Augsburg - Der FC Augsburg empfängt am Samstag den Bundesliga-Absteiger Hertha BSC in der impuls arena zum absoluten Spitzenspiel. Der Tabellenführer trifft auf den Zweiten (ab 12:45 Uhr im Live-Ticker).

"Wir freuen uns auf eine tolle Kulisse", ist die Vorfreude bei FCA-Trainer Jos Luhukay auf dieses Spiel groß, denn der beste Angriff (33 FCA-Tore) trifft auf die beste Defensive (12 Hertha-Gegentore).

Augsburg in der Außenseiterrolle

"Hertha ist ein Top-Gegner und eine Ausnahme-Mannschaft", sieht der Niederländer den Bundesliga-Absteiger aus der Hauptstadt als Favoriten für die Partie. "Hertha war und bleibt der Top-Favorit auf den Aufstieg. Es wäre eine Sensation, wenn wir diesen Gegner am Samstag schlagen würden."

Bei allem Respekt stellt Luhukay aber auch klar: "Wir machen uns nicht kleiner als wir sind, aber auch nicht größer. Dennoch gehen wir mit einem klaren Ziel in dieses Spiel. Wir wollen gewinnen." Die aktuelle Tabellensituation sieht der Coach als eine "schöne Momentaufnahme": "Wir werden deswegen nicht blauäugig, sondern werden weiter hart arbeiten."

Personell steht Luhukay der gleiche Kader wie beim Spiel beim FSV Frankfurt zur Verfügung. Und der soll die Augsburger Serie fortsetzen, denn seit acht Liga-Spielen ist der FCA ungeschlagen, holte dabei 22 von 24 möglichen Zählern. "Wir wollen gerne diese Serie ausbauen", hat sich Luhukay vorgenommen.

Niemeyer vor Rückkehr in die Startelf

Herthas Coach Markus Babbel weiß die Lage einzuschätzen: "Sicherlich ist Augsburg als Spitzenmannschaft in dieser Liga anzusehen, aber wie ich schon mehrfach in dieser Saison betont habe, wir sind Hertha BSC und brauchen uns vor niemandem zu verstecken. Außerdem haben wir sie gut analysiert", strotzt der Coach vor Selbstbewusstsein.

Sein überzeugtes Auftreten ist mit Sicherheit auch darin begründet, dass das Comeback seines Kapitäns Andre Mijatovic mehr als zufriedenstellend verlaufen ist, und er mit Peter Niemeyer wieder auf einen Eckpfeiler seines Teams zurückgreifen kann. Spielt Niemeyer von Beginn an, könnte das die Rückkehr zum System mit einer Spitze bedeuten - Lasogga wäre das "Opfer" dieser Umstellung.

"Wir müssen speziell auf ihr variables und schnelles Offensivspiel eingestellt sein. Nicht umsonst verteilen sich ihre Tore auf alle vier Stürmer, die in dieser Saison bisher zum Einsatz gekommen sind", warnt Babbel vor der schwäbischen Torfabrik. Den Offensivwirbel soll unter anderem auch Mijatovic unterbinden. Herthas kroatischer Kapitän hat nämlich eine beeindruckende Bilanz vorzuweisen: Immer wenn er auf dem Rasen stand, blieben die "Blau-Weißen" unbesiegt.




Fortuna Düsseldorf - SpVgg Greuther Fürth

Mike Büskens steht vor seiner Rückkehr an eine alte Wirkungsstätte, denn am Samstag kehrt der Ex-Profi als Trainer der SpVgg Greuther Fürth in seine Geburtsstadt Düsseldorf zurück. Für die Fortuna absolvierte er von 1987 bis 1992 insgesamt 102 Liga-Spiele, erzielte sechs Tore.

Geschenke will Büskens aber an die Fortuna nicht verteilen. "Wir wollen natürlich gewinnen. Ich denke, dass wir eine gute Mischung innerhalb der Mannschaft gefunden haben. Ein Gerüst mit älteren Spielern und hinzu kommen einige junge Talente", erklärt der Coach. "In der Offensive sind wir in der Lage, die Situationen in Eins-gegen-Eins-Duellen zu lösen. Das müssen wir auch gegen die Fortuna versuchen."

"Die Fortuna wird auch angreifen wollen", sagt Thomas Kleine richtigerweise. Es sollten sich für die "Kleeblatt"-Stürmer also wieder ein wenig mehr Räume ergeben als gegen Oberhausen, wo es den Anschein hatte, als sei auf jedem Quadratmeter ein RWO-Abwehrrecke aufgestellt. Ob Kingsley Onuegbu die Räume am Samstag nutzen kann, ist noch ungewiss, denn der Nigerianer fehlte gestern wegen einer Erkältung. Allerdings ist SpVgg-Mannschaftsarzt Harry Hauer zuversichtlich, dass der bullige Angreifer wieder fit wird.

Meier: "Mannschaft hat sich selbst aus dem Sumpf gezogen"

Düsseldorfs Coach Norbert Meier zeigt sich zufrieden mit den letzten Auftritten seiner Elf. "Unter Berücksichtigung des schlechten Saisonstarts ist die Punktzahl, die wir vor der Winterpause jetzt noch erreichen können, mehr als akzeptabel. Die Mannschaft hat sich da selber aus dem Sumpf rausgezogen. Es war und ist aber nach wie vor eine schwere Aufgabe", resümierte der 52-jährige den bisherigen Saisonverlauf.

Den Tabellenfünften aus Fürth schätzt Fortunas Übungsleiter als eine schwer zu spielende Mannschaft ein. "Die Fürther können sich mit einem Sieg ganz oben festsetzen. Die Mannschaft verfügt über eine gesunde Mischung aus erfahrenen und jungen, hungrigen Leuten, die ihre Qualität schon über einen längeren Zeitraum in der 2. Bundesliga nachgewiesen haben."

Die Personalsituation im rot-weißen Lager ist im Vergleich zum torlosen Unentschieden gegen Aachen unverändert. Für Christian Weber, der nach einer Einblutung in der Wade noch eine Woche auf Krücken gehen muss, ist die Hinrunde ebenso gelaufen wie für Sandor Torghelle (Bluterguss im Hüftbereich) und dem Düsseldorfer Pechvogel der Hinserie, Marco Königs.