Bochum - Keine Frage: Die 0:1-Heimniederlage gegen Cottbus war für den VfL Bochum ein Rückschlag. Aus der Bahn aber soll sie den VfL nicht werfen - die Spieler blicken jedenfalls weiter mit breiter Brust auf die nächsten Aufgaben.

Enttäuscht waren die Bochumer, das ließ sich nach der Niederlage gegen Cottbus auch an den Gesichtern ablesen. Nach sieben Punkten aus den letzten drei Spielen sollte der Aufwärtstrend gegen Energie mit einem weiteren Heimsieg fortgesetzt werden - doch daraus wurde nichts. "Vorne haben wir unsere wenigen Chancen nicht genutzt, hinten einen Fehler gemacht", stellte Giovanni Federico nüchtern fest, "und so verlierst du dann das Spiel."

VfL war zu zögerlich

Wirklich viele gute Möglichkeiten zu einem Treffer hatte Bochum allerdings auch nicht verzeichnet. Trotz einer druckvollen Anfangsphase verstand es der VfL diesmal über weite Strecken nicht, den Gegner häufig ernsthaft in Gefahr zu bringen. Viele Aktionen wirkten umständlich, manchmal war der VfL zu zögerlich und ließ es an Präzision missen. Auch die Kreativität hielt sich in Grenzen. "Es war Sand im Getriebe", musste auch Federico eingestehen, "allerdings stand Cottbus auch sehr kompakt."

Eine Analyse, die so auch der Trainer teilte. "In der ersten Halbzeit war es für uns nicht einfach, gegen einen defensiven Gegner die richtigen Lösungen zu finden, Da fehlte die letzte Konsequenz, obwohl wir viel versucht haben", stellte Andreas Bergmann fest: "In der zweiten Halbzeit sind wir dann zu unruhig geworden."

"Wir werden wieder aufstehen"

Den generellen Aufschwung der eigenen Mannschaft wollte aber Bergmann ebenso wie seine Mitspieler nicht in Frage stellen. "Wir haben viele junge Spieler, da gibt es Schwankungen. Wir müssen trotzdem an unseren Weg glauben. Und wir werden wieder aufstehen", ist sich der Coach sicher.

Auch Mittelfeldspieler Christoph Kramer sieht keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken: "Natürlich war es ein Rückschlag im Gegensatz etwa zur ersten Halbzeit bei 1860, weil uns diesmal auch die klaren Chancen gefehlt haben. Aber in der ersten Halbzeit und bis auf den finalen Pass auch in der zweiten Hälfte haben wir durchaus ordentlichen Fußball gespielt."

Blick nach vorne gerichtet

Enttäuschung ja, Verunsicherung nein, lautet die Devise beim VfL Bochum. "Warum sollten wir nicht trotzdem mit breiter Brust nach Braunschweig fahren", meinte Daniel Ginczek trotzig mit Blick auf das nächste Spiel am nächsten Wochenende.

Und auch Giovanni Federico wollte sich nicht lange mit der Heimpleite gegen Cottbus aufhalten: "Das Spiel am Sonntag werden wir wieder anders gestalten. Und dann werden wir auch wieder gewinnen."

Aus Bochum berichtet Dietmar Nolte