den gesperrten Nikolce Noveski und Partner an der Seite von "Routinier" Niko Bungert (22) gesetzt.

Unruhige Nacht

Kirchhoff erfuhr am Tag vor dem Spiel von seinem Einsatz, verlebte eine unruhige Nacht, brachte bis zum Spielbeginn den Puls aber wieder nach unten und benötigte einige Minuten um sich zurechtzufinden.

"In der 2. Bundesliga wird viel schneller gespielt, die Gegenspieler sind viel abgezockter, du stehst unter einem viel größeren Druck. Aber ich habe meine Sache gut gemacht", sagte Kirchhoff, der jetzt wieder freiwllig ins zweite Glied rutscht: "Nikolce Noveski kehrt zurück, er ist natürlich eine ganz andere Hausnummer. Ich würde mich sehr freuen, falls ich wieder im Kader berücksichtigt werde, aber mein Hauptaugenmerk gilt meiner Mannschaft bei den A-Junioren."

Wie der Vater, so der Sohn

Für Roman Neustädter war der erste Profieinsatz fällig. Schon der Name verweist auf ein Mainzer Urgestein: Neustädter. 14 Jahre nach Vater Peter, von 1994 bis 2003 Verteidiger bei den 05-Profis und heute Trainer der zweiten Mannschaft, hat sich beim Auswärtsspiel in Freiburg Sohn Roman erstmals in die Liste der Mainzer Zweitligaspieler eingetragen.

Vier Mal stand er in dieser Saison bereits im Kader, zehn Minuten vor Ende der Partie im Breisgau beendete der Ruf von Co-Trainer Jürgen Kramny die Aufwärmübungen und das Reservistendasein.