Kaiserslautern - Drei können es noch schaffen! Der SV Darmstadt 98, der Karlsruher SC und der 1. FC Kaiserslautern haben noch Chancen auf den 2. Platz und damit auf den direkten Aufstieg. FCK-Trainer Kosta Runjaic sprach mit bundesliga.de.

bundesliga.de: Herr Runjaic, ein Aufstiegsplatz war in dieser Saison nie die Zielsetzung des FCK. Wie stolz sind Sie auf Ihre Mannschaft, dass sie nun doch bis zum letzten Spieltag im Rennen ist um den Aufstieg?

Kosta Runjaic: Wir haben uns seinerzeit für einen neuen Weg entschieden und haben bewusst auf eine sehr junge Mannschaft gesetzt. Wir sind alle sehr stolz auf die Jungs, denn keiner hätte damit gerechnet, dass sie so schnell so erfolgreich werden.

"Mehr erreicht als erwartet"

bundesliga.de: In den vergangenen zwei Wochen wirkte die Elf nicht mehr so unbeschwert wie zuvor. Ist der Druck für Ihre sehr junge Mannschaft möglicherweise jetzt doch zu groß?

Runjaic: Druck hat man im Fußball immer, das wäre eine schlechte Ausrede. Fakt ist, dass zum Saisonende der Kampf härter wird, man kann immer weniger ausbügeln. Und wir erleben zudem aktuell, wie die Mannschaften, die unten drin stehen, wie entfesselt kämpfen, um dem drohenden Abstieg zu entgehen. Daher sind gerade die Spiele gegen die vermeintlich schwächeren oft die härtesten.

bundesliga.de: Am Sonntag empfängt Ihr Club den bereits feststehenden Zweitliga-Meister FC Ingolstadt. Hoffen Sie, dass die Ingolstädter dieses Spiel vielleicht nicht mehr ganz so entschlossen angehen werden?

Runjaic: Darauf sollte man nicht setzen. Wenn man die These umdreht, kann man auch sagen: Ingolstadt hat nun keinen Druck mehr, kann befreit aufspielen. Wie immer man es auch dreht und wendet: Es wird ein schweres Spiel gegen eine absolute Topmannschaft. Wir müssen noch mal alles abrufen, wenn wir dieses finale Match gewinnen wollen. Und das ist unser klares Ziel. 

bundesliga.de: Wer darf am Sonntag um 17:15 Uhr nach Ingolstadt ebenfalls den direkten Aufstieg feiern?

Runjaic: Sagen Sie es mir - ich weiß es nicht. Drei Teams haben noch die Chance, einer wird sie am Ende nutzen.

bundesliga.de: Sollte es jetzt nicht klappen mit dem Aufstieg, könnten Sie Ihre großartige Saison dennoch gebührend feiern, und würde man mit dem Ziel Aufstieg in die neue Saison gehen?

Runjaic: Egal wie es am Ende kommt, die Mannschaft hat auf jeden Fall mehr erreicht als zu Saisonbeginn erwartet und hat es verdient, gefeiert zu werden. Für ein neues Saisonziel ist es jetzt noch viel zu früh. Nach Abschluss der Saison werden wir diese intensiv analysieren und danach neue Ziele formulieren. Das haben wir auch vor dieser Saison in aller Ruhe getan und sind damit gut gefahren.  

Die Fragen stellte Andreas Kötter

Fünf Fragen an Darmstadts Marcel Heller

Fünf Fragen an Karlsruhes Markus Kauczinski

Was wäre wenn...? Der Kampf um den Aufstieg