München - Wenn Fortuna Düsseldorf zum Abschluss des 31. Spieltags bei Dynamo Dresden antritt, werden nicht bloß zahllose Fußball-Fans bundesweit zuhause vor den Fernsehschirmen sitzen. Sondern auch Spieler und Verantwortliche der SpVgg Greuther Fürth. Denn sollten die viertplatzierten Rheinländer am Montagabend (ab 20 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) nicht die volle Punktausbeute erzielen, stünde der Aufstieg der einstigen "Unaufsteigbaren" (nahezu) fest.

Für Norbert Meier sind derartige Rechenspiele dennoch ohne Relevanz. Während seine Mannschaft die Resultate vom Wochenende genau verfolgt hat und im Rennen um einen der ersten drei Plätze nun nachziehen will, geht es für Düsseldorfs Trainer nur um die eigene Leistung. "Es ist doch normal, dass die Spieler sich auch die Partien der anderen anschauen. Ich mach' das nicht. Ich geh' lieber laufen wenn die Konkurrenz spielt", erklärte der 53-Jährige und schob nach: "Am Ende können wir die Dinge, die in Frankfurt, Fürth und Co. passieren, sowieso nicht beeinflussen."

Eigentlich habe man - angesichts eines Rückstands von nur einem Zähler auf den Relegationsplatz 3 - ja "alles selbst in der Hand", auch wenn jetzt mit der SGD, die aufgrund der anderen Ergebnisse schon drei Spieltage vor dem Saisonende den Klassenerhalt sicher hat, ein "harter Brocken" warte: "Sie sind unbequem zu spielen und können befreit auftreten. Und bei der Heimkulisse wird es sicherlich eine große Herausforderung."

Looses "Herz schlägt höher"



Für Johannes van den Bergh kommt die Begegnung mit den Sachsen, die in dieser Spielzeit bereits mehrere Aufstiegsaspiranten geschlagen haben, dabei ebenso zu früh wie für Robbie Kruse, der gerade erst ins Training zurückgekehrt ist. Dafür winkt Top-Torjäger Sascha Rösler nach einer kleinen Schaffenspause ein Platz in der Startelf.

Dynamos Cheftrainer Ralf Loose geriet im Vorfeld erst kurz ein wenig ins Schwärmen, um sich dann jedoch gewohnt nüchtern um das Sportliche zu kümmern: "Ich liebe die Stadt Düsseldorf, habe sieben Jahre für die Fortuna gespielt, davon fünf als Kapitän. Mein Herz schlägt höher, wenn ich an den Verein denke", bekundete der 49-Jährige, der trotzdem nicht von einer besonderen Partie sprechen wollte. Es gehe schließlich auch gegen seinen Ex-Club um drei Punkte, daher seien "totale Leidenschaft und taktische Disziplin" gefordert.

Dynamo hat "Rechnung offen"



"Wir haben in der Vergangenheit bewiesen, dass wir gegen die großen Mannschaften bestehen können. Daran sollten wir uns jetzt erinnern", so der Fußballlehrer, der wieder auf den zuletzt gelbgesperrten Filip Trojan zurückgreifen kann. Auch seine Profis möchten die Saison nun, nachdem man mit dem Abstieg definitiv nichts mehr zu tun hat, keineswegs locker ausklingen lassen.

Im Gegenteil, nach der unglücklichen 1:2-Pleite in der Hinrunde, als Ranislav Jovanovic erst in der Nachspielzeit den entscheidenden Treffer für die Gastgeber erzielt hatte, hegen die Dresdner nach wie vor Rachegelüste. "Düsseldorf kann aufsteigen, aber wir haben aus dem Hinspiel noch eine Rechung offen. Die drei Punkte wollen wir deshalb in Dresden behalten", versprach Mittelfeldspieler Robert Koch den Flingeraner Favoriten einen heißen Tanz.

In Fürth wird man das wohl ganz besonders gerne hören.



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