Die Tabellensituation von RB Leipzig: Zum Relegationsplatz sind es fünf Punkte Abstand
Die Tabellensituation von RB Leipzig: Zum Relegationsplatz sind es fünf Punkte Abstand
2. Bundesliga

Aufstiegscheck: Schafft RB Leipzig den Rekordaufstieg?

Köln - Sieben Mannschaftten haben nach 20 Spieltagen der 2. Bundesliga noch gute Chancen auf den Aufstieg. bundesliga.de checkt, wie die Situation der Teams aussieht, was passieren muss, damit es mit dem Aufstieg klappt und wo die größten Gefahren lauern.

Übersicht: Alle Kandidaten im Aufstiegscheck

Den Anfang der Serie macht RB Leipzig, das als erstes Team in der Geschichte der Bundesliga den Durchmarsch von der vierten Liga in die Bundesliga mit drei Aufstiegen in Folge schaffen könnte.

Die Situation:

Das macht Hoffnung:

RB Leipzig verfügt über eine sehr stabile Defensive. Kein Team ließ weniger Gegentore zu, als die 14 der Leipziger. Zudem spielte RBL neun Mal zu Null und kassierte nie mehr als zwei Gegentreffer. Stark ist auch die Bilanz im eigenen Stadion, wo die Leipziger nur ein Mal verloren. Standards verteidigt RB stark (nur zwei Gegentore), außerdem ist die Mannschaft von allen Clubs der 2. Bundesliga mit durchschnittlich 120,1 Kilometern pro Spiel am lauffreudigsten.

Hier lauern Gefahren:

Die Offensive hat eine Menge Zug zum Tor. Nur die Stürmer von Ingolstadt gaben mehr Torschüsse ab (150) als die von RB Leipzig (114). Yussuf Poulsen hat bereits acht Tore erzielt, dazu kamen mit den Neuzugängen Omer Damari und Emil Forsberg zwei Nationalspieler. Forsberg hat in Aue schon gute Ansätze gezeigt. Damari fehlte zwar noch, seine acht Treffer in 13 Spielen für Austria Wien und die momentane Torjägerkrone in der EM-Qualifikation (fünf Tore) machen aber Hoffnung auf viel Power im Sturm. Auch der dritte neue Stürmer Yordi Reyna könnte eine gute Rolle spielen, in Grödig war er in 19 Spielen an 17 Toren beteiligt.

Auch wenn die Leipziger häufig schießen, viele Tore springen bislang nicht dabei heraus. Durchschnittlich landete nur jeder 14. Torschuss im Tor, die 22 Treffer sind unterdurchschnittlich. Nur drei Teams trafen seltener.

Nachdem sich der Club von Trainer Alexander Zorniger (Foto) getrennt hat, bleibt abzuwarten, wie die Mannschaft mit der Umstellung zurechtkommt und unter Nachfolger Achim Beierlorzer funktioniert. Beierlorzer hat bislang die U17 des Clubs trainiert und ist nun bis Saisonende Cheftrainer des Zweitligisten.

Aussichten und Aufstiegschancen:

In der aktuellen Form wird es sehr schwer für Leipzig, den Rekordaufstieg zu schaffen. Natürlich ist bei nur fünf Punkten Rückstand zum Dritten alles möglich, zumal außer Ingolstadt keine Mannschaft herausragt - aber dann müsste RB schnell die Kurve kriegen und vor allem auswärts mehr zeigen. Zumal sie noch in Karlsruhe, Braunschweig und Kaiserslautern antreten müssen.

Aufstiegscheck: Beierlorzer im Portrait

Zuletzt agierte das Team aus einer 4-3-3-Grundformation heraus. Mit den Neuzugängen könnte das ein Schlüssel sein, um die Trefferquote zu verbessern.

Drei Mal ist ein Tabellensiebter des 20. Spieltages seit Einführung der Drei-Punkte-Regel am Saisonende aufgestiegen. Und dass Leipzig unbedingt das vierte Team werden will, zeigt die Transferoffensive im Winter.

Klappt die Integration der Neuen, müssen sich die Teams vor RBL warm anziehen. Dauert diese aber zu lange, wird Leipzig den Aufstieg in der nächsten Saison erneut in Angriff nehmen müssen. Die kommenden Spiele sind dementsprechend richtungsweisend. Gegen den FSV Frankfurt ist ein Sieg Pflicht.

Sebastian Stenzel und Tobias Anding

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